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Sonntag, den 20. Okt 2019
 
 
 
Aktendeckel

Herr Khalihenna Ould Errachid, Präsident des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten, hat am Montag die politischen Kräfte und die Zivilgesellschaft in Andalusien dazu aufgerufen, den Vorschlag der Autonomie in den Südprovinzen zu unterstützen, der „den Ansprüchen der Sahraouis Folge leistet“.



Aktivitäten des CORCAS in Sevilla

 Die Begegnung der Delegation des Rates mit dem offiziellen Sprecher der sozialistischen parlamentarischen Fraktion





Herr Khalihenna Ould Errachid, Präsident des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten, und die ihn begleitende Delegation, haben am Montag in Zugegenheit des Generalkonsuls des Königreichs in Sevilla eine Begegnung mit Herrn Manuel Garcia Navaro, dem offiziellen Sprecher der sozialistischen Parlamentsfraktion des regionalen Parlaments Andalusien, abgehalten.

Herr Manuel Garcia Navaro hat die Position seiner Partei erläutert, die den Dialog als Weg der friedlichen Beilegung der Konflikte unterstützt, insbesondere was den Saharakonflikt anbetrifft, und hat erachtet, dass diese Begegnung eine Gelegenheit ist, um Gehör den Ansichtspunkten des Rates Gehör zu schenken.

Darauf hin ergriff der Präsident das Wort und behandelte die folgenden Punkte:
- Corcas zielt darauf ab, eine Lösung für das Problem zu finden
- Erinnerung an den Besuch des Corcas in Madrid und in den kanarischen Inseln
- Andalusien hat historische und wirtschaftliche Beziehungen mit Marokko
- Man kann sich von der Autonomieerfahrung in Andalusien inspirieren
- Seine Majestät der König möchte dem Problem je nach der internationalen Legalität ein Ende setzen
- Erinnerung an den Bericht des GS der UNO Koffi Annan, der zu der direkten Verhandlung aufruft, um zu einer Lösung zu gelangen, die alle Parteien zufrieden stellt
- Scheitern des Referendums Anfang der 90er Jahre, dessen Anwendung mit der Veränderung der Grenzen der Nachbarländer Marokkos Algerien, Mali und Mauretanien gleichsteht
- Ein freies gerechtes und demokratisches Referendum ist nicht möglich
- Die Wahl des Krieges hat nur menschliche Katastrophen nach sich gebracht
- Die Lösung ist politisch unter der marokkanischen Souveränität und entspricht der internationalen Legalität
- Die Losung der Autonomie befriedigt die historischen Ansprüche der Saharaouis und wahrt ihre Identität sowie ihre sahraouische Besonderheit
- Sich von der spanischen Erfahrung im Bereich der Autonomie inspirieren
- Corcas strebt danach, dem Konflikt ein Ende zu setzen
- Die Realisation der Versöhnung insbesondere mit der Front Polisario
- Wir bitten um Hilfe, um diese Lösung zu realisieren

 - Die sahraouische Region zwischen den vier Ländern ist eine Region der Anarchie, keine Ordnung, kein Gesetz, Anwachs des Phänomens des schwarzen Handels in all seinen Formen: mit Menschen, mit Waffen und mit Drogen sowie Terrorismus
- Die Region ähnelt künftig Afghanistan
- Die Autonomie ist eine fortgeschrittene Form der Selbstbestimmung mit ihren Institutionen und ihrer lokalen Regierung
- Die Autonomie bringt die nationale Einheit in Erfüllung
- Marokko unter der Führung seines jungen Königs hat Fortschritte erfahren und dies im Bereich der Demokratie, der Frauenemanzipation, des Abbruchs mit der Vergangenheit im Bereich der Menschenrechte und der Adaptation des Islams mit den Anforderungen der Gegenwart
- Wir möchten uns von der spanischen Erfahrung inspirieren
- Corcas mit 141 Mitgliedern konstituiert eine Repräsentativität der sahraouischen Gesellschaft
- Wir möchten uns mit unseren Brüdern in den Lagern versöhnen
- Die Autonomie wird dazu beitragen, die Region und deren internationale Umgebung stabil zu machen, die Union des arabischen Maghrebs aufzubauen, der illegalen Auswanderung sowie dem Islamismus ein Ende zu setzen
- Wir rufen unsere Freunde in Spanien dazu auf, diese Lösung zu unterstützen, insbesondere das Parlament, die Regierung und die Politiker der Region Andalusien

In der Anrede des Herrn Manuel Garcia Navaro hat er auf Folgendes hingewiesen:

- Die Autonomie in Andalusien ist 25 Jahre alt
- Die Autonomie in Andalusien ist eine politische Autonomie mit einem autonomen Parlament und einer demokratischen Regierung
- Wir haben weitgehende Prärogativen im Bereich der Gesundheit, der Bildung, und der sozialen sowie wirtschaftlichen Dienstleistungen
- Die politische Autonomie ist ein wichtiges Element in der Entwicklung Andalusiens, wir haben uns von einer Region, die die Arbeitskräfte exportiert, in eine Region verwandelt, die die Arbeitskräfte importiert
- Wir haben eine besondere Beziehung mit dem sahraouischen Volk
- Die Andalusier sympathisieren mit der Katastrophe der Kinder in den Lagern
- Diese Solidarität ist menschlich und nicht politisch, wir sind für eine Lösung, die die Menschenrechte respektiert

 Darauf hin hat der Präsident das Wort ergriffen und die folgenden Elemente behandelt:

- die Identität des sahraouischen Volkes
- Respekt vor die Hilfe der Andalusier den Kindern der Lager gegenüber
- Die Front Polisario bezweckt damit, die Sympathie der Andalusier dies gegenüber zu gewinnen
- Die Hilfe soll alle Sahraouis umfassen, seien sie in den Lagern oder im marokkanischen Süden
- Die Front Polisario ist nicht die alleinige Vertreterin der Saharaouis
- Die Leiden in den Lagern machen eine politische dauerhafte Lösung erforderlich, die humanitäre Hilfe konstituiert keine Lösung des Problems

 - Die Autonomie ist die alleinige Lösung für diesen Konflikt
- Die Akteure in Andalusien sollen zwischen Corcas und Polisario vermitteln
- Die Autonomie ist eine historische Versöhnung
- Die Autonomie ist ein Sieg für alle Parteien
- Corcas arbeitet an der Vorbereitung eines Autonomieprojekts, das Marokko den vereinten Nationen unterbreiten wird
- Die Front Polisario ist eine politische militärische dogmatische Bewegung
- Wir möchten, dass die Front Polisario sich in eine politische pragmatische und realistische Bewegung verwandelt

Herr Manuel Garcia Navaro hat seinen Willen zum Ausdruck gebracht, die Zusammenarbeit zwischen Andalusien und dem marokkanischen Süden zu verfestigen und sich Mühe darum zu geben, um den Dialog zwischen Polisario und Corcas zu realisieren.

Der Präsident der Parlamentsfraktion der sozialistischen Partei in Andalusien

Manuel Garcia Farro: wir sind bereitwillig, dazu zu verhelfen, die Saharafrage zu lösen



Herr Manuel Garcia Farro, Präsident der Fraktion des Parlaments der sozialistischen Partei in Andalusien hat am Ende seiner Zusammenkunft mit einer Delegation des Corcas in einer Presseerklärung gesagt, welche einen Besuch Andalusien abstattet, um den Inhalt des marokkanischen Vorschlages zur Lösung des Saharakonflikts zu erläutern, dass „der Besuch sehr nützlich gewesen ist, denn er hat ermöglicht, Ansichtspunkte in ehrlicher und seriöser Weise auszutauschen.“

Er hat hinzugefügt: „Ich möchte sagen, dass die parlamentarische sozialistische Fraktion im andalusischen Parlament der Lage und dem Problem in der Sahararegion bewusst ist, wir möchten, dass eine Lösung dafür gefunden wird, die in Übereinstimmung mit der internationalen Legalität steht und die von allen Parteien akzeptiert wird, eine Lösung, die im Interesse der Sahraouis steht und die ihnen das würdige Leben garantiert. Wir sind bereitwillig, in dieser Hinsicht zu kooperieren und Hilfe diesbezüglich zu leisten, wir hegen den Wunsch, dass noch mehr Bemühungen geleistet werden, um die Transparenz und die Aufgeschlossenheit zwischen dem marokkanischen und dem andalusischen Volk zu fördern, um Kenntnis davon in präziser Weise zu nehmen“.

Die Delegation des Rates begegnet Rechtsprofessoren der Universität Pablo De Olavide in Sevilla





Eine Delegation des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten ist am Montag in Sevilla Rechtsprofessoren der Universität Pablo Di Olavide begegnet und dies im Rahmen des Besuchs, den die Delegation Andalusien abstattet, um den Inhalt des marokkanischen Vorschlages zur Lösung des Saharakonflikts zu erläutern.

 Das Wort ergriff der Präsident, um Aufschluss über Corcas zu geben und um folgende Elemente zu behandeln:

- Die Erinnerung an die Begegnungen der marokkanischen Delegation mit den spanischen Verantwortlichen und dass der Besuch darauf abzielt, sich von der spanischen Erfahrung im Bereich der Autonomie zu inspirieren, da Spanien geographisch gesehen dem marokkanischen Süden am nächsten liegt
- Die Erinnerung an den Besuch der Delegation des Corcas in Madrid und an den Inhalt dieser Begegnung
- Die Autonomie ist der alleinige Ausweg für den Saharakonflikt
- Das Saharaproblem gefährdet die Stabilität in der Region und behindert die Konstruktion des arabischen Maghrebs
- Die Erfahrung des Krieges hat menschliche Katastrophen hinterlassen
- Scheitern des Friedensplans der vereinten Nationen auf der Basis der Identitätsidentifizierung, da nun er in keinem Konflikt in der Welt angewandt wurde
- Der Friedensplan macht die Veränderung der Grenzen der Länder Marokko, Algerien, Mali und Mauretanien erforderlich
- Anerkennung der vereinten Nationen in ihrem Bericht vom letzten April die Unmöglichkeit der Anwendbarkeit des Referendums und die Notwendigkeit der Verhandlung, um eine Lösung zu finden, die alle Parteien zufrieden stellt
- Die Region steht vor zwei Wahlen: stehenbleiben, andauern der menschlichen Katastrophe in den Lagern, Behinderung der Konstruktion des arabischen Maghrebs und dessen Verschwächerung in seinen Beziehungen mit den vereinigten Staaten und der europäischen Union, die Anarchie und die Abwesenheit der Ordnung und Anwachs des schwarzen Handels in all seinen Formen: mit den Menschen, mit Waffen, Drogen und der Terrorismus
- Anwendung der politischen Lösung die Marokko in der Form der Autonomie vorgebracht hat
- 25.03.2006 Ernennung durch den König der Mitglieder des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten
- Ziel des Rates: Vorbereitung einer Vision der Söhne der Sahara bezüglich des Autonomieprojekts
- Der König Marokkos ist ein junger König und aspiriert danach, die politischen und administrativen Infrastrukturen Marokkos zu modernisieren zwecks eines modernen und demokratischen Staates
- Die Autonomie ist keine einfache Sache, und dies auf Grund ihrer Folgen auf die Institutionen des Staates und da nun Marokko ein zentralisierter Staat ist
- Einfluss des Autonomieprojekts auf die übrigen Regionen des Königreichs
- Die Autonomie steht der Versöhnung gleich und ist eine Lösung, die alle Parteien zufrieden stellt
- Die Front Polisario soll ihre dogmatische Politik aufgeben und soll realistisch und pragmatisch werden
- Der Separatismus ist nicht möglich
- Abhaltung der 1. außerordentlichen Session des Corcas am letzten 25.-26.-27. Mai, wo der Inhalt der Autonomie als neues Element behandelt wurde, am 1. Tag wurde dieses Thema ängstlich angeschnitten, während am 2. Tag die Mitglieder ihre Meinung diesbezüglich mit aller Freiheit geäußert haben

 - Der königliche Konsultativrat für Saharaangelegenheiten ist eine ernannte und nicht erwählte Institution
- Trotz der Ernennung umfasst der Rat 141 Mitglieder, die die differenten Stämme und die differenten Generationen Frauen und Männer vertreten, es handelt sich um eine Repräsentativität der sahraouischen Gesellschaft mit all ihren Komponenten
- Die Notwendigkeit des Sichinspirierens von den internationalen Erfahrungen im Bereich der Autonomie und insbesondere von der spanischen Erfahrung, die Marokko geographisch am nächsten liegt, und dieses Sichinspirieren in Konformität mit den marokkanischen Besonderheiten zu bringen
- Konsultation seiner Majestät des Königs die politischen marokkanischen Parteien, seien sie die Regierungsparteien oder die Parteien der Opposition
- Die Notwendigkeit, dass die politischen Akteure, Politiker und Akademiker, ihre Unterstützung und Hilfe leisten, um zu einer verhandelten Lösung mit unseren Brüdern innerhalb der Front Polisario zu gelangen
- Die Autonomie ist ein wirtschaftlicher Aufschwung für die benachbarte Region der marokkanischen Sahara, das Element Zeit ist sehr wichtig in dieser Frage
- Die Front Polisario ist eine militärische politische Bewegung
- Marokko respektiert die Menschenrechte
- Es besteht keine Verstoßung gegen die Menschenrechte in Laâyoune, es gibt Auseinandersetzungen zwischen einer jungen Minderheit, die mit den Separatisten sympathisieren, und den Sicherheitsdiensten, die manchmal eintritt, um die Ordnung zu schützen
- Instrumentalisierung der Front Polisario diese Ereignisse in ihrer Propaganda als Verstoßung gegen die Menschenrechte im marokkanischen Süden
- Der große Unterschied zwischen der Wahrheit und der Propaganda
- Die Realität der Menschenrechte in Tindouf, die Abwesenheit der Ausdruckfreiheit, der Bewegungsfreiheit und des würdigen Lebens für die Bewohner der Lager
- Die Versöhnung macht die Vergangenheit vergesslich und ist die Abfassung einer neuen Seite

Die Diskussion zwischen den Professoren und dem Präsidenten wurde eröffnet, welcher die folgenden Elemente erläutert hat:

- der Corcas steht nicht der Autonomie gleich, es handelt sich um eine ernannte und nicht erwählte Institution.
- Die Autonomie ist ein politisches System mit einem Parlament und einer Exekutivgewalt
- Der Besuch in Spanien zielt darauf ab, sich von der Erfahrung ihrer autonomen Regierungen zu inspirieren
- Die politische Lösung des Konflikts wird in Konformität mit der internationalen Legalität stehen und wird eine definitive und realistische Lösung sein
- Jegliche andere Lösung wird die Krise andauern lassen
- Marokko ist ein demokratisches Land, dennoch, seine demokratische Erfahrung ist nicht mit der demokratischen Erfahrung in Europa vergleichbar. Die Veränderungen, die Marokko erfährt, sollen mit dem verglichen werden, was sich im afrikanischen Kontinent und in der arabisch-islamischen Welt ereignet.

 - Das Referendum in der Sahara ist nicht anwendbar weder politisch noch technisch
- Die Spanier sollen mit allen Saharaouis ohne Ausnahme umgehen, ihre Hilfe soll nicht nur der Front Polisario zugedacht werden
- Der König hat nicht die Regierung und keine Administration damit beauftragt, das Problem zu lösen, er hat die Söhne der Region über den Rat damit beauftragt, das Projekt der Autonomie vorzubereiten, um die Sahraouis zu wieder gut machen und um die Versöhnung mit der Geschichte zu bewerkstelligen
- Die Front Polisario ist eine dogmatische militärische Bewegung, die Welt hat sich verändert, Polisario ist aber im Alten steckengeblieben
- Die Demokratie in Marokko ist eine unumgängliche Option
- Die Zivilgesellschaft ist aktiv in Marokko und benötigt nur die Hilfe und die Unterstützung
- Das System seiner Majestät des Königs Mohamed VI hat nichts zu tun mit dem System Hassan II; der junge König hat mit dem Protokoll abgebrochen, hat die Prinzipien der Demokratie und der Freiheit verankert, hat der Frau Rechte eingeräumt und zum ersten Mal der Geschichte der marokkanischen König macht das marokkanische Volk Bekanntschaft mit der Ehegattin des Königs
- Algerein behauptet, nicht Partei am Konflikt zu sein und wir rufen es dazu auf, sich dafür zu verwenden, dieses Problem zu lösen
- Das Problem der Sahara behindert die Konstruktion des arabischen Maghrebs und die Interessen seiner Völker

Seinerseits, hat Herr Manuel José Pierra, Professor für Allgemeinrecht an dieser Universität, erklärt: „dank der wirtschaftlichen Ressourcen und mit Hilfe der marokkanischen Regierung wird es eine Autonomie in der Region geben, die im Stande ist, die Stabilität und die Demokratie sowie die Sicherheit in der Sahararegion zu realisieren“.

Erklärung des Herrn Manuel José Tirol Pierra, Professor für Allgemeinrecht an der Universität Pablo De Olavide in Sevilla  



Herr Manuel José Tirol Pierra, Professor für Allgemeinrecht an der Universität Pablo De Olavide in Sevilla, hat am Ende einer Begegnung mit der Delegation des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten am Montag erklärt, dass „dank der wirtschaftlichen Ressourcen und mit Hilfe der marokkanischen Regierung es möglich sein wird, die Stabilität, die Demokratie und die Sicherheit in der Sahararegion zu realisieren“.

Herr Manuel José Tirol Pierra gehört zu den Rechtsprofessoren an der Universität Pablo De Olavide, die der Delegation des CORCAS im Rahmen des Besuchs begegnet sind, den die Delegation Andalusien vom 05. bis zum 07. Juni abstattet, um den Inhalt des marokkanischen Vorschlages zur Lösung des Saharakonflikts zu erläutern.         

 Die Begegnung der Delegation des Rates mit dem Beauftragten mit den AB in der spanischen linken Einheitspartei in Andalusien



Eine Delegation des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten hat sich am Dienstag mit Herrn Antonio Casayano, beauftragt mit den auswärtigen Beziehungen der spanischen linken Partei, versammelt und dies im Rahmen des Besuchs, den die Delegation Andalusien vom 05. bis zum 07. Juni abstattet, um den Inhalt des marokkanischen Vorschlages zur Lösung des Saharakonflikts zu erläutern.

Herr Antonio Casayano hat am Ende seiner Zusammenkunft mit der Delegation des Corcas erklärt: „Wir haben unseren Ansichtspunkt und unsere Bereitwilligkeit geäußert, zu kooperieren, den Wunsch hegend, dass die Sahraouis in Stabilität und im Frieden in ihrem Land leben“.

Der Präsident des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten fordert die Andalusier ...



Herr Khalihenna Ould Errachid, Präsident des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten, hat am Montag die politischen Kräfte und die Zivilgesellschaft in Andalusien dazu aufgefordert, den Vorschlag der Autonomie in den Sudprovinzen zu unterstützen, „der den Ansprüchen der Sahraouis Folge leistet“, seinen Ansprechpartnern im andalusischen Parlament sagend: „wir sind gekommen auf der Suche nach der Unterstützung des Parlaments, der Regierung und des Volkes Andalusiens für diese Konsenslösung“. Der Präsident des königlichen Konsultativrates  für Saharaangelegenheiten hat hinzugefügt: „wir möchten, dass Spanien, dessen Autonomie Erfolg in Europa erfährt, uns dazu verhilft, Polisario zu überzeugen, den Dialog zu akzeptieren und den Dogmatismus loszuwerden, wovon sie sich seit ihrer Gründung kennzeichnet, und der keine Lösung für die Sahara und für den arabischen Maghreb präsentiert hat“.

Er hat hinzugefügt, dass der marokkanische Vorschlag „eine sehr moderne Form der Selbstbestimmung darstellt, die den Separatismus ablehnt“, darauf hinweisend, dass diese Lösung „den politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Ansprüchen der Sahraouis Folge leistet“ und andererseits, dass wenn keine Lösung für dieses Problem gefunden wird, dass es neben der illegalen Auswanderung aus Ländern der Subsahara ein Pulverfass wird, der nicht nur auf die Länder der Region, sondern auch auf Europa zum Überlaufen kommen wird“.

In einem Pressetreffen hat Herr Ould Errachid hervorgehoben, dass der königliche Konsultativrat für Saharaangelegenheiten, der seine erste Versammlung in Rabat abgehalten hat, sich momentan darauf konzentriert, das Projekt der Autonomie auszuarbeiten und in Erwiderung auf eine Frage bezüglich der „propolisarischen Aktivitäten in Laâyoune“, hat Herr Ould Errachid versichert, dass „diese Jugendlichen in der Sahara ein Stolz für Marokko sind, denn dies ist ein Beweis, dass die Meinungsfreiheit Allen garantiert wird, sein Bedauern äußernd, dass diese Freiheit völlig in den Lagern von Tindouf abwesend ist“.

Die Delegation des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten hatte am Montag im Sitz des regionalen Parlaments in Andalusien dem Präsidenten und dem Sprecher der sozialistischen Gruppe innerhalb dieser Institution Herrn Manuel Garcia Navaro begegnet, der die Autonomie in der Provinz Andalusien begrüßt hat, und die der Region im Süden Spaniens ermöglicht hat, riesenhafte Schritte auf dem Weg der Entwicklung und des Fortschritts zu unternehmen, die Hoffnung hegend, dass man sich von diesem Modell in der Sahara inspiriert.

 Herr Navaro, der die Versammlung mit den Mitgliedern des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten als „sehr positiv“ beschrieben hat, hat in einer Erklärung der MAP versichert, dass die sozialistische Partei „eine von allen Parteien akzeptierte Lösung“ für den Saharakonflikt unterstützt, „eine Lösung, die ermöglichen wird, den Fortschritt für diese Region und für ihrer Bewohner zu realisieren“.

Herr Navaro hat daneben gesagt: „die Autonomie hat zu der Entwicklung und zum Fortschritt Andalusiens geführt und ich hege die Hoffnung, dass dasselbe für die Sahara geschieht, damit die Lage ihrer Bewohner sich verbessert“. Die Delegation des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten hatte am Freitagnachmittag an der Universität Pablo Olavide in Sevilla einer Gruppe von universitären Professoren und Juristen begegnet, denen Herr Ould Errachid ein Expose über die Aufgaben des Rates und über die Ziele der Autonomie in den Sudprovinzen erstattet hat.

Der Besuch der Delegation des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten wird Fortgang am Dienstag nehmen Die Delegation wird Versammlungen mit politischen Akteuren in Andalusien abhalten. Ihr Besuch geht mit einer Begegnung mit dem Präsidenten der lokalen Regierung Herrn Manuel Chavez zu Ende. Die Delegation wird Morgen Mittwoch seine Kontakte in Malaga mit anderen politischen Akteuren in Andalusien fortsetzen. Der Besuch dieser Delegation in Andalusien fällt in den Rahmen einer Tournee in Spanien, die sie Anfang Mai nach Madrid und letzte Woche in die kanarischen Inseln geführt hat.                                                                              

Die Begegnung der Delegation des Rates mit dem GS der andalusischen Partei

Julian Alvarez: Die marokkanische Initiative zur Gewährung einer Autonomie der Sahara ist „vernünftig mit allen Maßstäben“



Eine Delegation des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten hat sich am Dienstag mit Herrn Julian Alvarez, dem Generalsekretär der andalusischen Partei, versammelt und dies im Rahmen des Besuchs, den die Delegation Andalusien vom 05. bis zum 07. Juni abstattet, um den Inhalt des marokkanischen Vorschlages zur Lösung des Saharakonflikts zu erläutern.

Herr Julian Alvarez hat erachtet, dass die marokkanische Initiative zur Gewährung der Autonomie der Sahararegion „mit allen Maßstäben vernünftig“ ist.

 Er hat in einer Presseerklärung gesagt: „Wir stehen im Glauben, dass diese Initiative mit allen Maßstäben vernünftig ist, dass sie dem Volk das Recht garantiert, sich auszudrücken und dass sie einen sehr wichtigen Schritt darstellt.“

Aktivitäten des CORCAS in Malaga

Der Bürgermeister von Malaga empfängt die Delegation des CORCAS

Francisco Parados: ich hoffe, dass Polisario die Autonomie akzeptiert, um die Interessen der Völker der Region zu wahren 

 

Der Bürgermeister von Malaga hat in einer Begegnung am Mittwoch mit einer Delegation des Corcas unter der Leitung des Herrn Khalihenna Ould Errachid seine Unterstützung der Autonomieinitiative gegenüber geäußert, die dazu aufruft, eine definitive Lösung über den Dialog und den Konsens für diesen Konflikt zu finden.

Herr Francisco Parados hat in einer Anrede am Ende der Anrede des Herrn Khalihenna Ould Errachid gesagt, dass es im Interesse Malagas steht, dass die Stabilität Marokkos nicht gefährdet wird, eine Stabilität, die nicht ohne eine definitive Lösung des Saharakonflikts bewerkstelligt werden kann, die Hoffnung hegend, dass Polisario die Autonomie akzeptiert, und dies als Lösung, die die Interessen aller Völker des Mittelmeeres wahrt, was den Frieden und die Sicherheit anbetrifft.

Er hat seine unbedingungslose Unterstützung Marokko und seiner Politik in der Saharafrage geäußert, sich dazu verpflichtend, eine effiziente Rolle im Prozess der Beendigung dieses Problem zu spielen und dies über die Annäherung der Ansichtspunkte der Parteien.

Er hat auch auf die ausgezeichneten Beziehungen zwischen Malaga und Marokko hingewiesen und dies angesichts der gemeinsamen Geschichte und der geographischen Nachbarschaft.

Die Delegation des Corcas begegnet dem Präsidenten des regionalen Rates von Malaga

Eine Delegation des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten ist am Mittwoch dem Präsidenten des regionalen Rates in Malaga begegnet und dies im Rahmen des Besuchs, den die Delegation Andalusien vom 05. bis zum 07. Juni abstattet, um den Inhalt des marokkanischen Vorschlages zur Lösung des Saharakonflikts zu erläutern.

Der Präsident des regionalen Rates in Malaga hat am Ende seiner Zusammenkunft mit der Delegation des Corcas erklärt: „ich wünsche viel Erfolg dem königlichen Konsultativrat für Saharaangelegenheiten, der von seiner Majestät dem König Mohammed VI gegründet wurde, der danach aspiriert und den Willen aufbringt, den Konflikt zu lösen, nach der Sicherheit, dem Frieden und dem Stabilität zu suchen und alle Sahraouis im Rahmen einer weitgehenden Autonomie zu integrieren. Ich stehe im Glauben, dass jegliche Person respektiert und unterstützt werden soll, die einen solchen gutgläubigen Willen aufbringt“.

Die Delegation des Corcas begegnet dem Präsidenten des Landesrates von Manilba

Salvador Zanato: der marokkanische Vorschlag ist wichtig und öffnet Tor und Tür für den Frieden und den Dialog

 

Eine Delegation des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten hat sich am Mittwoch mit Herrn Salvador Zanato, Präsidenten der Stadtverwaltung Manilba (Süden Malagas) im rahmen des Besuchs, den die Delegation der Region abstattet, versammelt, um den Inhalt des marokkanischen Vorschlags zur Lösung des Saharakonflikts zu erläutern und Aufschluss über das Muster der Autonomie in dieser Region zu erhalten, die wirtschaftlich, menschlich und geschichtlich Marokko sehr am nächsten steht.

 Am Ende dieser Begegnung hat Herr Salvador Zanato eine Presseerklärung über den marokkanischen Vorschlag zur Gewährung der Autonomie der Sahararegion gegeben, den er als „wichtig“ qualifiziert hat, erläuternd: „dieser Vorschlag ist ein wichtiger Vorschlag, öffnet Tür und Tor für Frieden und Dialog und garantiert den politischen Fortschritt, mit dem Ziel zu einer definitiven Lösung für diesen Konflikt zu gelangen“.

Der andalusische Verantwortliche hat bezüglich des Besuchs der Delegation des Corcas erklärt: „ich bedanke mich für den Besuch der Delegation und ich bedanke mich dafür, dass ihre Wahl auf unsere Region gefallen ist, um diese Begegnung abzuhalten. Ich wünsche ihr viel Glück und hoffe, dass dieser neuer politische Prozess den Frieden und den Dialog förderlich macht“.

Die Delegation des Rates in einer Pressekonferenz in Sevilla

Khalihenna: die Front Polisario befindet sich in einer schwierigen Situation und ihre Realität entspricht nicht den internationalen Veränderungen

Herr Khalihenna Ould Errachid und die ihn begleitende Delegation haben am Montag in Sevilla eine Pressekonferenz im Rahmen des Besuchs, den die Delegation Andalusien abstattet, abgehalten, und dies um den marokkanischen Vorschlag zur Lösung des Saharakonflikts zu erläutern.

Der Präsident des Rates hat in dieser Konferenz die folgenden Themen behandelt:

- der CORCAS: eine königliche Institution, die von seiner Majestät dem König am 25.03.2006 in Laâyoune ernannt wurde und die sich aus 141 Mitgliedern zusammensetzt, die die differenten sahraouischen Stämmen, die politischen und gewerkschaftlichen Akteure und einige ehemalige politische Gefangene vertritt. Es handelt sich um eine ernannte und nicht um eine erwählte Institution entsprechend der Traditionen im marokkanischen Süden. Ihre Hauptaufgabe liegt darin, eine Lösung für den Saharakonflikt zu finden und dies über eine Politik der Versöhnung mit unseren Brüdern in der Front Polisario.      
- Die Autonomie ist eine definitive Lösung für dieses Dossier und wird vom Marokko im Oktober den vereinten Nationen unterbreitet
- Die Autonomie ist ein fortgeschrittenes und bekanntes System in Spanien
- Die Autonomie befriedigt die historischen Ansprüche der sahraouischen Bevölkerung und schützt die Besonderheiten der Sahraouis als Komponente des marokkanischen Volkes, die eine Prämierolle in der marokkanischen Geschichte eingenommen haben
- Die Erfahrungen der Autonomie sind vielfältig in der Welt (Spanien, Deutschland, Belgien…) als eine Form der Selbstbestimmung und nicht des Separatismus
- Die Autonomie ist eine Form der Demokratie, der Beteiligung und der Integration innerhalb des Mutterlandes
- Eine kurze Zusammenfassung über die Etappen, die der Konflikt überquert hat: die Option des Krieges und dessen katastrophalen Folgen, der Friedensplan und dessen Unanwendbarkeit, da nun er eine Veränderung der Grenzen der Länder der Region erforderlich macht

 - Der marokkanische König Mohammed VI bezweckt die Modernisierung Marokkos und zur gleichen Zeit möchte die Besonderheiten Marokkos schützen. Er strebt nach einer Lösung des Saharakonflikts über die Gewährung der Region und deren Bewohnern eine demokratische und partizipative Autonomie, die die sahraouischen Besonderheiten schützt und zur gleichen Zeit die nationale Souveränität garantiert
- Erinnerung an den Besuch der Delegation des Corcas in der spanischen Hauptstadt Madrid und an dessen Zusammenkünfte mit den Akteuren, den politischen Entscheidungsträgern, den Gewerkschaften und den Instituten für strategische Studien
- Der momentane Besuch fällt in den Rahmen des Sichinspirierens aus den internationalen Erfahrungen im Bereich der Autonomie und insbesondere aus der spanischen Erfahrung als Muster der Einheit, der inneren Solidarität und der wirtschaftlichen, sozialen, und kulturellen Entwicklung
- Der Besuch ist bisher mit Erfolg gekrönt
- Dieser Besuch ist auch eine Gelegenheit, um unseren Brüdern in Spanien dazu aufzurufen, um Druck auf Polisario auszuüben, damit sie den Dialog und die Verhandlung akzeptiert
- Wir rufen unsere Brüder in der Front Polisario dazu auf, die Dogmatik aufzugeben und sich einer realistischen pragmatischen Politik zu bedienen
- Die Realität der Region macht eine Losung erforderlich, auf Grund der Herausforderungen, die sie gefährdet wie die illegale Auswanderung und der Handel in all seinen Formen
- Wir streben nach der Stabilität der Region, denn sie kann sich in einen Pulverfass verwandeln
- Die Autonomie ist eine Errungenschaft und ein Sieg für Alle: Marokko, in dem es seine territoriale Integrität schützt, Algerien, in dem es ehrenhaft davon kommt, die Saharaouis, inbegriffen die Front Polisario, in dem sie ihre legitimen und historischen Ansprüche befriedigen

Die Medien haben ihrerseits folgende Punkte behandelt:

- Die Etappen, die Corcas in der Vorbereitung des Autonomieprojekts überquert hat
- Die Situation der Front Polisario und ihre momentane Position
- Die Maßstäbe der Autonomie
- Die Position der politischen Parteien in Spanien
- Die Position der spanischen sozialistischen Arbeiterpartei gegenüber der nationalen Frage
- Die Aktivität der Polisario in Laâyoune
- Der Corcas und die Repräsentativität der Saharaouis
- Der König und Corcas
- Die Anforderungen an die spanischen politischen Kräfte
- Das Referendum der Selbstbestimmung
- Die Teilnahme des Corcas an der Vorbereitung des Autonomieprojekts
- Die humanitäre Hilfe in den Lagern

In Erwiderung auf diese Fragen hat der Präsident auf die folgenden Punkte hingewiesen:

 - die außerordentliche Session des Corcas am 25.-26.-27. Mai 2006, die das Autonomieprojekt diskutiert hat und wo 141 Mitglieder des Rates ihre Position und ihren Ansichtspunkt diesbezüglich gegeben haben. Diese Session war eine offene Session und beinhielt alle Elemente des Projekts, das wir seiner Majestät dem König im nächsten September unterbreiten werden. Dieses Projekt schließt niemanden aus, inbegriffen die Brüder in der Front Polisario, die wir hoffen, dass sie an Vorbereitung dieses Projekts teilnehmen werden.
- In Bezug auf die Front Polisario, befindet sie sich in einer schwierigen Situation und ihre Realität entspricht nicht den internationalen Veränderungen, sie ist eine dogmatische Bewegung mit einer einmaligen Partei und einer einmaligen Meinung und vermischt zwischen dem Politischen und dem Militärischen

- Die Front Polisario vertritt nicht alle Saharaouis
- Wir möchten mit ihr verhandeln und wir möchten, dass sie eine politische pragmatische und realistischere Partei wird. Die Lage der Bewohner der Lager ist eine Besorgniselement, 30 Jahre lang haben sie Armut und Leiden akkumuliert
- Die Maßstäbe der Autonomie entsprechen den internationalen Maßstäben, was die Verteilung der Kompetenzen zwischen der Zentralgewalt und der Institutionen der Autonomie
- Die Elemente der Souveränität sind deutlich und die übrigen Kompetenzen sind diskutierbar
- Wir rufen die spanischen politischen Parteien dazu auf, zu vermitteln und uns zu verhelfen, sich am Tisch der Verhandlungen mit unseren Brüdern innerhalb der Polisario zu setzen
- Unsere Versammlung mit der spanischen sozialistischen Arbeiterpartei war sehr positiv und sie haben uns versprochen, uns in unserem Anliegen zu unterstützen
- Die ausgezeichneten Beziehungen zwischen Spanien und Marokko
- Die Jugend in Laâyoune bringen ihre separatistischen Ideen in aller Offenheit zum Ausdruck, sie bewegen sich in aller Freiheit innerhalb und außerhalb Marokkos wie Aminatou Haidar und Ali salem Tamek, sie sind eine Minderheit, 40 Personen davon haben sich mit der Gesandtin für Menschenrechte der vereinten Nationen versammelt, die kürzlich Laâyoune Besuch abgestattet hat, und den Schluss gezogen hat, dass es keine Einschränkung der Meinungsfreiheit gibt; die Sahraouis in den Lagern von Tindouf leben in unmenschlichen Bedingungen in Abwesenheit der Meinungsfreiheit, keiner kann Kritik an der Politik der Front ausüben, die Mehrparteilichkeit und die Presse sind abwesend, die Frage, die aufgeworfen werden kann, warum verlautet die spanische Presse, die die Demokratie und die Menschenrechte verheiligt, kein Wort über die schwerfälligen Verstoßungen gegen die Menschenrechte in den Lagern von Tindouf zu einem Moment, wo diese Region von dem Rest der Welt abgekapselt wird?
- Die Frage der Repräsentativität ist einleuchtend, die Bewohner der Lager umfassen ein Drittel der sahraouischen Bevölkerung, während zwei Drittel davon im Königreich lebt.
- Der Corcas steht nicht der Autonomie gleich, es handelt sich um eine königliche Institution, die sich dafür verwendet, die objektiven Bedingungen der Realisation der Autonomie zur Verfügung zu stellen.
- Corcas ist eine ernannte und keine erwählte Institution
- Wir streben nach einer Autonomie mit internationalen Normen, einer Autonomie, die die Demokratie und die Menschenrechte in Rücksicht nimmt und die in Übereinstimmung mit den marokkanischen Besonderheiten steht
- Der große Einfluss der Autonomie auf die Modernisierung des marokkanischen Staates

 - Dieser Besuch und alle anderen Besuche streben danach, die Konzertation mit unseren Nachbarn zu verfestigen, um den Prozess der Verhandlungen mit unseren Brüdern in den Lagern vorwärts zu bringen
- Das Referendum ist unanwendbar, weder politisch noch technisch
- Die Autonomie adressiert sich an alle Sahraouis, inbegriffen an die Polisario
- Wir haben Korrespondenz mit zahlreichen Vereinigungen aufgenommen, die Polisario unterstützen und mit ihr sympathisieren, diese Vereinigungen sind nicht neutral
- Wir rufen dazu auf, Umgang mit allen Saharouis ohne Ausnahme zu haben

Fernsehtreffen des Präsidenten des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten mit ...



Anbei der Volltext des Treffens des Präsidenten des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten mit der Fernsehkette Canal Sur:

Vorstellung der Moderatorin: guten Morgen, liebe Zuschauer, es besteht einen Konflikt, der den Andalusiern im Besonderen und den Spaniern im Allgemeinen ihren Herzen am nächsten steht, wir sprechen über den Saharakonflikt, wofür eine Lösung nicht gefunden wurde. Die vereinten Nationen haben Vorschläge vorgebracht und Initiativen unternommen. Die Front Polisario hält an der Selbstbestimmung fest. Es gibt auch die Initiative des Königs Marokkos Mohammed VI, der den königlichen Konsultativrat für Saharaangelegenheiten geschaffen hat, um zu einer Lösung zu gelangen, die den vereinten Nationen im nächsten Oktober präsentieren wird. Wir werden über die Saharafrage und über den Konflikt mit dem Präsidenten des königlichen Konsultativrates sprechen.

Die Moderatorin: Herrn Khalihenna Ould Errachid, guten morgen.

Khalihenna Ould Errachid: guten morgen

Die Moderatorin: die Journalistin Theresa Herrera wird uns in diesem Interview begleiten und wir werden mit dem Vorschlag, den Sie vorbringen werden, anfangen.

Khalihenna Ould Errachid: ja, dieser Konflikt hat lange angedauert. Es ist höchste Zeit, eine angemessene Lösung für diesen Konflikt zu finden. Seine Majestät der König hat kolossale Reformen auf der politischen, wirtschaftlichen und demokratischen Ebene unternommen, er hat auch die Autonomie als demokratische Lösung vorgeschlagen, die in Übereinstimmung mit der internationalen Legalität steht und die den Sahraouis ihre politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte garantiert, mit anderen Worten eine eigene Entität für die Sahraouis innerhalb des marokkanischen Königreichs schaffen, alle vorgängigen Pläne haben keine Ergebnisse nach sich gezogen und haben gescheitert, das Problem zu lösen, der Krieg und das Referendum bezüglich der Selbstbestimmung.

Die Moderatorin: es besteht einen Widerspruch in den Erklärungen, während Sie dazu auffordern, dass die Front Polisario sich dem Rat und seiner Dynamik anschließt, hält sie an der Selbstbestimmung fest. Die Lösung wird nicht einfach sein?

 Khalihenna Ould Errachid: selbstverständlich, die Lösung wird einerseits nicht einfach sein und andererseits einfach sein. Dieser Rat setzt sich aus Sahraouis zusammen, sie wollen diesem Konflikt ein Ende setzen, der viele Leiden hinter sich hinterlassen hat, wir wollen nicht, dass die Sahraouis für immer in den Lagern bleiben, alle Visionen auf dem Tisch haben keine Ergebnisse erbracht, was die vereinten Nationen bestätigt haben. Und aus dieser Sackgasse herauszukommen, bleibt die Autonomie die beste Lösung, die Autonomie wird in Spanien, in Italien und in anderen europäischen Ländern angewandt, ich stehe im Glauben, dass sie eine fortgeschrittene Form der Selbstbestimmung ist, die den Separatismus nicht zulässt, die Autonomie ist die beste Art und Weise, um den politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Ansprüchen der Sahraouis Folge zu leisten.

Die Journalistin Theresa Herrera: wir möchten wissen, warum Sie die Autonomie als Wunder betrachten?

Khalihenna Ould Errachid: dieses Projekt ist neu in Marokko und wird von Grund auf das Königreich Marokko verändern. Die Autonomie wird die demokratische Operation in diesem Land beschleunigen und wird ermöglichen, das Land in transparenter Weise auf der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Ebene zu verwalten. Die Autonomie wird ein Muster sein, dem Afrika, die arabische und islamische Welt folgen werden. Ich stehe im Glauben, dass die Autonomie eine Wunderlösung ist, alle Parteien werden als Sieger davon kommen, alle Sahraouis, denn sie garantiert ihnen ihre Rechte, Marokko, denn es wird seine Souveränität beibehalten, Algerien, denn es wird erhobenen Kopfes davon kommen und die internationale Gemeinschaft, denn sie wird aus einem Konflikt herauskommen.

Die Moderatorin: das behaupten Sie, warum kann die andere Partei dies nicht deutlich sehen?

Khalihenna Ould Errachid: die andre Partei, das ist unsere Brüder und unsere Kusins, wir sind eine gemeinsame Familie, die Front Polisario ist keine demokratische Bewegung, die Front Polisario ist eine politische militärische Bewegung, die in den 70er Jahren ergründet wurde, sie ist keine politischen Veränderungen durchlaufen, um eine pragmatische Bewegung zu werden, die die Mehrparteilichkeit akzeptiert, die Front Polisario ist eine dogmatische Bewegung, die Lage in den Lagern ist schlecht, und die Bewohner der Lager werden die Front Polisario dazu bewegen, zu verhandeln, es besteht keinen anderen Ausweg.

Die Moderatorin: auch die Front beschreibt Marokko als dogmatisch?

 Khalihenna Ould Errachid: nein, Marokko hat die Autonomie vorgeschlagen, denn es besteht keine andere Lösung, wir sollen dies mit aller Offenheit sagen, der Krieg ist eine große Katastrophe, das Referendum ist unmöglich, die vereinten Nationen haben den Schluss davon gezogen, das Referendum ist unerreichbar, das sahraouische Volk befindet sich nicht nur in der Region die dem spanischen Protektorat unterstand, das sahraouische Volk ist auf Mali, Mauretanien und Algerien aufgeteilt, und um ein gerechtes Referendum zu organisieren, erfordert dies die Abänderung der Grenzen dieser Länder. Alle Länder der Welt lehnen es ab, die Grenzen abzuändern. Wir sollen also einen Ausweg für diese Krise finden, der den internationalen Normen entspricht, die Autonomie steht in Übereinstimmung mit der internationalen Legalität und mit der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Freiheit der Sahraouis sowie mit der Wahrung unserer Besonderheiten, die Bestandteil der Identität des Königreichs Marokkos sind. Marokko hat bis jetzt diese Initiative vorgebracht, Polisario soll sich dieser Initiative anschließen und bezüglich dieser Lösung verhandeln, anstatt sich hinter alten Ideen zu verbergen.

Theresa Herrera: die gesamte Welt sucht nach Konsens. Welche Zugeständnisse wird Marokko machen?

Khalihenna Ould Errachid: die Autonomie ist eine Veränderung für Marokko und eine erstmalige Sache. Mohammed VI möchte Marokko verändern, um das Saharaproblem zu lösen. Darin liegt der größte Konsens, mit anderen Worten die politische, administrative und demokratische Veränderung, um das Saharaproblem zu lösen. Die Front Polisario soll realistisch sein, es besteht keinen anderen Ausweg als die Autonomie.

Theresa Herrera: kann man die Selbstbestimmung als Ausweg betrachten oder ist die Autonomie der alleinige Ausweg?

Khalihenna Ould Errachid: Sie leben in Andalusien, Sie wissen, dass die Autonomie eine Form der Selbstbestimmung ist, es handelt sich um eine Verteilung der Prärogativen zwischen den Institutionen der Autonomie und der Zentralgewalt. Die Autonomie ermöglicht, Erfahrungen zu erlangen und die politische sowie wirtschaftliche Reife zu erreichen, mit anderen Worten, die Autonomie ist eine politische Errungenschaft, sobald sie die Rechte der Sahraouis im Rahmen der marokkanischen Souveränität garantiert.

Die Moderatorin: wie steht es mit der Unfähigkeit der Vereinten Nationen, eine Lösung für diesen Konflikt zu finden?

Khalihenna Ould Errachid: ja, Herr Kofi Annan, der Generalsekretär der vereinten Nationen hat vor kurzem in Mexiko erklärt, dass die vereinten Nationen unfähig sind, den Parteien eine Lösung aufzuerlegen, er hat dies mit aller Offenheit gesagt. Der Konflikt wird andauern, wenn die Front Polisario keine pragmatische und realistische Politik adoptiert, und wenn sie an der Selbstbestimmung festhält, was die Leiden der Bewohner, die Abtrennung der Familien und die unmenschliche Situation in den lagern fortdauern lassen wird. Die Region wird alsdann ein Spannungsheim bleiben. Wir möchten aus dieser Situation herauskommen und wir möchten den Sahraouis ermöglichen, eine freie Wahl zu treffen, was eine lokale Regierung und ein lokales Parlament anbetrifft, lokale demokratische Institutionen, und wenn Polisario den Sieg in diesen Wahlen davon trägt, kann sie die lokale Regierung dirigieren, es besteht auf keinem Fall eine Einwendung dagegen.

Die Moderatorin: Sie haben über die Autonomie und über das Referendum gesprochen, und zu guter letzt über die Selbstbestimmung als Aussicht?

Khalihenna Ould Errachid: die Autonomie steht der Selbstbestimmung gleich. Es wird in Spanien über die politische und über die administrative Autonomie diskutiert. Die Autonomie, die Marokko vorschlagen wird, ist die politische definitive Autonomie.

Theresa Herrera: die Abänderung der Grenzen zwischen den Ländern ist keine einfache Frage, sie hat Auswirkungen?

Khalihenna Ould Errachid: was das Problem kompliziert macht, liegt darin, dass Polisario darauf besteht, den Konflikt andauern zu lassen, was große Probleme schaffen wird, die gefährliche Auswirkungen auf die Region ausüben werden, die erste Auswirkung ist die Behinderung der Konstruktion des arabischen Maghrebs und die Verschärfung der illegalen Auswanderung und des Schwarzhandels in einer Zone, wo es weder Gesetzgebung noch Organisierung gibt. Die marokkanische Initiative leistet den Bedürfnissen und den Erfordernissen Aller Folge, sowohl in Marokko, als auch in Mauretanien und in Algerien, denn sie wird den Traum der Völker der Region auf einen arabischen einheitlichen wirtschaftlich und politisch integrierten Maghreb zur Erfüllung bringen, der sich in ein Beispiel für die Demokratie und für die Transparenz im gesamten afrikanischen Kontinent verwandeln kann.

Die Moderatorin: sehen Sie in die Front Polisario eine hauptsächliche Verhandlungspartei?
                                                                                                         
 Khalihenna Ould Errachid: selbstverständlich, Polisario ist eine akzeptable Verhandlungspartei, sie sind unsere Brüder, wir möchten mit Polisario verhandeln, Polisario lehnt dennoch die Verhandlung ab, ich kann diese Ablehnung nicht nachvollziehen, während sie in der Vergangenheit zu dieser Verhandlung aufrief, wir möchten, dass Polisario sich an den Tisch des Dialogs setzt, um den Inhalt der Autonomie zu diskutieren und sie in gemeinsamer Weise vorzubereiten, mit anderen Worten, dass sie an der Vorbereitung und an der Anwendung teilnimmt.

Die Moderatorin: welche Rolle kann die Region Andalusien spielen?

Khalihenna Ould Errachid: Andalusien steht Marokko am nächsten. Die Andalusier wie die übrigen Spanier sympathisieren mit den Sahraouis, wir möchten, dass sie mit allen Sahraouis sympathisieren, wo sie sich auch befinden mögen, wir möchten zur gleichen Zeit, dass sie Druck auf Polisario ausüben und sie zu der Verhandlung auffordern. Polisario soll realistischer und pragmatischer werden und soll auf ihren Dogmatismus, den Konflikt und die Leiden der Sahraouis fortdauern au lassen und die Konstruktion des arabischen Maghrebs zu verhindern, verzichten.

Theresa Herrera: es ist nicht das erste Mal, dass Sie die Verantwortung mit den Saharaangelegenheiten übernehmen, 30 Jahre nach Ihrer Ankündigung der Gründung der nationalen sahraouischen Partei, wo liegt der Unterschied zwischen Projekten von Gestern und von heute, besonderes, Sie gehören zu den Persönlichkeiten, die für ihren Optimismus bekannt sind?

 Khalihenna Ould Errachid: ich bin der Gründer der nationalen sahraouischen Union zur Zeit des spanischen Protektorats, Spanien wollte mir die Verantwortung der Präsidentschaft einer unabhängigen Entität in der Sahara zuteil werden, ich habe abgelehnt, denn ich stehe im Glauben, dass ein unabhängiger Staat in der Sahara unmöglich ist, das war mein Ansichtspunkt 1974, 1975 und bis heute, ich bin noch von meinen Ideen überzeugt.

Die Moderatorin: warum?      

Khalihenna Ould Errachid: die Sahara setzt sich aus 34 Stämmen zusammen, dies lässt nicht die Schaffung eines unabhängigen Staates zu. Wir können zahlreiche Bespiele von Staaten aufführen, die eine Stammgrundlage haben und die ihren Ziel in der Stabilität und im Zusammenleben nicht erreicht haben. Somalia ist beispielsweise ein katastrophaler Muster für einen Staat, die eine Stammgrundlage hat. Dasselbe gilt für Osttimor, das unter einem Bürgerkrieg leidet infolge des Stammeskonflikts. Dieselben Probleme exstieren in einer Reihe von afrikanischen Ländern. Ich stehe nicht im Glauben, dass ein kleines Land mit einem kleinen Volk und mit beschränkten Ressourcen im Stande ist, einen unabhängigen Staat zu gründen. Ich stehe im Glauben, dass eine Entität innerhalb eines starken Staates, die sich der politischen Autonomie erfreut, genügend ist, um unsere historischen Ansprüche zu befriedigen. Das ist der Grund, warum ich die Schaffung eines unabhängigen Staates in der Sahara abgelehnt habe.

Theresa Herrera: die Sahara ist eine reiche Region und es steht im Interesse Marokkos, sein Territorium zu beobachten. Die Frage geht nicht nur um eine Sahara, die sich aus 34 Stämmen zusammensetzt, es geht nämlich um die Ressourcen, wovon die Region wimmelt, sowohl auf der Ebene der Naturressourcen als auch auf der Ebene des Fischreichtums. Marokko hat also Interessen in der Sahara. Im Gegensatz zu dem, was Sie behauptet haben?

Khalihenna Ould Errachid: wenn Marokko wirtschaftliche Interessen in der Sahara hat, wird es der Sahara keine Autonomie gewähren. Mit anderen Worten, dass die Naturressourcen in der Hand der Institutionen der Autonomie stehen beziehungsweise dass sie mit der Zentralgewalt geteilt werden. Ich stehe nicht im Glauben, dass Marokko finanzielle und wirtschaftliche Interessen hat. Das Interesse Marokkos ist strategisch, historisch und emotionell. Es bestehen historische Bande zwischen den Sahraouis und den marokkanischen Königen, die Bande der Souveränität, familiäre und historische Bande. Marokko hat keinen Anspruch wegen finanzieller und wirtschaftlicher Interessen erhoben. Das sind Gerüchte, die Polisario in Umlauf bringt, und die nicht der Realität entsprechen. Die Autonomie ist der einleuchtende Beweis, dass Marokko möchte, dass die Söhne der Sahara an der Entwicklung ihrer Region teilnehmen.

Die Moderatorin: und die politischen Gefangenen, wie wird der königliche Konsultativrat für Saharaangelegenheiten diese Frage lösen?

Khalihenna Ould Errachid: es gibt keine politischen Gefangenen.

Die Moderatorin: Polisario fordert dazu auf, dass die politischen Gefangenen freigelassen werden?

 Khalihenna Ould Errachid: nicht richtig, die letzten Gefangenen wurden infolge einer königlichen Amnesty freigelassen, worum der königliche Konsultativrat für Saharaangelegenheiten ersucht hat und dem seine Majestät der König zugestimmt hat. Es gibt Niemanden in der Sahara, der wegen seiner Ideen und Meinungen verfolgt wird. Dagegen, die Gewalttätigkeit ist nicht zugelassen, denn die Gewalttätigkeit steht der Zerstörung der öffentlichen und privaten Eigentümer gleich.

Die Moderatorin: Polisario behauptet, dass es 14 politische Gefangene gibt, und dass Frau Aminatou Haidar, die ehemalige Gefangene und die vor kurzem freigelassen wurde, dass deren Leben gefährdet ist, wenn sie nach Laâyoune zurückkommt?

Khalihenna Ould Errachid: sie ist in der Stadt Laâyoune ansässig, sie hat vor kurzem Italien Besuch abgestattet, sie kehrt nach Marokko zurück.

Die Moderatorin: das behauptet Polisario, garantieren Sie, dass das leben von Aminatou Haidar nicht in Gefahr steht?

Khalihenna Ould Errachid: ja, diese Frau ist frei, sie bewegt sich in aller Freiheit. Im Gegensatz dazu gibt es keine Freiheit in den Lagern. Polisario lässt nicht zu, dass Einer ihrer Meinung entgegengeht, die Bewohner der Lager entbehren der Bewegungs- und Meinungsfreiheit. Wir können nicht vergleichen zwischen den Sudprovinzen und den Lagern, denn Marokko lässt die völlige Freiheit in der Bewegung und in der Meinung zu.

Die Moderatorin: wenn die Autonomie gewährt wird, wie wird das Zusammenleben zwischen den Sahraouis, die für Marokko sind, und den Sahraouis der Flüchtlingslager aussehen? Ist dieses Zusammenleben möglich?

Khalihenna Ould Errachid: Die Sahraouis in den Lagern sind unsere Brüder und unsere Familie. Wir haben die Front der Polisario dazu aufgefordert, sich am Tisch der Verhandlung zu setzen und an der Vorbereitung des Projekts der Autonomie förmlich und inhaltlich teilzunehmen. Die Autonomie ist für alle und nicht für eine Kategorie an sich. Die Bewohner in den Lagern werden am Wahlprozess und an der Wahl aller Institutionen der Autonomie, inbegriffen des Parlaments, teilnehmen und dies in ihrer Eigenschaft als freie Bürger, die sich all ihren Rechten erfreuen, es wird jegliche Diskriminierung in dieser Hinsicht verboten.

Die Moderatorin: wie steht es mit der internationalen Reaktion bezüglich der marokkanischen Initiative?

 Khalihenna Ould Errachid: die Mehrheit der Länder ist darin einstimmig, dass die Autonomie eine mögliche Lösung ist. Darunter die vereinigten Staaten, China, Spanien und die arabische Welt. Diese Länder fordern dazu auf, die Autonomie zur Anwendung zu bringen, um diesem Konflikt ein Ende zu setzen. Es ist unakzeptabel, dass die Lager so bleiben sowie sie sind. Es werden hoffnungslose Generationen entstehen, die nicht nur den Sahraouis, als auch der Welt als auch der Region dienhaft sind. Wir möchten, dass ein weg für den Frieden erschlossen wird, und dass Hoffnung Allen eingeflösst wird, wir möchten nicht, dass die Sahraouis in den Lagern leben, wir möchten, dass sie glücklich mit ihren Familien leben, dass ihre Söhne sich einem kulturellen Niveau erfreuen, wie die Leute im Rest der Welt, deswegen soll die Lage nicht so bleiben, sowie sie ist. Ich betrachte aus diesem Grund die Autonomie als Wunder, sie ist das System, das den Sahraouis ermöglichen wird, wie andere Leute zu leben und an der Entwicklung und am Aufblühen ihrer Region teilzunehmen.

Theresa Herrera: Würden Sie bitte über das Agenda der Verhandlungen mit der Polisario sprechen?

Khalihenna Ould Errachid: die vereinten Nationen haben Marokko dazu aufgefordert, sein Projekt dem Sicherheitsrat im nächsten Oktober vorzulegen. Der königliche Konsultativrat für Saharaangelegenheiten bereitet ernsthaft dieses Projekt vor. Wir sind dabei, ein Vorprojekt auszuarbeiten. Wir werden dieses Projekt Ende September zu Ende bringen und wir werden es alsdann der internationalen Gemeinschaft unterbreiten. Ich stehe im Glauben, dass die internationale Gemeinschaft diesem Projekt zustimmen wird. Unsere Aufgabe ab jetzt bis zu dessen Vorbereitung darin, Druck auf Polisario auszuüben, damit sie die Verhandlungen definitiv akzeptiert, damit dieses Problem ein für alle mal beendet wird.

Theresa Herrera: werden die Verhandlungen in den kanarischen Inseln abgehalten?

Khalihenna Ould Errachid: ich habe vor kurzem den kanarischen Inseln Besuch abgestattet, die Kanarier hegen die Hoffnung, dass die Verhandlungen in ihrem Land stattfinden, dasselbe gilt für die Andalusier und für die Spanier im Allgemeinen. Ich bevorzuge, dass die Verhandlungen in Spanien stattfinden. Spanien ist im Stande, Druck auf Polisario auszuüben, damit sie realistischer wird.

Die Moderatorin: was die algerische Position anbetrifft, wird es diese Verhandlungen schwierig machen?

Khalihenna Ould Errachid: ja und nein, Algerien behauptet offiziell, nicht Partei zu sein, wir laden es dazu ein, die Verhandlung mit unseren Brüdern Polisario zu vereinfachen.

Die Moderatorin: wenn Polisario die Verhandlung ablehnt, wird diese Urkunde verhandlungsfähig bleiben?

Khalihenna Ould Erarchid: ja.

Die Moderatorin: wird die Autonomie ohne die Front Polisario zur Anwendung bringen, trotz der Tatsache, dass sie einen großen Teil der Sahraouis vertritt?

 Khalihenna Ould Errachid: die endgültige Anwendung des Projekts der Autonomie ist von der Entscheidung seiner Majestät des Königs abhängig, wenn Polisario dieses Projekt ablehnt. Ich sage, es gibt Polisario und es gibt die Sahraouis. Ich bin vollkommen davon überzeugt, dass die Sahraouis dieses Projekt annehmen werden und dass die Bewohner der Lager die Front Polisario dazu bewegen werden, dieses Projekt anzunehmen.

Die Moderatorin: danke Herrn Khalihenna Ould Errachid, Präsident des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten für dieses Gespräch. Danke auch Frau Theresa Herrera.

Die Autonomie in der Sahara ist „eine Wunderlösung“ für Marokko

Dem königlichen Konsultativrat für Saharaangelegenheiten zufolge, der eine Konsultativorgan ist, die von der marokkanischen Regierung geschaffen wurde, um den Konflikt in der Region zu behandeln, residiert die „Wunderlösung“ in der Autonomie, woran das Königreich Marokko arbeitet, und die Front Polisario dazu auffordert, an ihrer Vorbereitung teilzunehmen.

Der Präsident dieser Organ, Herrn Khalihenna Ould Errachid, hat die Möglichkeit der Organisation eines Referendums zur Identitätsidentifizierung ausgeschlossen, das die Front Polisario vorgeschlagen hat und das die vereinten Nationen unterstützt, als ein Mittel zur Beendigung dieses Konflikts, der seit 30 Jahren andauert, da nun das Referendum „mit der Abänderung der alten Grenzen“ zahlreicher Länder gleichbedeutend ist.

Der Ansicht dieses Rates nach, die alleinige mögliche Lösung liegt darin, entweder in den Lagern, wo die Bewohner ein hartes Leben führen, in der algerischen Sahara, zu bleiben, oder den Vorschlag anzunehmen, der der Sahara eine breite Autonomie gewähren wird, und der der Organisation der vereinten Nationen im nächsten Oktober unterbreitet werden wird, die Front Polisario dazu auffordernd, an seiner Vorbereitung teilzunehmen. Dem Rat auch nach wird die Front Polisario „als politische militärische dogmatische Bewegung“ beschrieben, die dennoch als den legitimen und alleinigen Vertreter der Sahraouis von der internationalen Gemeinschaft anerkannt wird.

Dem kommt hinzu, wie dies der Präsident des Rates angibt, dass der Dialog mit internationalen Institutionen geführt wird, um die Front Polisario zu überzeugen, den marokkanischen Vorschlag anzunehmen.

 CORCAS bereitet ein Projekt für die Sahara vor, das sich von dem spanischen Modell inspirieren lässt

Der königliche Konsultativrat für Saharaangelegenheiten hat Gestern der Polisario zugeraten, zu verhandeln, um einen Ausweg für den Konflikt der Westsahara, der seit mehr als 30 Jahren andauert, zu finden. Der Präsident dieses Rates, der von dem König Mohammed VI im letzten März geschaffen wurde, Herrn Khalihenna Ould Errachid, hat einige Punkte des Vorprojekts der Autonomie erläutert, das der Rat vorbereitet, zwecks Unterbreitung dem Sicherheitsrat der vereinten Nationen im nächsten Oktober.

 Ould Erachid hat angegeben: „wir schlagen auf Inspiration von dem spanischen Modell eine Aufteilung der Prärogativen, die der Zentralgewalt zufallen, wie die auswärtigen Angelegenheiten, die nationale Verteidigung, die Währung, vor, das Übrige ist verhandlungsfähig“.

Eine Delegation des Corcas, der 141 Mitglieder umfasst, die dem Präsidenten des Rates zufolge „zweidrittel der Bewohner Sahraouis“ vertreten, stattet eine Tournee Spanien ab, mit dem Ziel, Versammlungen mit den wichtigsten politischen und regionalen Parteien und mit den Nichtregierungsorganisationen, die sich für das Saharavolk interessieren, abzuhalten.

Der Präsident des Corcas hat Gestern den Akzent auf die Notwendigkeit der Vermittlung Spaniens gelegt, und hat den Hinweis gegeben: „wir haben die Hilfe Spaniens nötig, um Polisario zu überzeugen, die über das Los von 27% der Bewohner Sahraouis bestimmt, und um zu vermitteln, damit diese Bewegung den Weg des Dialogs einschlägt und sich von ihrem Pragmatismus und von ihrer politischen Aufwiegelung befreit“.

Ould Errachid zufolge, das Referendum, das die vereinten Nationen versucht haben, anzuwenden, ist zum Scheitern gekommen, „denn die Sahraouis sind auf vier Länder aufgeteilt, und dies macht die Umänderung der Grenzen zwischen Marokko, Algerien, Mauretanien und Mali notwendig, und Niemand möchte in diesem Fall Zugeständnisse zugestehen“.

Für den Präsidenten des Corcas, Algerien ist nicht von dem Konflikt der Westsahara betroffen, denn „es handelt sich um ein marokkanisches Territorium, dennoch es steht ihm zu, vieles zu unternehmen, um mit der Front Polisario zu vermitteln“.

Die Autonomie, die der Corcas vorschlägt, „ist eine Autonomie, die der Autonomie in Spanien, in Großbritannien, in Italien und in Belgien ähnlich ist, es handelt sich um eine Art der Selbstbestimmung ohne Rückgriff auf die Unabhängigkeit zu machen“, versichert Ould Errachid und fügt hinzu, dass die Zusammenarbeit aller Länder und insbesondere der Länder der europäischen Union, unentbehrlich ist, um „die Front Polisario zu überzeugen, die er als „beteiligende Bewegung“ an den Verhandlungen qualifiziert hat.

Bewertung der Tournee der Delegation des Corcas in Andalusien

Khalihenna: die Tournee in Andalusien war ein Erfolg

 Herr Khalihenna Ould Errachid hat den dreitägigen Besuch der Delegation des Corcas in Andalusien als „Erfolg“ qualifiziert, insbesondere im Bezug auf das Projekt der Autonomie als definitive Lösung für den Saharakonflikt, der seit 30 Jahren andauert.

Herr Ould Errachid hat am Ende des Besuchs der Delegation des Corcas in Andalusien versichert, dass alle andalusischen Ansprechpartner ihre Unterstützung für den marokkanischen Vorschlag bezüglich der Gewährung der Autonomie den Sudprovinzen geäußert haben.

 Er hat hinzugefügt, dass die Politiker und die Vertreter der Zivilgesellschaft, denen wir in Sevilla und Malaga begegnet sind, „den marokkanischen Vorschlag der Autonomie unterstützen und dass sie versprochen haben, dazu zu verhelfen, den Dialog mit unseren Brüdern der Front Polisario zu eröffnen, mit dem Ziel, definitiv diesem Konflikt ein Ende zu setzen“.

Herr Ould Errachid hat erläutert, dass dieses Projekt den Willen Marokkos widerspiegelt, eine friedliche Lösung für diesen Konflikt zu finden und eine Autonomie in der Sahara zu realisieren und dies entsprechend der historischen Ansprüche der Söhne der Region.“

Er hat daneben erwähnt: „wir haben mit unseren andalusischen Ansprechpartnern in aller Aufrichtigkeit die Gründe behandelt, die zu diesem Problem geführt haben und die Sackgasse, wozu die vereinten Nationen gelangt sind, und woraus es sich ergibt, dass das Referendum unmöglich ist und dass es notwendig ist, nach einer Konsenslösung zu suchen“.

Herr Ould Errachid hat andererseits versichert, dass die Initiative seiner Majestät des Königs Mohammed VI und dessen Autonomievorschlag in der Sahara ein Beispiel in der arabischen und afrikanischen Welt darstellen können, um Lösungen für die Konflikte in der Region zu finden, wie in Somalia und in Darfour, wo der Stammmodus wie es der Fall in der Sahara vorherrscht.

Herr Ould Errachid hat seinen spanischen Ansprechpartnern gegenüber auf die Notwendigkeit bestanden, rasch eine Lösung für diesen Konflikt zu finden, der im Stande ist, die Region in einen Spannungskeim zu verwandeln, der sich auf die gesamte mittelmeerische Region und insbesondere auf Spanien auswirken wird.

Er hat in diesem Zusammenhang erläutert, dass die bewaffneten Konflikte und der Armut in Afrika Millionen von Personen bewogen haben, den Weg der Auswanderung nach Europa einzuschlagen über die Regionen, wo sich Polisario im algerischen Süden befindet, und an den Grenzen dreier Länder, „wo es keine Kontrolle des Staates gibt und wo das Gesetz und die Ordnung abwesend sind“.

Der Präsident des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten hat davor gewarnt, dass zu dieser Situation differente Arten des schwarzen Handels hinzukommt, den die Region erfährt und wo Polisario die Waffen belagert, was dazu führen wird, dass sie sich in einen Pulverfass verwandeln kann, der sich auf alle Länder der Region auswirken wird, insbesondere auf die Länder Südeuropas.

Anbei der Volltext der Erklärung des Herrn Khalihenna:

„Wir haben einen erfolgreichen Besuch der Region Andalusien abgestattet, wir sind dem andalusischen Parlament, den parlamentarischen Fraktionen, den politischen Parteien, der Regierung, dem Präsidenten der andalusischen Regierung und den Rechtsprofessoren sowie der Presse begegnet.

  Dieser Besuch hat positive Ergebnisse nach sich gebracht, im Bezug auf die Themen, die diskutiert wurden, insbesondere im Bezug auf das Thema der Autonomie und der definitiven Lösung des Saharakonflikts seit 30 Jahren, dieser Besuch erfuhr auch Begegnungen in Sevilla, der Hauptstadt Andalusiens.

Und in der zweiten wirtschaftlichen Stadt Andalusiens Malaga sind wir ihrem Bürgermeister, dem Präsidenten des regionalen Rates und der Zivilgesellschaft, den wirtschaftlichen, kulturellen Akteuren und der Presse begegnet, wir haben mit ihnen in aller Aufrichtigkeit die Gründe der Entstehung des Konflikts in der Region und die Sackgasse, wozu die vereinten Nationen gelangt sind, diskutiert, insbesondere im Bezug auf die unmögliche Anwendung des Referendums und auf die Notwendigkeit, eine angemessene Lösung für diesen Konflikt zu finden, wie die Autonomie, die seine Majestät Mohammed VI vorgeschlagen hat, und die ein Beispiel für die arabische Welt und für Afrika sein kann, was die Lösung der regionalen Konflikte anbetrifft.

Selbstverständlich, unsere Freunde und Nachbarn in Andalusien, die besten Bescheid um die Region und um Marokko wissen und die weitgehende politische und wirtschaftliche Beziehungen mit Marokko unterhalten, haben alle, inbegriffen politische Parteien, Parlament, Regierung, lokale Erwählte, Zivilgesellschaft, mit denen wir Kontakt aufgenommen haben, diese demokratische Option unterstützt, diese demokratische Option, derer sich Spanien bedient, um ihre Probleme zu lösen und um ihre Angelegenheiten zu verwalten.

Spanien unterstützt beziehungsweise zumindest die Jenigen, denen wir begegnet sind, unterstützen völlig und bringen Verständnis für dieses marokkanische Projekt auf, sie haben versprochen, uns dafür Hilfe zu leisten, Dialogs- und Verhandlungskanäle mit unseren Brüdern in der Front Polisario zu herstellen, um definitiv diesem Problem ein Ende zu setzen und dies in einer angemessen Weise entsprechend der historischen Ansprüche der Söhne der Region“.


         

 

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