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Freitag, den 07. Okt 2022
 
 
 
Königsreden

Die Grenzen, welche das marokkanische und das algerische gebrüderte Volk abtrennen, werden nie Hindernisse sein, welche ihrer Interaktion und ihrer Verständigung im Wege stehen   

Rabat-Seine Majestät der König Mohammed VI, möge Gott ihm Beistand zuteilwerden lassen, hat am Samstag einen Wortbeitrag an die Nation anlässlich des 23 Jahrestages der Thronbesteigung des Souveräns seiner glorreichen Vorfahren gehalten.



Anbei der vollständige Wortlaut der Königlichen Rede:

„Gelobt sei Gott allein,

mögen Frieden sowie Segen dem Propheten, seinen Kindern und seinen Mitgefährten zuteilwerden lassen.

Geliebtes Volk,

Die glorreiche Feier des Throns wird immer in einem Geist der Erneuerung des gegenseitigen Treueids begangen, welcher den Thron und das Volk mit einander vereint.

In diesem besonderen Jahr fällt sie mit dem Einläuten des Neujahres der Hedschra zusammen. Wir verdanken Gott, dass er uns mit einer so starken Symbiose hat zukommen lassen, welche über das Auf und Ab der Geschichte hinausgeht und uns für immer zusammengeschweißt sowohl im Glück als auch im Unglück aufrechterhält.

Die Marokkaner begehen diesen Jahrestag, welcher ihren Herzen naheliegt, in einem Kontext des Wirrwarrs, welcher durch die Krise im Zusammenhang mit der Pandemie Covid-19 und durch die Umwandlungen des internationalen Umfelds bedingt ist, welche sich weiterhin auf die Nationalwirtschaft und auf die Weltwirtschaft auswirken.

Offenkundig dürfen wir uns den internen und den externen Herausforderungen stellen, nur wenn wir den Geist der Initiative mit der Resilienz in Einklang bringen. Es wird sich für uns als möglich herausstellen, die soziale Stabilität zu konsolidieren, die Frauen-und-Familienbedingungen zu verbessern und das Rückgrat der Fähigkeiten der Nationalwirtschaft zu stärken.

Geliebtes Volk,

Unser Ehrgeiz ist weiterhin die Errichtung eines fortgeschrittenen und würdestarken Marokkos. Es ist auch für alle Marokkaner, Männer und Frauen, unabdingbar, aktiv zur Entwicklungsdynamik beisteuern zu haben.

Deswegen pochen wir erneut auf das Erfordernis, dass die marokkanische Frau ihren gänzlichen Beitrag dazu in allen Bereichen zu leisten hat.

Faktisch und seit unserer Thronbesteigung haben wir auf die Förderung der Frauenbedingung Acht gegeben, in dem ihnen alle Möglichkeiten der Entfaltung angeboten wird und in dem ihr die Stelle eingeräumt wird, welche ihr jure zusteht.

Somit und unter den Hauptreformen, welche auf unser Anraten in die Wege geleitet wurden, fungieren die Verkündung des Familiengesetzes und die Verabschiedung der Verfassung in 2011, welche die Gleichberechtigung Mann-Frau in Rechten und Verpflichtungen konsekriert und welche konsequenterweise das Prinzip der Gleichberechtigung zur Zielsetzung erhebt, welches der Staat zu erzielen suchen sollte.

Der Geist der Reform besteht nicht nur, der Frau Sonderprivilegien zu gewähren, jedoch konkret ihr das gänzliche Nutzungsrecht der legitimen Anrechte sicherzustellen, welche ihr die Rechtssprechung verleiht. In dem heutigen Marokko ist es in der Tat nicht mehr möglich, dass sie deren Anrechten  entbehrt wird.

In dieser Hinsicht rufen wir zum Operationalisieren der Verfassungsinstitutionen auf, welche von den Anrechten der Familie und der Frau betroffen sind und wir fordern ein, dass die Bestimmungen und die nationalen Gesetzgebungen aktualisiert werden sollten, welche der Förderung dieser Anrechte gewidmet sind.

Fürs Erste hat das Familiengesetz einen echten Sprung nach vorne dargestellt; Hinfort genügt es nicht mehr als solcher. Die Erfahrung hat in der Tat einige Hindernisse klar herausgestellt, welche hintertreiben, die auf die Schiene gebrachte Reform zu vervollkommen und die erhofften Zielsetzungen zu erreichen.

Unter diesen Fallstricken fungiert die inkorrekte Anwendung des Familiengesetzes auf Grund diverser soziologischer Faktoren. Einer der beiden entspringt insbesondere der hartnäckigen Neigung einer Kategorie von Beamten und von Gesetzmännern, der Ansicht zu sein, dass das Familiengesetz den Frauen reserviert ist.

Die Realität spricht jedoch eine andere Sprache:  Das Familiengesetz ist weder für Männer noch für Frauen spezifisch: Es ist der ganzen Familie geweiht. Auf die Grundkenntnis des Gleichgewichts beruhend, gewährt es den Männern und den Frauen die Anrechte, welche ihnen jeweils anheimfallen und es berücksichtigt das Interesse der Kinder mit.

Überdies betonen wir das Erfordernis, dass alle einhellig der gänzlichen verständigen Anwendung der legalen Bestimmungen des Familiengesetzes gegenüber anhängen.

Es gilt auch, über die Schwächen und über die negativen Aspekte hinauszuwachsen, welche die vor Ort durchgeführte Erfahrung nachweislich macht, und gegebenfalls einige Bestimmungen zu überarbeiten, welche von ihrem ursprünglichen Zweck abgebracht wurden.

In der Eigenschaft als Amir Al-Mouminine und wie ich es in 2003 in dem Wortbeitrag der Präsentation des Familiengesetzes vor dem Parlament bekräftigt habe, darf ich weder nicht genehmigen, was Gott untersagt hat, noch verbieten, was der Allerhöchste genehmigt hat, insbesondere in Bezug auf die Punkte, welche in formelle Korantexte eingebettet sind.

In dieser Hinsicht bemühen wir uns darum, dass dieser reformatorische Schwung in voller Übereinstimmung mit den allerletzten Absichten des islamischen Gesetzes (der Scharia) und den Spezifika der marokkanischen Gesellschaft steht. Wir geben darüber hinaus Acht darauf, dass er sich durch  Gemäßigtheit, durch Aufgeschlossenheit in der Auslegung der Texte und durch den Willen der Verständigung und des Dialogs auszeichnet, und dass er sich auf die Mitwirkung aller Institutionen und aller betroffenen Akteure verlassen kann.

Im selben Zuge fordern wir dazu auf, dass die Familiengerichte auf allen Regionen des Landes verallgemeinert werden, dass die qualifizierten Humanressourcen für sie eingeteilt werden und dass ihnen die materiellen Mittel zugewiesen werden, damit sie ihre Mission effizient verrichten.

Darüber hinaus rufen wir eine grundlegende Wahrheit in Erinnerung: Soweit die Frauen voll zu ihren Anrechten gelangen, fügen sie weder den Männern Schäden zu, noch schneiden sie sich ins eigene Fleisch. De facto ist die Bedingung  sine qua non, damit Marokko weiterhin fortschreitet, ist, dass sie die Stelle besetzen, welche ihnen zufällt, und dass sie ihren effizienten Beitrag zu allen Entwicklungsachsen leisten.                                                                

Geliebtes Volk,

So wie du weißt, kennzeichnete sich der generelle Kontext in den letzten Jahren durch die Auswirkungen des Covid-19, welche sich in allen wirtschaftlichen und sozialen Sektoren bemerkbar machen.

Darüber hinaus wurden breite Bevölkerungsschichten, insbesondere arm bzw. in einer Situation der Prekarität, stark sozial und wirtschaftlich betroffen.

Jedoch durch die göttliche Gnade und zu Gunsten  der gebündelten Bemühungen der Bürger und der Behörden haben wir diese schwierige Konjunktur unter Zuhilfenahme eines eigenartigen Managements bewältigt.

In der Tat und auf Kosten von einer beträchtlichen Bemühung hat der Staat die kostspieligen Kosten der Bekämpfung der Pandemie übernommen, in dem er direkte materielle Beihilfen den bedürftigen Familien eingeräumt hat und in dem er die Unterstützung der davon betroffenen Sektoren geleistet hat.

Er hat auch eine regelmäßige und genügende Versorgung mit den lebensnotwendigen Esswaren in allen Regionen des Landes sichergestellt.

Ungeachtet der kostenaufwändigen Kosten der Impfstoffe war Marokko nach Meinung aller eines der ersten Länder, welche die verständige Initiative getroffen haben, sich dessen zu besorgen und ihn unentgeltlich zur Verfügung der Bürger und der in Marokko ansässigen Ausländer zu stellen.

In dem gleichen Kontext haben wir die Umsetzung eines Großprojektes der Verallgemeinerung des Sozialschutzes und die Aufrüstung des Gesundheitssystems unternommen.

Wir haben auch Projekte auf die Beine gestellt, welche darauf abzielen, die sanitäre Souveränität zu erzielen und die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.

Und somit in weniger als einem Jahr hat die Anzahl der freiberuflichen Arbeiter und der Bestand ihrer Familien, denen die AMO zugute kommt, die Stange von sechs Millionen der Mitglieder überstiegen.

Überdies am Ende des laufenden Jahrgangs wird die Baustelle der Pflichtversicherung vollendet werden, in dem sie auf die Bezugsnehmer des RAMED ausgebaut werden wird.

Darüber hinaus am Ende von 2023 und mit Gotteshilfe sind wir dazu entschlossen, das Projekt der graduellen Verallgemeinerung der familiären Beihilfen dem festgelegten Zeitfenster entsprechend umzusetzen.

Dieses solidarische Projekt nationalen Interesses wird ungefähr sieben Millionen Kindern zugute kommen, insbesondere denen, welche armen Familien bzw. in einer Situation der Prekarität gehören, sowie drei Millionen Haushalten, welche keine Kinder im schulpflichtigen Alter haben.

Zu diesem Zweck rufen wir zum emsigen Operationalisieren des vereinheitlichten Sozialregisters auf, welches wie das Hauptmechanismus für die Einräumung einer effizienten Unterstützung eingeräumt wird.                            

Geliebtes Volk,

Die vonseiten des Staates und der öffentlichen und privaten Sektoren an den Tag gelegten Bemühungen haben der Nationalwirtschaft möglich gemacht, den Krisen und dem Zusammenzucken standzuhalten und somit überzeugende Ergebnisse in den unterschiedlichen Produktionszweigen erzielen zu dürfen.

Jedoch war diese Aufheiterung kurzlebig auf Grund der internationalen Konjunktur.

Nebst einer bescheidenen landwirtschaftlichen Kampagne haben von außen kommende Faktoren einen Anstieg der Preise einiger lebensnotwendiger Produkte an sich gezogen. Dies ist übrigens ein Problem, welchem sich kein Land entzogen hat.

Den Folgen dieser Situation auf die Lebensbedingungen der unterschiedlichen Bürgergruppen bewusst, haben wir ein nationales Programm auf die Beine gestellt, zwecks dessen die Auswirkung der Dürre auf die Landwirte und auf die ländliche Population zu dämpfen. 

Wir haben auch die Regierung dazu orientiert, zwecks dessen wichtige Kredite für die Bezuschussung einiger Basisprodukte einzuspritzen und die Bevorratung der Märkte mit diesen Produkten sicherzustellen.

Das ist wirklich nicht viel, wenn man bedenkt, dass die Marokkaner dies wirklich wert sind.

In diesem Rahmen wurde das in 2022 der Ausgleichkasse zugewiesene Budget verdoppelt und hat somit die 32 Milliarden Dirhams überschritten.

Parallel dazu rufen wir zur Konsolidierung der Mechanismen der nationalen Solidarität und zur entschlossenen und verantwortungsbewussten Bekämpfung gegen die Spekulationen und gegen die Preismanipulation auf.

Einer internationalen schwankenden Konjunktur zum Trotz sollen wir gleichwohl optimistisch bleiben und unser Augenmerk auf unser Ass richten.

Wir müssen uns auch die Opportunitäten und die diese Mutationen angebotenen Perspektiven zunutze machen, zwecks dessen Investitionen an sich zu ziehen, die Ausfuhren zu stimulieren und das nationale Produkt zu fördern.

In dieser Hinsicht binden wir die Regierung sowie die politischen und wirtschaftlichen Sphären, zwecks dessen mehr Fazilitäten an die ausländischen Investitionen anzubieten, welche in dieser internationalen Konjunktur ihre Wahl auf unser Land gefallen haben, in dem jedes Hindernis aus dem Weg geräumt wird, dem sie sich zu stellen haben.

De facto die größte Gefahr für die Entwicklung des Landes und für die Förderung der Investitionen besteht in den Hemmnissen, welche absichtlich aufgestellt werden, zwecks dessen ihre eigenen Interessen unter Schutz zu halten und einen persönlichen Profit zu schlagen. Diese Machenschaften sollten befehdet werden.            

Geliebtes Volk,

Unser felsenfestes Engagement, die sozialwirtschaftliche Situation unseres Landes zu verbessern, entspricht nur unserer nachhaltigen Bemühung, die Prioritäten zu handhaben, welche seine eigenen sind, sowohl auf regionaler als auch auf internationaler Ebene.

In puncto betone ich wieder einmal, dass die Grenzen, welche das marokkanische und algerische gebrüderte Volk abtrennen, nie Hindernisse sein werden, welche ihrer Interaktion und ihrer Verständigung im Wege stehen.

Unser Wunsch ist, dass sich diese Grenzen zu Brücken mausern, welche Marokko und Algerien in die Lage versetzen, zu einer besten Zukunft zu gelangen und ein gutes Beispiel der Eintracht für die übrigen maghrebinischen Völker anzubieten.

Anlässlich dessen rate ich allen Marokkanern zu, den Geist der Brüderlichkeit, der Solidarität und der Gutnachbarschaft aufzubringen, welche sie unseren algerischen Brüdern gegenüber animieren. Übrigens sichern wir diesen zu, dass Marokko und die Marokkaner unter allen Umständen und immer zu ihrer Seite stehen werden.

Die Unterstellungen, wo nach die Marokkaner Algerien und den Algeriern Hohn sprechen, sind Akten von unverantwortlichen Individuen, welche sich damit abquälen, unter den beiden gebrüderten Völkern Zwietracht zu säen.

Dieses Lästern bezüglich der marokkanisch-algerischen Beziehungen ist zur Gänze unsinnig und Hand aufs Herz bestürzend. Was uns betrifft, haben wir es nie zugelassen und wir werden es nie irgendjemandem zulassen, unsere Brüder und Nachbarn anzutasten.

Darüber hinaus sichern wir dem marokkanischen Volk zu, unseren starken Willen aufzuweisen, einen Ausweg für die derzeitige Situation zu finden und der  Annäherung, der Kommunikation und der Verständigung unter den beiden Völkern Vorschub zu leisten.

Wir greifen danach, mit der algerischen Präsidentschaft zu wirken, damit Marokko und Algerien Hand in Hand auf die Herstellung normaler Beziehungen unter den beiden Brudervölkern hinarbeiten, welche durch die Geschichte, die menschlichen Bindungen und durch die Schicksalsgemeinschaft mit einander vereint sind.                        

Geliebtes Volk,

Die Geschichte Marokkos wimmelt von Lehren und von Realisationen, bestätigend, dass wir immer die Proben zu Gunsten der unerschütterlichen Symbiose bezwungen haben, welche den Thron mit dem Volk vereint und dass die Marokkaner Anstrengungen an den Tag gelegt haben, da sie ihr Herz an der Freiheit verloren haben.

Heute bestehe ich geliebtes Volk darauf, meine Danksagungen und den Ausdruck meiner Achtung für deinen unverrückbaren Patriotismus, für deine konstante Bekümmernis zur Wahrung der nationalen Sicherheit und der territorialen Integrität deines Landes und für dein Engagement zu entbieten, zwecks dessen seine Werte und seine sakralen Symbole verfechten zu dürfen.

Dieses glorreiche Begehen ist die Gelegenheit für mich, eine mitreißende Ehre den Königlichen Streitkräften, der Königlichen Gendarmerie, der Nationalsicherheit, den Hilfskräften und dem Zivilschutz, allen Komponenten mit inbegriffen, für ihre konstante Mobilisierung, unter unserem Kommando, zu erweisen, zwecks die Nationaleinheit zu verteidigen und die Sicherheit und die Stabilität des Landes unter Schutz zu halten.

In dieser Hinsicht würdigen wir mit Ehrerbietigkeit den unbefleckten Gedenktag der beherzten Märtyrer der Nation, an erster Stelle unseres hehren Großvaters, seiner verschiedenen Majestät des Königs Mohammed V und unseres ruhmreichen Vaters, seiner verschiedenen Majestät des Königs Hassan II, möge Gott ihren Seelen gnädig sein.

Und um abzuschließen, geht es nichts über als mit Versen des heiligen Korans, wo Gott mit Bestimmtheit erklärt: „Sicherlich mit Schmerz kommt Erleichterung. Ja, mit Schmerz kommt Erleichterung. Wenn du deinen irdischen Pflichten nachgegangen bist, erhebe dich zum Gebet und suche deinen Herrn mit Beflissenheit“. Wahr ist das Wort Gottes“.                   

Wassalamou alaikoum wa rahmatoullah wa barakatouh”.

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