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Freitag, den 12. Aug 2022
 
 
 
Schriftliche Presse

Khalihenna: „ich bin .... optimistisch“
Khalihenna Ould Errachid, vor kurzem als Präsidenten des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten ernannt, ist davon überzeugt, dass das Autonomieprojekt den Ansprüchen der Separatisten Schach bietet.



Herr Khalihenna Ould Errachid hat erklärt, dass Marokko dank der Gewährung einer weitreichenden Autonomie den Sudprovinzen „ein Muster“ für Afrika und für die arabisch –islamische Welt im Bereich der Dezentralisierung und der demokratischen Verwaltung sein wird.

Herr Khalihenna Ould Errachid hat in einem Interview mit der Tageszeitung „Aujourd’hui Le Maroc“ versichert, dass die Autonomie keinen Schritt in die Unabhängigkeit konstituiert und hat dieses Projekt als realistisch, modern und demokratisch qualifiziert.

Er hat hinzugefügt, dass das Projekt der Autonomie eine definitive Lösung für das Saharadossier ist, hervorhebend, dass dieses Projekt allen Sahraouis, wo sie sich auch befinden mögen, und nicht einer bestimmten Organisation, einem bestimmten Verein oder einem Teil der Bewohner adressiert ist.

Andererseits hat er darauf hingewiesen, dass der königliche Konsultativrat für Saharaangelegenheiten, der direkt dem König untersteht, damit beauftragt wird, die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung in den Sudprovinzen zu realisieren und ihre Marokkanität zu verteidigen, in Koordination mit den Ministerien, mit den erwählten Räten und mit der Zivilgesellschaft.

Herrn Khalihenna Ould Errachid zufolge wird jegliches Problem in diesen Provinzen dank des Dialogs, des Einverständnis und der Transparenz gelöst werden.

In einem anderen Interview, das von der Tageszeitung „La Nouvelle Tribune“ in ihrer letzten Ausgabe veröffentlicht wurde, hat Herr Khalihenna Ould Errachid erläutert, dass der königliche Konsultativrat für Saharaangelegenheiten noch nicht die Note diskutiert hat, die Marokko dem Sicherheitsrat der vereinten Nationen bezüglich der weitreichenden Autonomie in den Sudprovinzen unterbreiten wird.

Er hat darauf hingewiesen, dass seine Majestät der König einer alten Anfrage der Bewohner des Südens Folge geleistet hat, die weit der Hauptstadt leben, zwecks dessen, eine weitreichende Dezentralisierung beziehungsweise eine Autonomie zu realisieren, die ihnen ermöglichen wird, politisch an der Konstruktion des Königreichs teilzunehmen.

Anbei der Volltext des Interviews:                                 
 

ALM: Wie haben Sie Ihre Ernennung an der Spitze des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten aufgenommen?
Khalihenna Ould Errachid:   ich empfinde es als Ehre, von seiner Majestät König Mohammed VI mit dieser wichtigen und edlen Mission beauftragt zu werden. Diese Ernennung bedeutet für mich ein immenser Stolz.

Sie haben immer dazu aufgerufen, dass die Angelegenheiten der Sahara von ihren Bewohnern verwaltet werden müssen. Schätzen Sie ein, dass dies ein Sieg für Sie ist?
Die nationale Politik-wie es die Verfassung stipuliert- wird von seiner Majestät König Mohammed VI bestimmt. Es ist seine Majestät, die die Politik definiert, die er in die Praxis umzusetzen beabsichtigt. In diesem Rahmen, ich bin nur ein Diener seiner Majestät. Ich versuche, ehrenhaft, treu und loyal die Missionen, womit ich beauftragt werde, zu erfüllen. Also, der Sieg ist der Sieg seiner Majestät.

Wie betrachten Sie Ihre praktische Aktion als Präsidenten des Rates?
Der königliche Konsultativrat für Saharaangelegenheiten ist eine Institution, die äusserst vom königlichen Dahir definiiert ist, das die Missionen und die Objektive, die wir erfüllen sollen, fixiert. Erstens, der Rat soll sich für die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung in den Sudprovinzen sorgen. Zweitens, er soll die Marokkanität der Sahara sowohl auf der nationalen als auch auf der internationalen Ebene verteidigen. Es handelt sich um eine immense Aufgabe, die wir mit Berufsmässigkeit, Hingebung und Transparez mit allen Referenten, d.h. mit den differenten ministeriellen Abteilungen, mit den gewählten Räten, mit der gesamten Zivilgesellschaft, mit den Stämmen…usw verrichten werden.

Sie sind immer gegen die Einmischung des Innenministeriums in den Saharaangelegenheiten, die Sie immer als übertrieben qualifiziert haben?
Die Aufgaben sind jetzt klar und deutlich. Seine Majestät hat alles definiert. Der Rat unterliegt direkt seiner Majestät. Es ist notwendig, zu sagen, dass das Innenministerium eine wichtige Abteilung ist, die sich um die territoriale Administration kümmert und die gleichzeitig Mitglied des Rates ist, gemeinsam mit dem Ministerium für auswärtige Angelegenheiten, der Agentur für die Entwicklung der Sudprovinzen und den differenten Walis und Gouverneurs der Saharaprovinzen. Wir werden gemeinsam arbeiten, damit die nationale Bemühung, sei es im politischen, diplomatischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bereich, auf dieselbe Richtung orientiert wird, wie sie seine Majestät klar in seiner historischen Rede des 25. März 2006, anlässlich des königlichen Besuchs in den Sudprovinzen definiert hat.

Wie sieht Ihre Position gegenüber dem Autonomieprojekt unter marokkanischer Souveränität aus? Ihrer Meinung nach, wer darf diese autonome Region verwalten: Die Sahraouis des Inneren, zu denen Sie gehören, oder Mohamed Abdelaziz und seine Truppen?
Es ist eine übereilte Frage. Zunächst, der Rat soll seine Meinung über das Autonomieprojekt äussern. Aber, nunmehr, ich darf sagen, dass dieses Autonomieprojekt allen Sahraouis, wo sie sich auch befinden mögen, in den Sudprovinzen, in den Lagern von Tindouf, in Mauretanien, in Spanien, oder woanderes, bestimmt ist. Das Autonomieprojekt richtet sich nicht an eine bestimmte Organisation, an eine präzise Assoziation oder an einen Teil der Bevölkerung, sondern an alle Sahraouis, die immer einen Anspruch auf einen eminenten Platz innerhalb Marokkos erhoben haben. Es handelt sich um ein glaubwürdiges, reelles, modernes und demokratisches Projekt. Überdies, es ist ein zivilisiertes Projekt der Verwaltung der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Angelegenheiten. Dieses Autonomieprojekt wird definitiv das Saharaproblem beilegen können.

Kein ehrlicher und patriotischer Sahraouis wird den mindesten Vorwand haben, zu sagen, dass er vergessen, ausgeschlossen oder marginalisiert wurde. Das Autonomieprojekt wird nicht mehr das Wiederaufkommen der separatistischen Ansprüche zulassen. Eine der Hauptaufgaben des Rates liegt darin, die Gesamtheit der Saharabevölkerung davon zu überzeugen, sich massiv dem Erfolg dieses historischen Projekts anzuschliessen. Ich bin optimistisch im Hinblich auf die kommenden Ereignisse.

Ist die Autonomie eine gute Sache für die Sahara oder wird sie in die Unabhängigkeit münden, die laut und ungestüm von der Polisario reklamiert wird?
Die Autonomie ist kein Schritt zur Unabhängigkeit. Die Autonomie wird die nationale Einheit, die territoriale Integrität verstärken, sie unterliegt den demokratischen Kriterien der modernen Verwaltung. Die Gesamtheit der   europäischen Länder, woraus die europäische Union besteht, sind dezentralisierte Länder wie die vereinigten Staaten, Russland, China, Indien, Brasilien und andere grosse Länder. Marokko wird ein Modell für Afrika und für die arabische und muselmannische Welt werden.         
 Seien wir klar und deutlich, die Autonomie ist ein Plus und eine fundamentale Garantie der Adhäsion der von diesem Projekt betroffenen Bevölkerung für das nationale Zusammenhalten, für die nationale Einheit, für die territoriale Integrität und für die marokkanische Souveränität unter der höchsten Führung seiner Majestät, Garant der Institutionen und der Einheit des Landes.

Sie haben Ihre Mission an der Spitze des Corcas durch einen ersten Ausgang am letzten Montag in Smara angeschnitten. Wie haben Sie auf die Agitationen, die diese Sudprovinz erfahren hat, reagiert?
Es ist ein geringeres Problem, das im vollkommenen Einvernehmen zwischen den lokalen Behörden und den von diesen Ereignissen betroffenen Personen geregelt wurde.
Es ist eine der ersten Aufgaben des Rates, die mit Erfolg gekrönt wurde. Die Methode, die wir einschlagen werden, um solche Probleme zu regeln, stützt sich auf den Dialog, das Einvernehmen und auf die Transparenz.

 

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