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Mittwoch, den 22. Mai 2024
 
 
 
Königsreden

Seine Majestät König Mohammed VI, forderte am Montag die anderen Parteien dazu auf, die historische Chance der marokkanischen Autonomie-Initiative beim Schopfe zu ergreifen", um sich auf inhaltliche Verhandlungen einlassen zu können, unter der Schirmherrschaft des Generalsekretärs und seines Persönlichen Gesandten, den wir unseren aufrichtigen Willen zur Zusammenarbeit bekräftigen. "



In einer Rede vor der 65. Tagung der UN-Generalversammlung, die von Premierminister Abbas El Fassi vorgelesen wurde, erinnerte der König daran, dass Marokko im Jahr 2007 den Vereinten Nationen eine Autonomie- Initiative zur Beilegung des künstlichen Streits in den  südlichen Provinzen Marokkos vorgelegt hat.

Die Vorlegung dieser Initiative ", sagte der Souverän entstammt einer tiefgewurzelten Überzeugung und aufrichtigem Wunsch, unsere Beziehungen in der Maghreb-Region zu verfestigen.

"Diese mutige und innovative Initiative hat die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft und der Sicherheitsrat erhalten, die wiederholt die marokkanischen Bemühungen als seriös und glaubwürdig beschrieben haben. Sie begrüßten auch den aktiven Beitrag Marokkos zur Auflösung des vorliegenden Rechtsstreits, der die Maghreb-Integration gefährdet und den Wohlstand der fünf Maghreb-Völker verhindert", versicherte seine Majestät der König.

Der König sagte, dass "die Notwendigkeit, unsere Region aus dem Streit durch unsere gemeinsame Aktion zu befreien, härter und täglich in der Region geworden ist, und bei unseren strategischen Partnern zu spüren ist. Es wird immer mehr ein Zwang, dass wir die vielen Herausforderungen, vor allem im Bereich der Sicherheit, sowohl in der Sahel-Sahara, als auch in seiner atlantischen Dimension, zu meistern haben,", immer seiner Majestät dem König zufolge.

Vollständiger Text der Rede Seiner Majestät des Königs in der 65. Tagung der UN-Generalversammlung

Hierbei der vollständige Text der Rede vom König Mohammed VI in der 65. Tagung der UN-Generalversammlung, die am Montag vom Premierminister Abbas Fassi vorgelesen wurde:
"Gelobt sei Gott allein,
und Gruß sei auf den Propheten, seine Familie und seine Gefährten.
Exzellenz,
Präsident der Generalversammlung der Vereinten Nationen.

 Generalsekretär,
Lassen Sie mich Ihnen herzlich, Präsidenten, zu Ihrer Arbeit der 65. Tagung der UN-Generalversammlung gratulieren.
Außerdem möchte ich unsere Wertschätzung für die Bemühungen Ihres Vorgängers, Herrn  Ali Triki, zum Ausdruck bringen, der  unermüdlich gearbeitet hat, um neue Impulse der Arbeit Ihrer UN-Generalversammlung zu geben.
Ich erweitere meinen aufrichtigen Dank Seiner Exzellenz, dem Generalsekretär, für seine unermüdliche Arbeit zugunsten unserer Organisation.

Liebes Publikum,
Wir betrachten diese Session, nach dem Millenniumsgipfel im Jahr 2000, als eine gute Gelegenheit, zur Ergreifung unserer einvernehmlichen Vision, um unsere gemeinsamen Bemühungen in den kommenden Jahren fortzusetzen, und bekräftigen unsere Bekenntnis zu den drei Komponenten, die grundlegend für diese Vision sind: Sicherheit und Stabilität, Entwicklung und Wohlstand, Förderung der Menschenrechte und der Menschenwürde. Diese drei Prioritäten konstituieren weiterhin die Basis der neuen internationalen Tagesordnung.

Auch ist dieses wichtige Treffen eine ideale Gelegenheit, um unser Engagement für die Verpflichtungen für diese Prioritäten und unser Engagement für die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit zu bekräftigen, als eine solide Grundlage für den Aufbau einer sicheren und unterstützungswertigen Welt.

Zutiefst überzeugt von der Bedeutung der Vereinten Nationen und dem besonderen Platz, den sie  einnimmt, ist Marokko ständig darum bemüht, Ihrer Organisation die praktische Unterstützung zu bieten, wobei er darauf achtet, die Werte und Prinzipien verkörpern zu wollen und zu der Verwirklichung ihrer Ziele beizutragen.

Noch wichtiger ist, dass unser Land versucht hat, in perfekter Harmonie mit den nationalen Prioritäten einer internationalen Agenda beizutreten.

Herr Vorsitzender,
Im Bereich der Friedenssicherung, ist die historische Aufgabe der Vereinten Nationen vorteilhaft für die ganze Menschheit.
Ab dieser Tribüne, werden von der internationalen Gemeinschaft neben Marokko umfangreiche Investitionen und Bemühungen erfordert, zur Beilegung der offenen oder latenten Streitigkeiten in den Beziehungen zwischen den Nachbarstaaten, die ihre vitale wirtschaftliche Integration behindern, insbesondere in Afrika.

Mit dieser tief verwurzelten Überzeugung und diesem aufrichtigen Wunsch zur Verbesserung unserer Beziehungen in der Maghreb-Region, haben wir im Jahr 2007 den Vereinten Nationen eine Autonomie-Initiative vorgelegt, zur Beilegung des künstlichen Konflikts in den südlichen Provinzen Marokkos.

Diese mutige und innovative Initiative hat die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft und der Sicherheitsrat erhalten, die wiederholt die Bemühungen Marokkos als seriös und glaubwürdig beschrieben haben. Sie begrüßten auch den aktiven Beitrag Marokkos zur Auflösung des vorliegenden Rechtsstreits, der die Maghreb-Integration gefährdet und dem Wohlstand der fünf Maghreb-Völker im Wege steht.

In diesem Zusammenhang fordert Marokko andere Parteien dazu auf, diese historische Gelegenheit beim Schopfe zu ergreifen, in substanzielle Verhandlungen unter der Schirmherrschaft des Generalsekretärs und seines Persönlichen Gesandten einzutreten, denen wir unseren aufrichtigen Wunsch zur Zusammenarbeit bekräftigen.

Die Notwendigkeit, unsere Region aus dem Streit durch unsere gemeinsame Aktion herauszubringen, ist unter unseren strategischen Partnern zu spüren. Und dies angesichts der vielen Herausforderungen, die wir trotzdem meistern, vor allem im Bereich der Sicherheit, sowohl hinsichtlich der Sahel-Sahara-Zone, als auch im Hinblick auf seine atlantische Dimension.

Herr Vorsitzender,
Die Förderung des Friedens im Nahen Osten ist nicht unmöglich. Das Fortbestehen des Konflikts ist nicht unvermeidlich. Der einzige Ausweg für die Lösung dieses Konflikts ist, dass zwei Staaten zusammenleben? in Frieden und in Sicherheit.

Die internationale Gemeinschaft ist daher dazu aufgefordert, den Prozess der direkten Verhandlungen anzukurbeln, unter der Schirmherrschaft der amerikanischen Regierung, und es ist eine ideale Gelegenheit, ernsthaft daran zu arbeiten, eine endgültige Regelung in Übereinstimmung mit den internationalen Resolutionen der Vereinten Nationen und auf der Grundlage einer genauen Referenz, eines umfassenden Plans, eines festen Zeitplanes und eines definierten Zeithorizonts, zu fördern.

Marokko ist in den Friedensprozess einbezogen, und wir erkennen, dass die Verhandlungen nicht nur eine Frage eines palästinensischen Staates zu Ausübung dessen  vollen Souveränität, mit der Al-Quds Al-Sharif als Hauptstadt, und die damit verbundenen dornigen Fragen sind, aber auch die Notwendigkeit, einseitige Maßnahmen zu vermeiden und die Besiedlungen zu stoppen, vor allem in Al-Quds Al-Sharif.

In unserer Eigenschaft als Präsident des Al-Quds Ausschusses haben wir nie aufgehört, die Aufmerksamkeit der Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft auf die Sensibilität des Themas der Al-Quds und der Judaisierung zu lenken, die versucht, die Spezifität dieser heiligen Stadt zu ändern. Jerusalem muss ein Symbol für harmonische Koexistenz der monotheistischen Religionen werden, eine Stadt des Friedens und der Koexistenz des palästinensischen und israelischen Volkes.

Herr Vorsitzender,
Wir erörtern seit zwei Tagen den Status der Erreichung der MDGs. Der Befund war klar, dass die Krisen und die Auswirkungen des Klimawandels für mehrere Entwicklungsländer, insbesondere in unserem afrikanischen Kontinent, die Erreichung der meisten dieser Ziele im Wege gestanden haben.

Mit einer Bevölkerung von über 900 Millionen Personen und durch die Gewährleistung der Autarkie in dessen natürlichen Ressourcen, könnte Afrika ein Kontinent des Wachstums werden.

Trotz dieses Potenzials, bleibt Afrika außerhalb der ausländischen Direktinvestitionen in der Welt, eines Trends, der mit der Wirtschaftskrise und der Finanzkrise beschleunigt wird.

In diesem Zusammenhang bietet Marokko vor der Generalversammlung der Organisation der Vereinten Nationen einen hochrangigen Dialog über Investitionen in Afrika an.

Darüber hinaus erfordern die Herausforderungen der Globalisierung durch die internationale Gemeinschaft, dringend bedeutende Reformen der derzeitigen Architektur der globalen wirtschaftlichen Governance zu treffen und sich stärk für eine neue Ordnung der globalen Umweltprobleme zu mobilisieren, zur fairen, gerechten und operativen Sicherung unseres Planeten für heutige und künftige Generationen.

Herr Vorsitzender,
Das Königreich Marokko betrachtet  den Schutz und die Förderung der Menschenrechte als eine irreversible Entscheidung im Einklang mit einer umfassenden Strategie für einen partizipativen Ansatz, um Talente und Menschenwürde zu fördern, daraus ein demokratisches Modell der Gesellschaft und der Entwicklung ausbildend.

In dieser Hinsicht hat Marokko Großprojekte und wichtige Reformen eingeleitet, und stellte erhebliche Fortschritte bei der Ausweitung des Freiraums der individuellen und kollektiven Freiheiten und der menschlichen Würde zum Schutz der Rechte seiner Bürger, darunter der Frauen, der Kinder und der sozialen Gruppen mit spezifischen Bedürfnissen, an.

Auf internationaler Ebene war die feste Zusage des Königreichs Marokko zum Rat der Menschenrechte und der Gründung seiner Mechanismen, die heute zu dessen Wahl im März 2010 bestätigt wird, bei der Generalversammlung, dieser zentralen Institution des UN-Systems, verantwortlich für die Menschenrechte zu werden, und zur Revision Teil einer Vision zu erneuern, indem die Menschenrechte im Mittelpunkt der Dynamik der menschlichen und nachhaltigen Entwicklung stehen.

Marokko hat keine Mühe für die Entstehung konvergenter und verantwortlicher Werte der Menschenrechte gespart, weit weg von der Rhetorik und frei tendenziöser Manipulation.

Meine Damen und Herren,
Die Welt hat noch einen weiten Weg zu überqueren, damit die Staaten und die Menschen lernen, in  Vielfalt zu leben, als eine Quelle des spirituellen, kulturellen und zivilisatorischen Reichtums. Der Dialog zwischen den Kulturen ist nicht nur notwendig, sondern er stellt jetzt eine Priorität dar.

Es ist wichtig, dass die UNO das bevorzugte Fahrzeug einer Kultur des Friedens, der Toleranz und des gegenseitigen Verständnisses und der Katalysator für eine neue Form der Solidarität und der Zusammenarbeit wird und dass sie sich für das Wohl und den Fortschritt der menschlichen Gemeinschaft und für den Frieden und die Würde aller Menschen, wo immer sie sind, engagiert
Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit.

Wasalamou alaikum wa rahamatoullahi barakatouh.

Quelle: MAP
- Neuigkeit über die Frage der Westsahara / CORCAS -

 

 

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