الـعـربية Español Français English Deutsch Русский Português Italiano
Dienstag, den 18. Jan 2022
 
 
 
Königsreden

Rabat–Seine Majestät der König Mohammed VI, möge Gott ihm Beistand gegenüber zuteilwerden lassen, hat am Samstagabend eine Rede an dessen treue Volk anlässlich des 46. Jahrestages des ruhmreichen Grünen Marsches ausgerichtet.


SM le Roi adresse un discours à la Nation à l’occasion du 46ème anniversaire de la Marche verte (Texte intégral)

Hierbei der vollständige Wortlaut der Königlichen Rede:


„Gelobt sei Gott allein,

mögen Frieden sowie Segen dem Propheten, seinen Kindern und seinen Mitgefährten zuteilwerden lassen.

Geliebtes Volk,

mit ungeheurem Stolz begehen wir heute den 46. Jahrestag des Grünen Marsches.

Dieses ruhmreiche Epos wird in einem Kontext zelebriert, der sich durch unzählige Errungenschaften und multiple Herausforderungen auszeichnet.

In der Tat lässt sich unser nationales Anliegen von nun an in eine positive unabwendbare Dynamik hineinschreiben.

De facto ist die Marokkanität der Sahara sowohl eine perennierende als auch eine unverrückbare Wahrheit; Sie erleidet faktisch zuerst keine Anfechtung, denn die Legitimität unseres Anliegens ist vermittels der Annalen der Geschichte validiert, im Nachhinein denn es geht um das abgründige Gelübde und um den inbrünstigen Wunsch der saharawischen Population, zu guter letzt denn eine internationale aufwändige Anerkennung erklärt sie für rechtsgültig.           

Geliebtes Volk,

mit der göttlichen Hilfe und mit der göttlichen Segnung sind wir diese letzten Monate mit Ruhe und Gelassenheit in der Aktion vorangeschritten, welche geleistet wird, zwecks dessen unsere Sahara verfechten zu dürfen.

In dieser Hinsicht fällt es uns zu, unsere Königlichen Streitkräfte zu begrüßen, welche am 13. November 2020 den freizügigen Verkehr der Personen und der Waren am Grenzenposten El Guerguerat wiederhergestellt haben, welcher die beiden Brüderstaaten, nämlich Marokko und Mauretanien, mit einander verbindet.

Diese friedensstiftende Aktion hat den Provokation und den Behelligungen ein Ende bereitet, wovon Marokko bereits der internationalen Gemeinschaft das Schwergewicht auf die Sicherheit und auf die Stabilität der Region signalisiert hat.

In einer konstruktiven Weise wertschätzen wir auch, zu sehen, wie die konkrete Unterstützung heranwächst und anschwellt, welche unserem gerechten Anliegen gegenüber widerfahren werden wird.

In dieser Hinsicht konstituiert die souveräne Entscheidung der Vereinigten Staaten von Amerika, die vollkommene Souveränität Marokkos auf dessen Sahara anzuerkennen, ein Thema, vermittels dessen wir Stolz einheimsen dürften.

Sie ist die selbstredende Konsequenz der konstanten Unterstützung der amerikanischen vorgängigen Administrationen und das Sinnbild ihres konstruktiven Beitrags zum Prozess der Schlichtung der Frage der Sahara.

Diese Ausrichtung kräftigt den irreversiblen Charakter des politischen Prozesses im Gange: Dazu gewidmet, eine definitive Lösung auf den Weg zu bringen, welche Rückgrat der Autonomieinitiative unter marokkanischer Souveränität gegenüber aufstempelt.

Darüber hinaus bestätigt die Entscheidung von mehr als vierundzwanzig Staaten, ein Konsulat in Laâyoune bzw. in Dakhla einzuweihen, die weitgehende Unterstützung, welche der marokkanischen Position zugute kommt, vor allem innerhalb des arabisch-afrikanischen Gefüges unseres Landes.

Dies ist sicherlich die beste juristische und diplomatische Antwort auf die Jenigen, welche vorgaukeln, dass die Anerkennung der Marokkanität der Sahara keine unumwundene und konkrete Veranschlaulichkeit vor Ort aufweist.

Heute reift uns vollkommen die Berechtigung, von unseren Partnern zu erwarten, dass sie Positionen formulieren, welche kühner und bündiger betreffs des Themas der territorialen Integrität des Königreichs sind.

Solche Positionen steuern dazu bei, den politischen Prozess im Gange zu bestärken und die ausgespannten Bemühungen unter die Arme zu greifen, zwecks dessen zu einer definitiven in Erfüllung gekommenen Lösung zu gelangen.

Geliebtes Volk,

für Marokko ist seine Sahara nicht verhandelbar. Heute wie früher wird die Marokkanität der Sahara nicht auf der Tagesordnung irgendwelcher geheimgehaltener Verhandlungen stehen.

In der Tat und wenn wir Verhandlungen aufnehmen, nur im Wesentlichen, um zu einer pazifistischen Schlichtung für diesen regionalen gekünstelten Konflikt gelangen zu dürfen.

Ausgehend davon beteuern wir aufs Neue die Anhänglichkeit Marokkos dem politischen Prozess gegenüber unter den Auspizien der UNO.

Wir beteuern auch aufs Neue unser Engagement zugunsten der Suche nach einer friedensstiftenden Lösung für die Aufrechterhaltung des Waffenstillstands und für die Fortsetzung der Koordination und der Zusammenarbeit mit der MINURSO in der strikten Begrenztheit der Prärogativen, welche ihr zugewiesen sind.

In dieser Hinsicht beteuern wir seiner Exzellenz dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Herrn António Guterres, und dessen Sonderbeauftragten, gegenüber, unsere vollkommene Unterstützung zugunsten der Bemühungen, welche er ausspannt, damit der politische Prozess baldigst wieder in Schwung gebracht werden wird.

Zu diesem Thema bestehen wir auf die Notwendigkeit, sich den Parametern zu fügen, welche den sukzessiven Resolutionen des Sicherheitsrates seit 2007 und den Begegnungen entspringen, welche in Genf unter der Ägide der Vereinten Nationen abgehalten wurden.

Geliebtes Volk,

die positiven Entwicklungen in der Angelegenheit der Sahara stärken auch die Dynamik der anhaltenden Entwicklung in unseren südlichen Provinzen.

In der Tat durchlaufen diese einen generellen Aufschwung, welchen die Entwicklung der Infrastrukturen und die Realisation von wirtschaftlichen und sozialen Projekten bebildern.

Dank dieser Projekte haben sich die Regionen der Sahara nunmehr zu einem Raum, welcher für Opportunitäten empfänglich ist, und zu einer Plattform ausgewachsen, welche für die nationalen und internationalen Investitionen förderlich ist.

Gott sei Dank haben wir in der Region internationale Partner guten Glaubens parat, welche freiheraus und in aller Durchsichtigkeit an der Seite des privaten nationalen Sektors investieren und somit ihren Beitrag zum Wohlergehen der Population leisten.

In dieser Hinsicht bestehen wir darauf,  unsere Wertschätzung den Staaten und den Gruppierungen gegenüber zum Ausdruck zu bringen, welche mit Marokko vermittels von Konventionen und von Partnerschaften verbunden sind und welche für unsere südlichen Provinzen Bestandteil des nationalen Territoriums konstituieren.

Hingegen deklarieren wir den Jenigen, welche verschwommene bzw.  undurchschaubare Positionen zur Schau tragen, dass Marokko gegen sie keine wirtschaftliche bzw. kommerzielle Demarche einleiten würde, welche die marokkanische Sahara ausschalten würde.

Darüber hinaus bedenken wir, dass die Räte, welche demokratisch, frei und verantwortungsvoll in den Provinzen und in den Regionen der Sahara erwählt werden, die echten legitimen Vertreter der lokalen Population darstellen.

Unser Erzwunsch ist, dass diese Räte eine treibende Kraft sind, zwecks dessen die fortgeschrittene Regionalisierung zur Anwendung zu bringen, angesichts ihrer Berufung, reelle Perspektiven der Entwicklung anzubieten und eine echte politische Beteiligung zu favorisieren.

Geliebtes Volk,

Scheitelstein der nationalen Einheit des Königreichs ist die Frage der Sahara der Belang, welcher alle Marokkaner mit einander zusammenwachsen lässt.

Konsequenterweise steht jedem zu, je nach seiner Position und seinem Status, mobilisiert und wachsam zu bleiben, zwecks dessen die nationale Einheit und die territoriale Integrität des Landes zu verfechten und die in unseren südlichen Provinzen vollbrachten Realisationen zu konsolidieren, was die Politik und die Entwicklung anbelangt.

Dies ist das beste Pfand der Treue dem ewigen Schwur des Grünen Marsches, dem unbefleckten Gedächtnis seines Schmiedes gegenüber, unserem verehrten Vater, seiner verstorbenen Majestät König Hassan, Gott hab‘ ihn selig, sowie den beherzten Märtyrern des Vaterlandes.

Dies ist auch die Gelegenheit für uns, den fünf Völkern des Maghreb unsere aufrichtigsten Wünsche der Einheit, der Stabilität, des Fortschritts und der Prosperität gegenüber zu bekunden.

Um abzuschließen, erweisen wir eine in Schwingungen versetzende Ehre und bringen unsere Wertschätzung den Königlichen Streitkräften, der Königlichen Gendarmerie, der nationalen Sicherheit, den Hilfskräften, der territorialen Administration und dem Zivilschutz, allen Komponenten zusammengenommen, gegenüber wegen ihrer konstanten Mobilisierung unter unserem Kommando zum Ausdruck, zwecks dessen die nationale Einheit zu verfechten und die Sicherheit und die Stabilität des Landes behüten zu können.                                  

Wassalamou alaikoum warahmatoullahi wabarakatouh”.

-News und Events rund um die Westsahara / CORCAS –

 

 Die Webseite haftet nicht für die Funktionalität beziehungsweise für den Inhalt der externen Internetlinks !
  Alle Rechte vorbehalten © CORCAS 2022