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Donnerstag, den 20. Jan 2022
 
 
 
Königsreden

Rabat-Seine Majestät der König Mohammed VI., möge Gott ihm Beistand leisten, hielt am Samstag anlässlich des 45. Jahrestages des glorreichen grünen Marsches eine Rede seinem treuhaften Volk gegenüber ab.




Hierbei ist der vollständige Wortlaut der Königlichen Rede:

"Gelobt sei Gott allein,

mögen Frieden sowie Segen dem Propheten, seinen Kindern und seinen Mitgefährten zuteilwerden.

Geliebtes Volk,

Heute begehen wir den fünfundvierzigsten Jahrestag des grünen Marsches, der ein einzigartiges Modell für die kollektive Mobilisierung, das Engagement für das gute Recht und für die Disziplin darstelle.

In der Tat haben die Marokkaner als aufrichtige Patrioten umgehend dem Aufruf des Architekten des grünen Marsches, unseres ehrwürdigen Vaters, seiner verstorbenen Majestät des Königs Hassan II, möge Gott seiner Seele gnädig sein, Folge geleistet.

Die gesamte Welt machte die Entdeckung davon, wie dem marokkanischen Volk gelungen ist, wie man sich Herausforderungen stellt. Und so gingen wir dank dieses Marsches auf friedlichem Wege, der ein glückliches Ergebnis in der Rückerlangung unserer südlichen Provinzen fand, meisterhaft in die Annalen der Geschichte ein.

In dieser Hinsicht ist der grüne Marsch nicht nur ein wichtiges nationales Ereignis und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Vollendung unserer territorialen Integrität. Er verkörpert überdies eine Dynamik, deren Geist durch die Maßnahmen zur Verfestigung der Marokkanität der Sahara auf internationaler Ebene und zur Rückerlangung der Sahara als treibende Kraft für die regionale und kontinentale Entwicklung aufrechterhalten und erneuert würde.

In dieser Hinsicht fanden in den letzten Jahren auf mehreren Ebenen spürbare Entwicklungen statt:

Auf der Ebene der Vereinten Nationen: Die unzeitgemäßen und unrealistischen Ansätze und Thesen wurden bei der Verabschiedung der jüngsten Resolutionen des Sicherheitsrates definitiv begraben.

Diese jüngsten Resolutionen haben auch die wirksame Beteiligung der von diesem regionalen Konflikt betroffenen realen Parteien bestätigt und die Irreversibilität der politischen und realistischen Lösung auf einvernehmlichem Wege verankert.

Diese Ausrichtung ist dem Geist der marokkanischen Autonomieinitiative entsprechend, der vom Sicherheitsrat und von den Großmächten als einzig logische Option zwecks der Beilegung dieses Konflikts Beistand geleistet wird.

Auf der Ebene der Afrikanischen Union: vermittels der Rückkehr Marokkos in seine afrikanische Familie hat die Organisation das Kapitel der unaufhörlichen Manöver, deren Opfer sie jahrelang war, erfolgreich zu Ende abgefasst.

Seither hat die Afrikanische Union einen konstruktiven Ansatz ausgewählt, der sich auf der uneingeschränkten Unterstützung der Anstrengungen stützt, die der  Generalsekretär und der Sicherheitsrat unter dem exklusiven Mandat der Vereinten Nationen geleistet haben.

Auf rechtlicher und diplomatischer Ebene: Mehrere Bruderstaaten haben in den Städten Laâyoune und Dakhla Generalkonsulate eingeweiht, um die Marokkanität der Sahara klar und deutlich anzuerkennen und um Zeugnis davon abzulegen, dass Sicherheit und Wohlstand voll zuversichtlich in unseren südlichen Provinzen vorherrschen.

Gleichzeitig verweigert sich die überwältigende Mehrheit der Mitglieder der internationalen Gemeinschaft, sich den Thesen anderer Parteien anzuschließen. Tatsächlich erkennen 163 Staaten, die 85% der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen darstellen, die chimärische Einheit nicht an.

Diese Ausrichtung wurde durch die Großmächte verstärkt, die in dieser Angelegenheit konstruktive Positionen einnahmen, insbesondere den Abschluss strategischer und wirtschaftlicher Partnerschaften, einschließlich, ohne Ausnahme bzw. Vorbehalt, mit den südlichen Provinzen des Königreichs als integraler Bestandteil des marokkanischen Hoheitsgebiets.

Ausgehend von diesem Erfolgen bekundet Marokko seine aufrichtige Verpflichtung, im Rahmen der Achtung der Resolutionen des Sicherheitsrates mit seiner Exzellenz, dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, zusammenzuarbeiten, um auf dieser Basis eine definitive Lösung zu erzielen, nämlich die Autonomie-Initiative.

Überdies wird Marokko in seinen Positionen felsenfest bleiben und sich nicht durch sterile Provokationen und verzweifelte Manöver der anderen Parteien unterkriegen lassen. Darüber hinaus ist es klar, dass der vollständige Niedergang ihrer veralteten Thesen das typische Szenario eines kopflosen Ansturms mit sich gebracht hat.

In diesem Kontext bekunden wir unsere kategorische Ablehnung der unannehmbaren Maßnahmen, womit der Verkehrsfluss zwischen Marokko und Mauretanien unterbunden wird, welche den rechtlichen und historischen Status östlich der Sicherheitsmauer abändern bzw. welche dazu führen, einer illegitimen Ausbeutung der Ressourcen der Region nachgehen zu wollen.

Marokko wird, getreu sich selbst, nicht von dem gesunden Menschenverstand und der Weisheit Abstand nehmen, denen es sich nicht abgewöhnen kann. Auf der anderen Seite wird es sich mit äußerster Kraft und Entschlossenheit Missbräuchen widersetzen, die die Sicherheit und die Stabilität seiner südlichen Provinzen unterminieren sollten.

Andererseits sind wir davon überzeugt, dass die Vereinten Nationen und die MINURSO ihre Pflicht weiterhin wahrnehmen werden, indem sie die Wahrung des Waffenstillstands in der Region überwachen.

Geliebtes Volk,

unser Engagement, die Marokkanität der Sahara auf internationaler Ebene zu verfestigen, wird nur durch unser nachhaltiges Handeln erzielt, damit sich unsere sahrawischen Provinzen in  einen Motor der regionalen und kontinentalen Entwicklung verwandeln dürfen.

Um die in unseren südlichen Provinzen auf den Weg gebrachten  großangelegten Projekte abzuschließen, ist es an der Zeit, die vielen Möglichkeiten in den Mittelpunkt zu stellen, die ihr maritimer Bereich in sich verbirgt.

In diesem Kontext hat Marokko in diesem Jahr unter vollständiger Einhaltung der Grundsätze des Völkerrechts die Abgrenzung seiner Seegebiete abgeschlossen und sie in das marokkanische Rechtsarsenal aufgenommen.

Darüber hinaus wird Marokko den mit unserem Nachbarn Spanien eingeleiteten Dialog über die Überschneidungsbereiche der Hoheitsgewässer der beiden befreundeten Staaten beständigerweise fortsetzen.

Dieser Dialog wird im Rahmen des Seerechts zustande kommen und die Partnerschaft einhalten, die sie miteinander verbindet, weit entfernt von dem einseitigen Wunsch, vollendete Tatsachen aufzubürden.

In der Tat wird der Plan zwecks der Förderung der sozioökonomischen Entwicklung der Region zweifellos konsolidiert, indem der Rahmen und die Grenzen der unter die Souveränität des Königreichs fallenden Seegebiete klar definiert werden.

Auf dieser Vision beruhend wird die Südatlantikküste des Königreichs der marokkanischen Sahara gegenüber eine maritime Schnittstelle für die wirtschaftliche Integration und einen Mittelpunkt für den kontinentalen und internationalen Einfluss darstellen.

Tatsächlich ist Tanger-Med bereits als führender Hafen in Afrika anerkannt. Der Atlantikhafen in Dakhla wird dazu den Beitrag leisten, die Bestätigung von diesem Trend zu machen.

Darüber hinaus werden wir weiterhin für die Entwicklung einer echten maritimen Wirtschaft in diesen Gebieten einstehen, die wir so sehr ans Herz geschlossen haben. Dieses Gebiet, das ländlich und seeisch gesehen an Ressourcen und Potenzialen grassiert, wird somit als Brücke und Bindeglied zwischen Marokko und seiner afrikanischen Tiefe dienhaft werden.

In diesem Kontext sei es wichtig, Investitionen in maritime Gebiete einzustecken, sowohl zur Entsalzung vom Meerwasser als auch zur Wahrnehmung erneuerbarer Energien aus Wind bzw. aus Wellen.

Zur gleichen Zeit müssen wir dem Seefischereisektor angesichts seiner Rolle für die Entwicklung der Wirtschaft der Region weiterhin förderlich werden.

Darüber hinaus sei es wichtig, dem Plan Azur, der einen strategischen Hebel im Dienste der Wiederbelebung des Tourismussektors in der Region ausmacht und sich als wahres Ziel für den Meertourismus behauptet, neues Leben einzuhauchen.

Geliebtes Volk,

Die uneingeschränkte Loyalität dem Geist und dem ewigen geleisteten Eid des grünen Marsches gegenüber machen von Nöten, dass alle Marokkaner mobilisiert und wachsam bleiben und sich darum bemühen, sich internen und externen Herausforderungen mit Ernsthaftigkeit und Verantwortungsbewusstsein zu stellen.

Auf dieser Weise können wir die sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungsprojekte unseres Landes durchführen. Wir werden weiterhin unsere Interessen und unsere gerechten Anliegen verfechten und Marokkos Platz innerhalb seiner regionalen und internationalen Umgebung ausbauen.

Es ist auch eine Gelegenheit für uns, der makellosen Erinnerung an die tapferen Märtyrer des Vaterlandes zu huldigen und den Ausdruck unserer Rücksichtnahme auf unsere Königlichen Streitkräfte und auf die Sicherheitskräfte, alle Kategorien zusammen, für deren ständige Mobilisierung zur Sprache zu bringen, um unter unserem Kommando die territoriale Integrität des Landes zu verfechten und seine Sicherheit und seine Stabilität zu bewahren.

Wassalamou alaikoum warahmatoullahi wabarakatouh “.

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