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Freitag, den 19. Apr 2024
 
 
 
Schriftliche Presse

Paris–Für Marokko heimst das diplomatische Ringen definitive Erfolge ein. Der Beweis dafür ist, dass die einzige heutzutage kontroverse und geplante Perspektive die Autonomie unter marokkanischer Souveränität sei, schätzt der Politologe Mustapha Tossa.


Auch die einstigen „versessenen und duckmäuserischen“ Gegner gestehen sich heute ein, dass die internationale Legalität, welche von der UNO versinnbildlicht wird, die Hypothese eines Referendums nicht mehr evoziert, welches die Zeit hindurch „verjährt und undurchführbar“ geworden ist, unterstreicht Herr Tossa in einer Analyse, welche am Sonntag von der Online-Media „Atlasinfo“ veröffentlicht wurde.

Von nun an was macht man von der Front Polisario und von deren Milizen? Was macht man von den Sequestrierten in den Lagern Tinduf auf algerischem Boden“, wirft der Politologe die Fragen auf, für den „sich diese Befragungen sowohl als triftig als auch als legitim herausgestellt haben. Und zwar aus gutem Grund: das was gemeinschaftlich als „die Affäre der Sahara“ bezeichnet wird, ist dabei, in eine Sackgasse für das algerische Regime und in eine große Angstquelle für die internationale Gemeinschaft auszuarten“.

Algerien zufolge wird die Affäre komplizierter und zwingt zu Verrenkungen, deren politischer Preis schwergewichtig ist, denn in dessen Starrköpfigkeit eingeklemmt, die Separatisten der Front Polisario unterstützen zu wollen, „segelt das algerische Regime bis zur Lächerlichkeit in dessen Widersprüchen“, stellt der Leitartikler in den Vordergrund, erläuternd, dass seine hinausposaunte Diplomatie einerseits nicht mit diesem Konflikt zu tun hat und dass            andererseits seine Armee zu dem Gunsten der Milizen der Front Polisario für deren Kost und Logis sorgt und sie mit schweren Waffen ausrüstet.

Einerseits bietet das algerische Regime sein diplomatisches Arsenal auf, zwecks dessen das separatistische Hirngespinst zu verkaufen. Andererseits verweigert es sich, sich für eine beteiligte Partei an dieser regionalen Krisis zu halten und an den Gesprächen am runden Tisch teilzunehmen, welche die Vereinten Nationen im Begriff sind, zu organisieren, zwecks dessen einen politischen Ausgang für diesen artifiziellen Konflikt zu erzielen, stellt der Politologe fest.

Bezugnehmend auf die Einbüße, fuhr er fort, hat die Front Polisario bereits wie ein vernichtender Gift für die algerischen Fähigkeiten agiert. Ihre Unterstützung kostet enorm die algerische Wirtschaft, welche ihre Reichtümer hätte mobilisieren können, zwecks dessen die Sozialwunden des algerischen Bürgers vernarben zu lassen, dessen Mehrheit der Jugendlichen keine andere Aussicht vor sich hat als die lebensbedrohliche Überfahrt des Mittelmeeres, stellt Herr Tossa fest.    

Darüber hinaus spielt der Politologe in den Vordergrund, dass Algerien darauf erpicht ist, an der Front Polisario hängenzubleiben, was eine Vereinsamung des Landes auf beispielslose Weise zustande gebracht hat. Der Front Polisario wegen wurde dem algerischen Regime die Rente entzogen, welche ihm seine Gasfernleitung nach Europa über Marokko einbrachte. Seit deren Abbau wird Algerien nicht nur dem Geld verlustig, wovon seine Wirtschaft in hohem Maße abhängig ist, sondern auch was ihm an Glaubwürdigkeit als Staat übrigbleibt, fügte der Politologe bekräftigend hinzu, beobachtend, dass die europäischen, afrikanischen bzw. arabischen Staaten zweimal nachzudenken hätten, bevor sie Etwas Strukturierendes mit einem Regime tun würden, welches „so volatil und launenhaftig ist“.

Sahara: Pour le Maroc, la bataille diplomatique est définitivement pliée (Politologue)


Zwei Beispiele bebildern diese Situation, erläutert Herr Tossa, nämlich die versteckte Angst, in welche Spanien und hinter ihm die Europäische Union angesichts der Oberflächlichkeit geschweige denn der Verantwortungslosigkeit gerät, vermöge derer man sich folgenschweren Herausforderungen zu stellen hat, beispielsweise Gas, Immigration, Unsicherheit und Befehdung der terroristischen Organisationen.

Das zweite Beispiel ist die algerische Unfähigkeit, einen arabischen Gipfel auf Grund widersprüchlicher Posituren zu organisieren, vom Willen aus, gegen die Strömung zu schwimmen, Zwietracht zu säen sowie Chaos und Brüche anzurichten, soweit diese arabischen Staaten mehr denn je Zusammenarbeit und   Solidarität nötig haben, fügte der Autor hinzu, welcher die Frage aufwarf, ob es um eine Zeitfrage gehe. Und der Politologe betont in dieser Hinsicht, dass die Zeit drängt und dass Algerien dazu genötigt ist, sich der internationalen Gemeinschaft in deren Unterstützung der Autonomielösung anzuschließen, welche seitens Marokkos unterbreitet wurde und wird.

Wenn sie es tut, besteht kein Risiko einer Volksrevolution, zwecks dessen dem entgegenzustehen. Die Frage der Front Polisario war nie eine Affäre des algerischen Volkes, eher ein Dossier in Form einer Kreditlinie der algerischen Armee, eine Druckkarte und eine Karte der Destabilisierung, notiert Herr Tossa, hinzufügend, dass wenn morgen dieser Wendepunkt eingeschlagen wird, „wird Algerien mit einem gewissen Gekreische innerhalb des algerischen militärischen engsten Zirkels davonkommen“.

Ein algerisches Regime, das übrigens damit anfängt, das Gewicht des internationalen Drucks mit dem Beginn einer Sequenz internationaler Verfahren gegen die algerischen verbrecherischen Verantwortlichen des algerischen Bürgerkrieges zu verspüren wie dies das Verfahren in der Schweiz des Generals Khaled Nezzar illustriert.

Parallel dazu wird die marokkanische Diplomatie weiterhin Erfolge horten, beobachtet der Autor, für den es um zwei künftige Herausforderungen geht, denen man sich mit besonderer Aufmerksamkeit zu stellen hat; die erste ist die Investition in einer einzigen politischen und diplomatischen Operation, nämlich in der Ausquartierung „der saharawischen Scheinrepublik“ aus den Instanzen der afrikanischen Union und der letzte Gipfel in Addis Abeba hat nachgewiesen, dass eine solche Operation auf Armeslänge sei und dass die afrikanischen Staaten dazu bereitwillig sind, diese Demarche zu unternehmen.

Das zweite Dossier ist die Lenkung der internationalen Aufmerksamkeit auf die bewehrten Milizen der Front Polisario und das Schaustellen derer  Vernetzung mit den anderen terroristischen Organisationen in der Sahel-Region.          

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