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Freitag, den 07. Okt 2022
 
 
 
Schriftliche Presse

Rabat-Die Aufnahme des Führers der Front Polisario, des sogenannten Brahim Ghali, unter gefälschter Identität, durch Spanien wird zweifellos Auswirkungen auf die Zusammenarbeit in Sicherheits-und-Geheimdienstfragen zwischen Rabat und Madrid ausüben, der Informationsseite „Rue20.com“ zufolge.


Die Sicherheitskooperation zwischen den beiden Staaten ist jetzt von Blockaden bedroht, heißt es auf der Webseite in einem am Montag veröffentlichten Artikel, wonach dieser Akt erhebliche Auswirkungen auf Spanien ausüben wird, das  den Sicherheitsinteressen eine entscheidende Bedeutung beimisst.

Das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten, für afrikanische Zusammenarbeit und für die im Ausland ansässigen Marokkaner richtete in einer Erklärung eine direkte Frage an Madrid zur „Ernsthaftigkeit der gemeinsamen Zusammenarbeit in allen Bereichen aus, zu einer Zeit, worin  Madrid Informationen verheimlicht, die sich auf die territoriale Integrität und auf die  Souveränität des Königreichs beziehen“, ließ das Portal beobachten.

Die Nachrichtenseite zitiert einen ehemaligen Diplomaten und glaubt, dass es nicht ausgeschlossen ist, dass der Führer der Separatisten ein "Agent der spanischen Geheimdienste und gleichzeitig ein algerischer Geheimdienstbeamter ist, dessen Rolle auf die Ausführung von Befehlen hinausläuft", davor warnend, dass eine solche Möglichkeit einen Wendepunkt in den marokkanisch-spanischen Beziehungen darstellen könnte.

In diesem Kontext wirft der ehemalige Diplomat die Frage auf, wie ein Land, das in Sicherheits-und-Geheimdienstfragen eng mit Marokko zusammenarbeitet, auf dessen Territorium eine Person mit gefälschter Identität aufnimmt, die darüber hinaus von der spanischen Justiz verfolgt wird, ohne den Nachbarn des Südens darüber zu unterrichten?.

Marokkos Offenlegung der Identität des Führers der Front Polisario auf  spanischem Boden zwang Madrid dazu, die Anwesenheit dieses Separatisten mit gefälschter Identität und einem algerischen Diplomatenpass anzuerkennen, schiebt die elektronische Media nach.

Am Sonntag bedauerte das Königreich Marokko die Haltung Spaniens, das auf dessen Territorium den Führer der separatistischen Milizen der Front Polisario  aufnimmt, der wegen schwerwiegender Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen strafrechtlich verfolgt wird.

Marokko bekundete seine Enttäuschung im Hinblick auf diese Haltung, welche im Widerspruch mit dem Geist der Partnerschaft und der guten Nachbarschaft steht und ein grundlegendes Problem für das marokkanische Volk und für seine lebenden Kräfte darstellt, stellte das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten, für afrikanische Zusammenarbeit und für die im Ausland ansässigen Marokkaner die Pressemitteilung auf.

Der spanische Botschafter in Rabat wurde zum Ministerium einbestellt, um ihm diese Position mitzuteilen und von ihm die notwendigen Erklärungen zur Haltung der Regierung seines Landes abzuverlangen.

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