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Sonntag, den 20. Sep 2020
 
 
 
Fortsetzung

Rabat-Die Sicherheitskrise in den Lagern Tinduf hat sich in letzter Zeit aufgrund der Beteiligung von Elementen der Front Polisario an Aktivitäten organisierter Kriminalität und ihrer Beziehungen zu Terrororganisationen in der Sahelzone verschärft, betonte Mohamed Tayyar, Forscher für politische Studien.




Diese Krise hat das Misstrauen der Bevölkerung gegenüber den sogenannten Sicherheitsinstitutionen erweckt, insbesondere nach der Enthüllung von Informationen, wonach diese „Organe“ Kriminelle unter Schutz hielten bzw. ihnen bei der Flucht behilflich waren, zusätzlich zum Verlust von Waffenmengen aus ihrem Hauptquartier, stellte der Forscher in einem Interview MAP gegenüber die Angabe auf.

In Bezug auf die Gefahren der Beteiligung von Elementen der Front Polisario an Aktivitäten des organisierten Verbrechens und des Terrorismus gab Herr Tayyar an, dass mehrere Informationsseiten zu „Aktivisten der Front Polisario“ die Behauptung aufstellten, dass die fünf Lager Tinduf eine Ausbreitung des organisierten Verbrechens in Bezug auf terroristische Einheiten in der Sahelzone sowie auf die Kontrolle durch Banden von Menschenhändlern in den Gebieten der Lager Tinduf erfuhren.

Dieselben Standorte decken die Beteiligung der Verantwortlichen der Front Polisario am Handel aller Art auf, nämlich an der Veruntreuung von Produkten, die von humanitären Organisationen zugunsten der Bevölkerung von Tinduf bestimmt sind, am Handel mit subventionierten Lebensmitteln aus Algerien, Treibstoff, Drogen und Waffen nebst dem Menschenhandel, erklärte der Forscher, der gerade eine Doktorarbeit zum Thema „Die Sicherheitskrise in der Sahelzone und deren Gefahren für die marokkanische nationale Sicherheit“ verteidigt hat.

In Bezug auf die aktuelle Rolle Algeriens in den Lagern in Tinduf erinnerte der Forscher daran, dass das algerische Regime während der Herausbildung dieser Lager in den ersten Jahren des marokkanisch-algerischen Konflikts um die Sahara mehrere marokkanische Saharawi-Bürger entführt hatte. Jahre danach wurde es ihnen untersagt, auf algerischem Hoheitsgebiet tätig zu werden und sich der Bevölkerung des Südens anzuschließen.

Nach dem Waffenstillstand in 1991 hatten die jungen Menschen in den Lagern Tinduf und die mobilisierten Elemente keine andere Wahl vor sich, als sich auf den Menschenhandel in all seinen Ausprägungen einzulassen und sich den Aktivitäten des organisierten Verbrechens und bewaffneter Organisationen und Terroristen in der Sahelzone anzuschließen, erinnerte er daran.

Tindouf : Exacerbation de la crise sécuritaire en raison de l’implication du “polisario” dans le crime organisé et le terrorisme


Algerien profitiere von der Instabilität in den Lagern Tinduf und in der Sahelzone im Allgemeinen, fuhr Tayyar fort, feststellend, dass diese Situation dem Nachbarland dabei behilflich ist, zwei Zielsetzungen gerecht zu werden.

Dies ist zum einen die Beteiligung bestimmter Generäle am Drogenhandel und das Interesse, das sie an dieser in den Lagern Tinduf fortgesetzten Spaltungssituation hegen, schob der Forscher nach.

Das zweite Ziel besteht darin, dass das algerische Regime versucht, den Bemühungen der Nachbarländer, insbesondere Mauretaniens und Malis, im Wege zu stehen, die in der Region reichlich vorhandenen Bodenschätze zu auskundschaften, indem es die Entwicklung von Aktivitäten im Bereich organisierter Kriminalität und des Terrorismus toleriert und indem garantiert wird, dass die Sicherheit und Stabilität Marokkos unterminiert wird.

Diese akademische Arbeit soll dem Forscher zufolge die Sicherheitslage in der Sahelzone und deren Auswirkungen auf Marokko aufklären dürfen. Sie unterstreicht die historische Präsenz Marokkos in dieser Region.

Die Verteidigungsjury dieser Arbeit setzte sich aus Mohamed Boujdad (Präsidenten), Abdelhamid Benkhattab (Supervisor und Mitglied) und den Professoren Zakaria Abouddahab, Rachid Merzguioui und Khalid Chegraoui zusammen.

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