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Sonntag, den 21. Apr 2024
 
 
 
Königsreden

Die Rückkehr Marokkos in die Afrikanische Union wird ihm ermöglichen, seine legitimen Rechte geltend zu machen, die Irrführungen der Gegner der territorialen Einheiten zu berichtigen, ihren Manövern im Wege zu stehen, die den Grundlagen der Vereinten Nationen, ihren Resolutionen und den Haltungen der Mehrheit der Staaten des Kontinents widersprechen

Seine Majestät der König Mohammed VI bekräftigte, dass die Verwurzelung des demokratischen Entwicklungsprozesses und die Förderung unserer afrikanischen Politik den Beitrag dazu leisten, die nationale und territoriale Einheit zu bewahren.



Seine Majestät der König erklärte in einer Rede, die er der Nation ab der senegalischen Hauptstadt anlässlich des 41. Jahrestages des Grünen Marsches adressierte, dass „unsere südlichen Provinzen stark durch das Festhalten ihrer Söhne an ihrer Marokkanität und an dem politischen System ihrer Nation sind, was ihre intensive Beteiligung an den Wahlen und ihr Engagement mit aller Freiheit und Verantwortung in der Verwaltung ihrer lokalen Angelegenheiten widerspiegelt“.

Er fügte hinzu, dass die südlichen Provinzen „ehrgeizig dank des Entwicklungsmodells und der ins Starten gekommenen Projekte ist. Sie genießt darüber hinaus sämtliche Potenziale wie die Sicherheit und die Stabilität sowie die Infrastrukturen, die sie in die Lage versetzt, daraus einen integrierten Entwicklungspolen zu werden, der in seiner regionalen und kontinentalen Umgebung aktiv ist und der einen Schwerepunkt der wirtschaftlichen Kooperation zwischen Marokko und Afrika ist“.

Seine Majestät der König hob hervor, dass „die Entwicklung und die Stabilität unserer südlichen Provinzen eine historische und nationale Verantwortung ist, die allen mit Geist der Kooperation und der Solidarität zufällt“.

Hierbei folgt der vollständige Wortlaut der Königlichen Rede, die seine Majestät der König Mohammed VI, möge Gott ihm den Sieg zuteilwerden, am Sonntag, den 06. November 2016 ab Dakar, an das marokkanische Volk anlässlich des 41. Jahrestages des Grünen Marsches adressierte:

"Gelobt sei Gott allein und mögen Frieden sowie Segen dem Propheten, seinen Kindern und seinen Mitgefährten zuteilwerden,

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Heute spreche ich Sie anlässlich des 41. Jahrestages des Grünen Marsches aus Dakar an, der Hauptstadt des Schwesterlandes Senegal und ich weiß, dass dieser Schritt Sie nicht überraschen wird.

Senegal gehört zu den Ländern, die an diesem nationalen Epos mit anderen afrikanischen und arabischen Ländern teilgenommen haben.

Dieses geliebte Land war immer an der Spitze der Befürworter der territorialen Einheit des Königreichs und dessen hochliegenden Interessen.

Darüber hinaus hat es mehrmals durch Worte und Taten gezeigt, dass es das Anliegen der marokkanischen Sahara als eines seiner eigenen nationalen Anliegen betrachtet.

Die Marokkaner haben die mutige und solidarische Haltung dieses Landes nicht vergessen, als sich Marokko 1984 entschied, aus der Organisation der Afrikanischen Einheit auszutreten. Der damalige Präsident, Herr Abdou Diouf, hielt es für unmöglich, sich die Organisation ohne Marokko vorzustellen.

Die gleiche Haltung wiesen viele afrikanische Staaten wie Guinea, Gabun und Zaire auf.

Ich habe auch Senegal auf Grund des besonderen Status, den es in Afrika genießt, aufgrund seines historisch-demokratischen Modells, seiner politischen und sozialen Stabilität sowie seiner wirtschaftlichen Dynamik gewählt.

Es gibt auch brüderliche Bindungen, die sich auf Solidarität und auf ein gemeinsames Schicksal stützen, die historisch zwischen den marokkanischen und den senegalesischen Völkern bestehen, als ein einziges Volk, wobei jedes eine natürliche Erweiterung des Anderen bildet, in einer einzigartigen Symbiose zwischen zwei unabhängigen Ländern, die die Besonderheiten der anderen Partei respektieren.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Am selben Tag vergangenen Jahres habe ich eine Rede über Afrika aus Laâyoune, in der marokkanischen Sahara, gehalten und heute spreche ich mit Ihnen aus dem Herzen Afrikas über die marokkanische Sahara.

Indem ich meine Rede in diesem gastfreundlichen Land halte, drücke ich ein großes Interesse für unseren Kontinent aus.

Marokkos afrikanische Politik wird sich nicht auf West- und Zentralafrika beschränken. Ich werde dafür sorgen, dass sie eine kontinentale Dimension erlangt und sie das ganze Afrika umfasst.

In diesem Zusammenhang habe ich Ruanda und Tansania Besuch abgestattet, obwohl unsere Beziehungen zu den ostafrikanischen Ländern begrenzt sind - nicht aus Vernachlässigung oder mangelnder Anstrengung, sondern aus objektiven Gründen wie Sprache, geografischer Distanz und kultureller Unterschiede.

Gemeinsam mit den mächtigen Führern dieser Länder, mit denen wir die gleiche Bereitschaft teilen, haben wir uns entschieden, unsere politischen und wirtschaftlichen Beziehungen, angesichts des politischen Einflusses dieser Region, ihres wirtschaftlichen Potentials und ihrer strategischen Vermögenswerte, neue Impulse zu geben.

Am Ende dieser beispiellosen Tour möchte ich mit Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, die Ergebnisse dieser Besuche teilen.

Die ersten Anzeichen einer solchen Offenheit für dieses wichtige afrikanische Gebiet tauchten mit dem Besuch in Marokko im vergangenen Juni meines Bruders, Herrn Paul Kagamé, des Präsidenten der Republik Ruanda, auf.

Mein Besuch in Ruanda hat es uns ermöglicht, diesen Trend zu festigen, da die Grundlagen für eine vielversprechende Partnerschaft in allen Bereichen angelegt sind, um die wichtigste Säule für die Entwicklung unserer Beziehungen in der Region aufzubauen.

Meine Reise nach Tansania war durch ihren Status in der Region, ihre geographische Lage und ihr menschliches Potential geprägt. Ich war auch daran interessiert, mit diesem Land bezüglich regionaler und internationaler Fragen zu koordinieren.

Ich habe auch Kontakte zu den Behörden der Republik Äthiopien angeknüpft, mit denen wir ein neues Kapitel in unseren Beziehungen abfassen werden.

Es wird auch die erste Station im zweiten Teil meiner afrikanischen Tour sein, die eine Reihe von Subsahara-Ländern in Verbindung mit der Rückkehr Marokkos in die kontinentale Organisation umfassen wird.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Marokkos Rückkehr in die Afrikanische Union ist weder eine taktische Entscheidung, noch wird sie durch Überlegungen motiviert. Es ist eine rationale Entscheidung, die nach sorgfältigem Nachdenken getroffen wurde.

Als wir unsere Rückkehr angekündigt hatten, baten wir nicht um die Erlaubnis jedermann, unser legitimes Recht auszuüben.

Auf jedem Fall kehrt Marokko in seinen natürlichen Platz zurück und wird seitens einer überwältigenden Mehrheit unterstützt, um seinen Sitz in der afrikanischen institutionellen Familie zurückzufordern.

Marokko, das sich nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einmischt und das die Teilungspolitik ablehnt, hofft darauf, dass alle Parteien in einer klugen und verantwortungsvollen Weise auf diese Entscheidung reagieren werden, damit sich die afrikanische Einheit und die Interessen der afrikanischen Völker durchsetzen.

Diese Entscheidung ist der Höhepunkt unserer afrikanischen Politik und das Ergebnis des solidarischen Handelns Marokkos mit einer Reihe afrikanischer Länder im Hinblick auf die wirtschaftliche und menschliche Entwicklung, die auf die Unterstützung afrikanischer Bürger abzielt.

Neben der Zusammenarbeit auf bilateraler Ebene und mit regionalen Gruppierungen wird diese Rückkehr unserem Land ermöglichen, sich an sektoralen Entwicklungsstrategien in Afrika zu beteiligen und diese dank der hervorragenden Erfahrung, die Marokko in verschiedenen Bereichen akkumuliert hat, aktiv zu unterstützen und zu bereichern.

Was die großen Probleme und die Probleme des Kontinents betrifft, wird die Rückkehr unseres Landes in seine institutionelle Familie Marokko ermöglichen, der Stimme Afrikas in internationalen Foren Gehör zu schenken.

Sie wird ihm auch ermöglichen, sein Engagement für die Suche nach objektiven Lösungen für diese Fragen unter Berücksichtigung der Interessen und der Besonderheiten der afrikanischen Völker weiter zu stärken.

In dieser Hinsicht möchte ich weiterhin dazu beitragen, die Sicherheit und die Stabilität in den verschiedenen Kriegsgebieten und Spannungskeimen zu stärken und friedliche Lösungen für Konflikte zu finden.

Darüber hinaus wird diese Rückkehr dazu beitragen, dass Marokko stärker in die Bemühungen des Kontinents zur Bekämpfung des Extremismus und des Terrorismus einbezogen wird, die die Zukunft Afrikas in Gefahr bringen.

In diesem Zusammenhang verpflichten wir uns, mit unseren afrikanischen Brüdern unsere herausragenden international bewährten Erfahrungen in den Bereichen der Sicherheitskooperation und der Radikalismusbekämpfung zu teilen.

Was die Migration angeht, so wird sich unser Land weiterhin darum bemühen, mit den eigentlichen Anliegen des Phänomens umzugehen und es mit der Entwicklung im Rahmen eines menschlichen und solidarischen Ansatzes zu verbinden, der die Rechte der Migranten respektiert und ihre Würde bewahrt.

Im Bewusstsein, dass Afrika eine der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen ist, habe ich dafür gesorgt, dass die Klimakonferenz, die in dieser Woche in Marrakesch abgehalten wird, eine Konferenz sein wird, die Afrika zugewidmet ist.

Daher erfordere ich einen afrikanischen Gipfel, der am Rande dieser Konferenz stattfindet, um eine gemeinsame Vision zu entwickeln, um den Forderungen unseres Kontinents, insbesondere in Bezug auf die Finanzierung und auf den Transfer von Technologien,  Rechnung zu tragen.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Die Rückkehr Marokkos in seine kontinentale institutionelle Familie wird unsere unerschütterliche Stellung zur marokkanischen Sahara nicht verändern.

Im Gegenteil wird sie uns ermöglichen, unsere legitimen Rechte geltend zu machen und die von Gegnern unserer territorialen Einheit, insbesondere innerhalb der Afrikanischen Union, getragenen Irrtümer zu beheben.

Wir werden auch ihre Versuche vereiteln, solche Irrtümer Resolutionen beizufügen, die den zu Grunde liegenden Grundlagen der Vereinten Nationen für die Beilegung dieses regionalen Streitfalls und den Standpunkten der meisten afrikanischen Staaten widersprechen.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Unsere afrikanische Politik hat sich - Gott sei Dank - bewährt und fängt an, Früchte zu tragen, sowohl auf der Ebene politischer Positionen im Hinblick auf die Frage der territorialen Einheit als auch im Hinblick auf ein weiteres wirtschaftliches Engagement und auf stärkere Beziehungen zu verschiedenen afrikanischen Ländern.

Heute gilt Marokko als einflussreiche regionale Macht und genießt die Wertschätzung und das Vertrauen nicht nur der Führer des Kontinents, sondern auch seiner Völker.

In diesem Zusammenhang freue ich mich darauf, dass die Regierung eine umfassende, integrierte Politik gegenüber Afrika einführt und den Kontinent als einen Block behandelt.

Ich erwarte auch von den Ministern, dass sie Afrika so viel Bedeutung beimessen, wie ihren Missionen und Reisen in westliche Länder.

Marokko braucht eine ernsthafte, verantwortungsbewusste Regierung. Das zukünftige Kabinett sollte nicht das Ergebnis von Berechnungen sein, die darauf abzielen, die Wünsche politischer Parteien auf der Grundlage der Wahlarithmetik zu erfüllen, als gäbe es Beute zu teilen.

Eine Regierung sollte ein klares Programm und klar definierte Prioritäten parat haben, sowohl für heimische als auch für auswärtige Angelegenheiten, insbesondere was Afrika angeht. Die Regierung sollte im Stande sein, mit den Schwierigkeiten der vergangenen Jahre umzugehen, was die Verpflichtungen Marokkos gegenüber seinen Partnern angeht.

Die Regierung sollte im Einklang mit Programmen und Prioritäten eine effiziente kohärente Strukturierung durchführen. Dies erfordert auch qualifizierte effiziente Ressourcen mit spezifischen sektoralen Zuschreibungen.

Dies sind die Kriterien, die, gewährleiste ich, respektiert werden sollen, wenn die nächste Regierung gebildet wird, in Übereinstimmung mit einer strengen Methodik. Ich werde keine Versuche erdulden, davon abzuweichen.

Marokkaner erwarten, dass die kommende Regierung der Herausforderung dieser entscheidenden Phase gerecht wird.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Ich bin dessen sicher, dass ein stärkerer demokratischer Entwicklungsprozess und eine konsolidierte afrikanische Politik zur Sicherung unserer nationalen und territorialen Einheit beitragen werden.

Unsere südlichen Provinzen sind stark dank ihres Engagements für ihre marokkanische Nationalität und für das politische System der Nation.

Dies spiegelt sich in ihrer massiven Beteiligung an den verschiedenen Wahlen und in ihrer freiwilligen verantwortlichen Teilnahme an der Verwaltung ihrer lokalen Angelegenheiten wieder.

Diese Provinzen sind auch ehrgeizig dank des spezifischen Entwicklungs-Modells und der Projekte, die in der Region ins Starten gekommen sind.

Darüber hinaus haben sie das Potenzial in Bezug auf Sicherheit, Stabilität und Infrastruktur als ein integriertes Entwicklungszentrum auf regionaler und kontinentaler Ebene sowie als eine Plattform für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Marokko und Afrika.

Die Entwicklung und die Stabilität unserer südlichen Provinzen ist eine historische nationale Verantwortung, die wir alle durch gemeinsames Handeln erreichen wollen.

Bei dieser Gelegenheit erinnere ich mich mit tiefstem Respekt an den Architekten des Grünen Marsches, an meinen verehrten Vater, seine verstorbene Majestät, König Hassan II., möge er in Frieden ruhen - ebenso wie an alle glorreichen Märtyrer der Nation.

Ich möchte auch alle Komponenten unserer königlichen Streitkräfte für ihre Hingabe und für ihre ständige Mobilisierung unter meiner Kommandantenschaft würdigen, um die Einheit und die Souveränität der Nation zu schützen und ihre Sicherheit und Stabilität zu bewahren.

Wassalamu alaikum warahmatullah wabarakatuh".

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