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Sonntag, den 18. Aug 2019
 
 
 
Schriftliche Presse

Johannesburg-Die einflussreiche südafrikanische Tageszeitung Daily Maverick kritisierte am Dienstag, den 26. Februar 2019 die Unnachgiebigkeit Südafrikas gegenüber der territorialen Integrität Marokkos. Die von ANC angeführte Regierung Pretoria würde es vorziehen, die Frage der marokkanischen Sahara unter dem Prisma des Kalten Krieges anzugehen.


Unter dem Titel "Marokko, die Sahara und der umgekehrte moralische Kompass Südafrikas" erstattete die Tageszeitung einen historischen Überblick über diese Frage, bevor sie die neuesten Entwicklungen bei der Integration der südlichen Provinzen innerhalb des Schosses des Mutterlandes, Marokkos, hervorhob.

In politischer Hinsicht konzentrierte sich der Autor des Artikels insbesondere auf die Rückkehr Marokkos innerhalb des Schosses der Afrikanischen Union (AU) in 2017 und betonte, dass diese Rückkehr zu einer erheblichen Verringerung der Unterstützung der Separatisten der Front Polisario auf dem afrikanischen Kontinent geführt habe.

Nur eine Minderheit der Staaten erkennt die sogenannte chimärische Entität in Tindouf im Südwesten Algeriens an, wies die Zeitung darauf hin.

Um auf die südafrikanische Position in dieser Frage zurückzukommen, stellte sich die Frage, ob Marokkos Fortschritte in Afrika, insbesondere im Bereich der Investitionen, Südafrika nicht stören würden. Die jüngsten Entwicklungen scheinen darauf hinzudeuten, dass "sich das Blatt in eine andere Richtung bewegt als in Pretoria", hieß es in der Zeitung.

"Marokko ist ein zunehmend aktiver Investor in Afrika mit einer starken Präsenz im Bankensektor in mehr als 20 Staaten", hieß es in der südafrikanischen Veröffentlichung.

Die Tageszeitung Daily Maverick hat es nicht versäumt, die "beeindruckende Entwicklungsrate und das wirtschaftliche Wachstum" in den südlichen Provinzen Marokkos in den Mittelpunkt zu stellen, indem sie auf eine florierende Hafeninfrastruktur, ausgebaute Straßennetze und eine wachsende Industriestruktur verweist.

La trilogie infernale du polisario


Diese Entwicklungen scheinen die südafrikanische Regierung nicht zu beeindrucken, die sich in ihrer Position festfährt und einer separatistischen Gruppe beispringt, wenn es um das Festhalten an "Prinzipien" geht, wie die Veröffentlichung feststellt, hinzufügend, dass Marokko in den letzten 40 Jahren viele Fortschritte verbucht hat.

Das Königreich hat in der Sahara-Region beträchtliche Investitionen eingesteckt, insbesondere in den Bereichen Stadtentwicklung, Bildung, Gesundheit, Sportinfrastruktur, Straßen, Ausbau des Trinkwassernetzes, erneuerbaren Energien, Kultur sowie Hafen- und Flughafeninfrastrukturen, wie die Tageszeitung Daily Maverick darauf hinweist, betonend, dass diese Fortschritte durch die Politik seiner Majestät des Königs Mohammed VI. begünstigt wurden.

Heute ist Marokko ein Land, das auf dem Weg der sozialen und wirtschaftlichen Modernisierung beträchtliche Fortschritte erzielt, ein Land, das sich in einer unruheinegsäten Region herauskristallisiert.

Inzwischen bleibt Algerien der Mentor der Front Polisario aus Gründen, die auf keinem Fall mit der Sorge um die Verteidigung der Menschenrechte in Verbindung gebracht werden könnten, einem Bereich, in dem Algier bestenfalls eine unsichere Bilanz verzeichnet, betont die Zeitung.

Für den Autor des Artikels ist die Zielsetzung der Rivalität mit Marokko, die Algerien belebt, der Kern des Konflikts um die territoriale Integrität des Königreichs.

In der Veröffentlichung wurde überdies darauf hingewiesen, dass Südafrika das Ausmaß der in der Region eingetretenen Veränderungen gut überprüfen und nachfeststellen sollte, dass Marokkos Fortschritte in vielen Sektoren wichtige Möglichkeiten für die Zusammenarbeit zwischen Rabat und Pretoria nach sich ziehen könnten.

Die Tageszeitung zitiert den Bereich Luftverkehr und den Sektor der erfolgreichen Luftfahrtindustrie in Marokko. Die Stärkung der Beziehungen zu Marokko, einer kontinentalen Wirtschaftsmacht, hat reale und einige Vorteile für Südafrika, schließt die Zeitung damit ab.

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