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Dienstag, den 16. Jul 2019
 
 
 
Aktendeckel

Parallel zu dem Kongress der Front Polisario in Tifariti, zahlreiche Dissidente, die die Volksmassen der Lager von Tindouf  vertreten, sind in Gjijimate, 30 Kilometer weit von Tifariti zu einem historischen Kongress zusammengekommen, um ihre Missbilligkeit der politischen Linie der momentanen Leaders der Front Polisario sowie ihrer schlechten Verwaltung der Verhandlungen mit dem Königreich Marokko in Manhasset unter der Schirmherrschaft der vereinten Nationen zu äußern.




Es soll daran erinnert werden, dass diese Verhandlungen das Objektiv haben, eine finale und von allen Parteien akzeptierte Lösung für diesen sterilen mehr als 32 jährigen Konflikt zu finden, und dies mit dem Ziel, die Qualen der in den Lagern von Tindouf festgehaltenen marokkanischen Staatsbürger zu stoppen.

In einem Kommunique, genannt zu diesem Anlass „Kommunique von Gjijimat“, die Vertreter zahlreicher Stämme der Lager von Tindouf haben ihre Unterstützung für das vom Königreich Marokko vorgeschlagene Autonomieprojekt geäußert, sobald dieses Projekt ihnen eine würdige Rückkehr in das Mutterland garantiert und sobald es ihre sozialwirtschaftlichen Rechte und ihre kulturelle Identität wahrt.

Wir präsentieren Ihnen neben stehend das Kommunique von Gjijimate

Kommunique von Gjijimate in der Umgebung von Tifariti

Wir, Mitglieder der Front Polisario, im Kongress von Gjijimate in der Umgebung von Tifariti, vom 14. Dezember bis zum 18. Dezember 2007, unter dem Thema: die Autonomie als finale Lösung für die Versöhnung und für die würdige Rückkehr in das Mutterland, zusammengekommen,

1.   In Rücksicht der nachteiligen Konsequenzen des Saharakonflikts auf unsere Familien, unsere Gesellschaft und unsere Region;

2.   In Rücksicht des Scheiterns aller Versuche der Beilegung des Konflikts im Rahmen oder im Nichtrahmen der vereinten Nationen;

3.    In Rücksicht der langen Dauer des Konflikts;

4.  In Rücksicht der negativen Konsequenzen des Konflikts auf unsere Familien, unsere Gesellschaft und auf unsere wirtschaftliche sowie politische Entwicklung;

5.  In Rücksicht des rein politischen Charakters des Konflikts;

6.  In Rücksicht dessen, dass es einleuchtend ist, dass der Konflikt durch die Verhandlung und durch friedliche Wege beigelegt werden soll;

7. In Rücksicht des von unseren Familien geäußerten Willens nach einer würdigen Rückkehr in das Mutterland in Frieden und in gutem Glauben;

8. In Rücksicht der dringenden Notwendigkeit, diesem sterilen Konflikt ein Ende zu setzen und seine nachteiligen Konsequenzen zu stoppen;    

9. In Rücksicht der Abwesenheit der Demokratie und der Transparenz der momentanen Leaders der Front Polisario und ihrer Willkür, die unsere Zukunft gefährdet;

10. In Rücksicht der absoluten Ablehnung der Leaders der Front Polisario jedes Vorschlags des Friedens und der konstruktiven Verhandlung, um mit diesem Konflikt fertig zu werden, der enorme Schaden unseren Familien zugefügt hat;

11.  In Rücksicht des von unseren Familien geäußerten Willens, unverzüglich in das Mutterland zurückzukehren, definitiv die Lager von Lahmada aufzugeben und dezent zu leben in allen Aspekten, was das moderne Leben anbietet;

12. In Rücksicht des heiß geäußerten Willens, die Abtrennung der Familien zu stoppen;

13. In Rücksicht der nachteiligen kurz- und langfristigen Konsequenzen der Aufrechterhaltung der irrealisierbaren Anforderungen;

14. In Rücksicht unseres Willens nach einer finalen Versöhnung und nach einer Wiedervereinigung aller Sahraouis in ihrer Erde und in ihren Städten;

Wir proklamieren das, was folgt:       

1. Unsere Annahme des Autonomieplans als Lösung für den Konflikt, besonderes, wenn dieser Plan uns definitiv und ewig einen verfassungsmäßigen Rahmen garantiert, der unsere politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte wahrt, und dies unter marokkanischer Souveränität. Wir legen auch auf, dass der Autonomieplan uns würdige Bedingungen der Rückkehr in das Mutterland unserer Familien in der Demokratie, im Frieden und im Respekt der Menschenrechte garantiert, in dem er ihnen eine moralische und finanzielle Entschädigung für die verlorenen Jahre in den Lagern anbietet;

2. Unsere Unterstützung für die Annäherungsweise des Präsidenten des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten (CORCAS) unter der aufgeklärten Führung seiner Majestät des Königs Mohammed VI, möge Gott ihm Beistand leisten.

Wovon Kommunique gemacht in Gjijimate in der Umgebung von Tifariti, an diesem Dienstag, den 18. Dezember 2007.

Ungefähr Hunderte Sahraouis kehren in das Mutterland zurück

Ungefähr Hunderte von Sahraouis sind vor kurzem in das Mutterland zurückgekehrt aus Richtung der Lager von Tindouf in Algerien, in dreien Gruppen aus Personen, die am Kongress von Gjijimat teilgenommen haben, der im letzten Dezember in der Region Tifariti, in der marokkanischen Sahara, abgehalten wurde.

Diese Zurückkehrenden, in Begleitung von 20 Kindern, sind in der Grenzlokalität von El Karkat (380 Km südlich von Dakhla) eingetroffen, in Erwiderung auf den königlichen Aufruf „das Vaterland ist gnädig und barmherzig“ und von ihrer Überzeugung ausgehend, dass die marokkanische Autonomieinitiative der Sahararegion unter der marokkanischen Souveränität verheißungsvolle Perspektiven anbietet, die den Aspirationen der Söhne der Region und der Einheit und der Entwicklung Folge leistet.

Sahraouische Quelle geben an, dass andere Familien sich darauf vorbereiten, nach Marokko in den nächsten Tagen zurückzukehren. In Presseerklärungen haben Einige dieser Zurückkehrenden ihre Freude und ihre Unterstützung für das vom Marokko vorgeschlagene Autonomieprojekt geäußert.

Sie haben versichert, dass ihr Rückkehr in das Mutterland in den Rahmen der Erneuerung ihres Treueids seiner Majestät dem König Mohammed VI, Kommandeur der Gläubigen, fällt, ein Treueid, das ihre Vorfahren den Souveräns der glorreichen alaouitischen Dynastie geleistet haben, und haben ihre Dankbarkeit für den herzlichen Empfang geäußert, der ihnen reserviert wurde.

Nach dem sie die schwierige und katastrophale Situation, die die Sequestrierten der Lager von Tindouf erleiden, beschrieben haben, diese Zurückkehrenden haben angegeben, dass die Mehrheit der Sahraouis in den Lagern von Tindouf auf die Gelegenheit warten, um in das Mutterland zurückzukehren.

Sie haben in diesem Zusammenhang zu der Behebung der Blockade, die ihren sequestrierten Verwandten in den Lagern von Tindouf, im Süden Algeriens, auferlegt wird, aufgefordert, in der Absicht, ihnen zu ermöglichen, zu den Ihrigen zurückkehren.

Sie haben daneben alle marokkanischen Sahraouis dazu aufgerufen, wo sie sich auch befinden mögen, in das Mutterland zurückzukehren, um hier in der Würde, in der Einheit und in der Stabilität zu leben.

Der Kongress von Gjijimat hatte seine Adhäsion dem marokkanischen Vorschlag für die Verhandlung eines Autonomiestatuts in der Sahararegion geäußert. Der Kongress hatte seine Unterstützung der Demarche des Präsidenten des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten (CORCAS) unter der Schirmherrschaft und unter der gesegneten Orientierung seiner Majestät des Königs Mohammed VI erneuert.

CORCAS hatte am 17. und 18. Dezember in Smara seine 2. ordinäre Session abgehalten und dies unter dem Thema « die Autonomie, eine definitive Lösung für die Realisation der Versöhnung und der Rückkehr in der Würde“, während derer sein Präsident versichert hat, dass Marokko dabei ist, die erforderlichen Anstalten zu treffen, um die kollektive Rückkehr der marokkanischen Sequestrierten in Tindouf zu verwalten.


Naba Deddah El Meki, Mitglied der Gruppe Gjijimat, zeigt die Praktiken der Polisario an

«die Unterschlagung der humanitären Hilfe ist systematisch»

Naba Deddah El Meki, ehemalige Verantwortliche der Austeilung der humanitären Hilfe in Tindouf, erläutert ALM, wie Polisario, in perfekter Absprache mit der algerischen Gewalt, die humanitäre Hilfe für die Sequestrierten unterschlug.

ALM: was geht in den Lagern von Tindouf vor sich?
Naba Deddah El Meki: ich habe in den Lagern von Tindouf von 1979 bis Anfang 2008 gelebt. in dieser Periode habe ich differente Funktionen besetzt: Verantwortliche des Jugendbüros, Lehrerin und Kaporal. Die Situation ist geradezu katastrophal, die Führung der Polisario profitiert vom Konflikt, während die Mehrheit der Sequestrierten in Elend und in absolutem Bedürfnis lebt. Schlimmer noch, diese Letzte ist ein Instrument geworden, um sich um die Almlosen  der internationalen Nichtregierungsorganisation zu bewerben.

Wie gelingt es der Führung der Polisario, die humanitäre Hilfe zu erhalten?
Die Führung der Polisario hat sich kolossal bereichert, in dem sie die Sequestrierten ausgenutzt hat. Sie griff auf eine fürchterliche Beschreibung der Situation in den Lagern zurück, um die Hilfe zu erhalten, die zu ihren Urobjektiven unterschlagen wird. Diese Führung verfährt auf die Austeilung eines kleinen Teiles dieser Hilfe, während der Rest nach Mauretanien, Mali und Algerien befördert wird, um auf den Schwarzmarkt abgesetzt zu werden. Es ist höchste Zeit, der internationalen öffentlichen Meinung über den reellen Bestimmungsort der humanitären Hilfe Aufschluss zu geben, die noch die Reichen der Polisario auf Kosten der Sequestrierten reicher macht. Die einflussreichen Mitglieder der Front haben Konten, die sich auf Millionen Dollars bei den europäischen Banken belaufen, ganz von den luxuriösen Residenzen in Algerien, in Spanien und in Mauretanien zu schweigen.

Welche Argumente könnten Sie geltend machen, um die Unterschlagung der Hilfe zu beweisen?
Die Beispiele sind multipel. Sobald man vor Ort ist, ersuchen die Vertreter der internationalen Nichtregierungsorganisationen darum, den Jenigen zu begegnen, denen die Hilfe zugedacht ist. Die Verantwortlichen der Polisario setzen sie in Kontakt mit jungen Mädchen, die noch minderjährig sind, die sich aber als Familienmutter ausgeben, die aus sechs Mitgliedern zusammengesetzt ist. Diese Mädchen werden unter den Jenigen gewählt, die den Mitgliedern der Führung der Front nahe stehen. Manchmal, einige Personen üben Druck auf sie aus, um ihr  Schweigen darüber zu garantieren.
Die Algerier beteiligen sich auch an diesen Schwindeloperationen und ich kann Ihnen versichern, dass 200 bis 300 Karawanen jährlich Hilfe transportieren (Kinderspiele, Decken, Parfüms), die die spanischen Nichtregierungsorganisationen anbieten, sobald sie in Algerien eintreffen, werden sie auf Lager einiger mächtiger algerischer Auskundschaftsdienste wieder befördert, und dies im perfekten Einvernehmen mit der Führung der Polisario.

Könnten Sie beispielsweise Operationen der Unterschlagung zitieren, denen Sie beigewohnt haben?
Es gibt die Angelegenheit des Scanners für die Bevölkerung von Tindouf, der von einer schweizerischen Nichtregierungsorganisation gespendet wurde, und  der transportiert und in Mauretanien abgesetzt wurde, und dies durch einen Hochverantwortlichen der Polisario. Mitglieder dieser Nichtregierungsorganisation sind gekommen, um ihn zu installieren, sie haben ihn aber nicht wieder gefunden. Der Scanner war verschwunden. Über die Idee beunruhigt, dass dieses Skandal ihrem Image der internationalen öffentlichen Meinung gegenüber unförderlich wird, haben die Dirigenten der Polisario eine Armeetruppe nach Zouerate in Mauretanien depeschiert, um den Scanner zurück zu gewinnen und ihn zu den Lagern zurückzuführen. Es besteht auch den Fall einer italienischen Nichtregierungsorganisation, die ein Krankenhaus für eine Milliarde und 400 Millionen algerische Dinars finanziert hat. Das war auch ein Skandal. Bei seiner Einweihung wurden die Italiener schockiert, zu sehen, dass das Krankenhaus nicht entsprach, dass was getan werden sollte und sie haben eingesehen, dass ihre Funds von ihrem Objektiv abgeführt wurden, um auf Konten einiger Mitglieder der Führung der Polisario eingezahlt zu werden. Diese Schwindeloperation wurde von Bouchraya Bayoun geleitet, der heute Vertreter der Polisario in Spanien ist.


Wie kann es dieser Situation abgeholfen werden?
Die internationalen Nichtregierungsorganisationen sollen für ihre Verantwortung bürgen. Sie sollen selbst auf die Austeilung dieser Hilfe den Berechtigten verfahren, beziehungsweise sie abbrechen, in Erwartung, dass Kontrollmechanismen eingesetzt werden, um sich deren Bestimmungsort zu vergewissern. Die Führung der Polisario hat ein System entwickelt, das ihr ermöglicht, die Realität zu maskieren und die ausländischen Medien in die Irre zu führen, wie die Tatsache der Aufbauschung der Anzahl der Personen, die in den Lagern leben, die nicht 50 Tausend Personen übersteigt, und die Polisario vorgibt, dass sie sich auf 200.000 Personen beläuft.


Achark Awsat : die Schioukhs der Polisario rufen deren Führung dazu auf, den Vorschlag der Autonomie anzunehmen

Sie haben die vereinten Nationen dazu aufgerufen, zu intervenieren, um den Leiden der Bewohner der Lager der Front ein Ende zu setzen

Gjijimate (Umgebung von Tifarity in der Sahara)- Schioukhs der Front Polisario, die in Gjijimate in der Umgebung von Tifarity der Stempelzone zusammengekommen sind, haben die vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, zu intervenieren, um den Leiden der Bewohner der Lager der Front Polisario ein Ende zu setzen, die eine soziale und wirtschaftliche Situation erleben, die sie als schwierig qualifizieren.

Dieser Kongress, der einflussreiche Stammpersönlichkeiten umfasst, hat auf die Notwendigkeit bestanden, eine rasche Lösung für das Saharaproblem zu finden, die Führung der Front Polisario dazu aufrufend, den Vorschlag der Autonomie anzunehmen, den Marokko unterbreitet hat, um diesen Konflikt beizulegen, da nun er eine adäquate Lösung darstellt und da nun er sich der internationalen Unterstützung erfreut. Die Schioukhs, die in verschiedenen Orten der Sahara protestiert haben, haben ihre Ablehnung „für die schlechte Verwaltung der Führung der Front Polisario“ ihrer Frage geäußert, die mehr als 30 Jahren andauert und die bisher keine gerechte Lösung erfahren hat, darauf hinweisend, dass sie diese Lösung nötig haben, angesichts der schlechten und schwierigen Lebenslage der Bewohner der Lager.

Der offizielle Sprecher dieses Kongresses Hamad Ould Darwish hat ausländischen Parteien die Verantwortung aufgebürdet, Hindernisse anzulegen, um zu keiner Lösung für das Saharaproblem zu gelangen und hat in diesem Zusammenhang dazu aufgerufen, ein Ende dem Handel mit diesem Dossier zu setzen, „wo“ ihm zufolge „sich nur eine Minderheit auf Kosten der Anderen bereichert“.

Ould Darwish hat in einer ausführlichen Anrede darauf hingewiesen, dass ein großer Teil der humanitären Hilfe zugunsten dem sahraouischen Volk in anderen Regionen wie in Mauretanien und in Mali durch Polisario abgesetzt wird, dies verschlimmert die Lage der Bewohner in den Lagern von Lahmada, die gezwungen sind, sich in andere Orte zu begeben, auf der Suche nach ihrer täglichen Ernährung.

Die Kongressisten haben kräftig widerlegt, dass sie Bestechungsgeld von der marokkanischen Behörden erhalten, um solche Aktivitäten parallel zum Kongress der Front Polisario in der Stempelzone zu unternehmen, darauf hinweisend, dass diese Gerüchte zu einer propagandistischen Kampagne gehören,  um die Realität der Front Polisario zu verdecken, die angefangen hat, sich zu zerbröckeln und die nicht in der Lage ist, eine adäquate Lösung für diesen Konflikt zu finden, der seit mehr als 30 Jahren andauert.

Es ist das erste Mal, dass sich protestierende Stimmen innerhalb der Front erheben. Ein Aktivist dieses Kongresses hat zur Erwähnung gebracht, dass sie beabsichtigten, einen parallelen zweiten Kongress zum 12. Kongress der Front abzuhalten, um ihre Ablehnung der Politik der Front zum Ausdruck zu bringen, hinzufügend, dass die sicherheitlichen Hindernisse, worauf sie gestoßen sind, sie dazu bewogen haben, diesen Schritt nicht zu unternehmen und sich in andere Orte in der Sahara zu bewegen, um ihre Botschaft mit jeglichem Preis sein mag, zu übermitteln.

Die Teilnehmer an diesem Kongress haben in einem Kommunique besagt „Gjijimat“ ihre Unterstützung für die Autonomie geäußert, unter der Bedingung, dass „sie die Bedingungen einer würdigen und respektvollen Rückkehr der Unserigen in ihre Heimat im Rahmen der Demokratie, der Freiheit und des Respekts der Menschenrechte bereitstellt und dass sie eine Gelegenheit wird, um sie materiell und emotionell zu entschädigen“.

Die Kongressisten haben am Ende ihres Kongresses, der unter dem Thema „die Autonomie, eine definitive Lösung für die Realisation der Versöhnung und der würdigen Rückkehr“ organisiert wurde, ihre Unterstützung für „die Annäherungsweise“ des Präsidenten des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten auf Anweisung des Königs Mohammed VI erklärt.          


Die Zeitung Al Hayat: die erhobenen Stimmen im Kongress von Gjijimat sind der Jenigen...

Die erhobenen Stimmen im Kongress von Gjijimt, der parallel zu dem Kongress der « Polisario » von den Schioukhs und Chefs der Stämme Sahraouies abgehalten wurde, sind die Stimmen der Jenigen, die „in den Lagern von Tinouf leiden“, schreibt die Zeitung „Al Hayat“.

In ihrer freitägigen Auflage, die Zeitung schätzt ein, dass « Polisario » nicht der Ausstoßung von Kriegsbedrohungen, den sie nie gewonnen hat, bedarf, sondern dass sie eher eine Autokritik zu üben hat,  nach drei Jahrzehnten der Hindernisse, die die Realisation der maghrebinischen Aspirationen nach Frieden, nach Stabilität und nach Integration behindert haben ".

„Es ist nicht erforderlich für die (Polisario), sich in dessen zu flüchten, was sie als Verteidigung des Prinzips der Selbstbestimmung oder anderer Engagements betrachtet, sondern dass das Wichtigste für sie darin liegt, dass sie die beste Annäherungsweise adoptiert, die der Region ermöglichen wird, ihre Objektive der Entspannung, des Zusammenrückens und des Einverständnis zu realisieren, derart, dass die artifiziellen Auseinandersetzungen behoben werden“, fügt „Al hayat“ hinzu.

„Die Polisario“ ist nicht mehr das, was sie bei der Auslösung des Konflikts in einem Kontext des kalten Krieges war, der durch die „ideologische Dominierung und durch die Anwendung der Widersprüche der Regimes der Region“ charakterisiert ist, hat die Zeitung daran erinnert und angegeben, dass die Verantwortung der Fortsetzung des Konflikts nicht allein „Polisario“ zufällt, auf Grund der Tatsache, dass sie „Bestandteil eines Systems ist, das die regionalen Beziehungen, die historischen und ideologischen Einflüsse sowie die Bereiche der Konkurrenz und der Konflikte mit einschließt ".

In dem Marokko eine Initiative zur Gewährung einer breiten Autonomie den Sudprovinzen vorbringt, es hat „eine Formel des Kompromisses“ adoptiert, „die für die internationale Gemeinschaft mehr nachvollziehbar ist“, die der betroffenen Bevölkerung eine demokratische Verwaltung ihrer lokalen Angelegenheiten garantiert, von seiner Überzeugung ausgehend, dass die Wiederherstellung der Sicherheit und der Stabilität ohne Preis ist, hat „Al Hayat“ versichert.

Für die Zeitung, der Kongress von Gjijimat, der von den Schioukhs und von den Chefs der Stämme Sahraouies abgehalten wurde, die die Führung der „Polisario“ dazu aufgerufen haben, den Vorschlag zu akzeptieren, eine breite Autonomie der Sahara zu gewähren, eine politische Lösung zu adoptieren und die interne Demokratie zu verankern.


Pressekonferenz des Präsidenten des Corcas nach der 2. ordinären Session des Rates

Anbei der Volltext der Pressekonferenz, die vom Herrn Khalihenna Ould Errachid, Präsident des Corcas, anlässlich der 2. ordinären Session für den Jahrgang, in Smara, am 17. und 18. Dezember 2007 abgehalten wurde:   

Der Präsident:
Smara, wo diese Session abgehalten wird, die zur gleichen Zeit eine Gelegenheit ist, um allen Fragen um die Sahara eine Antwort zu geben oder um vielleicht die Informationen bezüglich der gegenwärtigen Lage, insbesondere bezüglich der Spaltung auf der Ebene der Stämme und innerhalb der Polisario zu berichtigen, die im Kongress von Gjijimat in der Umgebung von Tifarity zum ersten Mal seit 1975 besteht. Es handelt sich um einen Kongress nicht auf der Basis der Flucht einer Persönlichkeit innerhalb der Polisario oder eines ihrer Führer, sondern um auf der Basis der Flucht der Stämme, die momentan sich aufwiegeln, und die sich in der Stempelzone und im Norden Mauretaniens befinden. Die Presse nimmt Kontakt mit ihnen auf, damit sie ihre Unterstützung für die Autonomie äußern können und damit sie ihre Art und Weise zum Ausdruck bringen, wie sie aus der gegenwärtigen Lage herauskommen möchten. Einiges soll auch über die Atmosphäre des Kongresses der Front Polisario gesagt werden, worum Sie keinen Bescheid wissen. Ich schaffe Freiraum für die Fragen. Um die Pressekonferenz gut organisieren zu können, wird es eine Frage von Rechts und eine Frage von Links geben.

Frg.: Wir möchten, dass Sie mehr Aufschluss über den Kongress von Gjijimat und über die Spaltung geben. Haben Sie eine Initiative zur Verfügung, um diese Leute zu schützen, wenn sie in Gefahr gebracht werden
Khalihenna Ould Errachid: diese Frage ist eine hauptsächliche Frage. Ich werde darauf eine Antwort geben. Die Ergebnisse des Kongresses von Gjijimat sind noch vorhanden. Gjijimat ist eine Region, die 20 Km südöstlich von Tifarity liegt, d.h. sie befindet sich zwischen Tifarity und den mauretanischen Grenzen. Der Kongress hat am 14. stattgefunden in der Nähe der marokkanisch– mauretanischen Grenzen. Die mauretanischen Behörden in Person des Gouverneurs von Oum Krin (200 Km weit vom Ort) haben einen Beschluss erlassen, um diesen Kongress zu verbieten, mindestens, was die Zeltschlagung anbetrifft, und hat den Leuten angewiesen, die Zelten abzubrechen, aus dem Grund, den er ihnen erwähnt hat, dass Mauretanien befürchtet, dass ein Konflikt in der Region ausbricht. Und nach Einsatz der Sicherheitskräfte sind die Stämme auseinander gekommen. Die Presse gelang jedoch zu ihnen: Aljazeera, die ein Reportage in der Region realisiert hat, Canal Arabe und canal Elhoura, die sich freiwillig in die Region 500 Km weit von Zouirate in schwierigen Sicherheitsbedingungen begeben haben. Die Stämme sind noch in der Region. Und wir treffen selbstverständlich unsere Anstalten, um Kontakt mit unseren Brüdern aufzunehmen. Sie haben ein Kommunique genannt Kommunique von Gjijimat gegeben, das öffentlich geworden ist, und das klar und deutlich ihre Unterstützung und ihre Leiden zum Ausdruck bringt und die die Politik der Front Polisario ablehnen. Momentan, wir treffen Vorkehrungen, um diese Leute als Individuen und Gruppen zu schützen und sie nach Marokko heimzubringen. Selbstverständlich, dies ist eine umfassende Operation und hat finanzielle, menschliche und logistische Investition nötig. Sie unterliegen unserem Schutz und wir stehen in dauerndem Kontakt mit ihnen. Sie kennen sich in der Region aus. Die Leute, die diesen Kongress organisiert haben, gehören zu den Stämmen: Souaed, Rguibat Saoued, Rguibat Oulad Moussa, Rguibat Oulad Scheikh, Rguibat OUlad Daoud, Oulad Dlim und Oulad Ben Sbai.
Allen wurde der Eintritt in diese Region verboten, die nicht über eine Genehmigung verfügen. Wie Sie es wissen, eine Beobachtungszone liegt an den mauretanisch- marokkanisch- algerischen Grenzen. Diese Zone hat einen Eingang. Sie könnte das Verbot in Anwendung bringen. Sie hat versucht, den Leuten zu verbieten, dem Aufruf Folge zu leisten. Dies hat nur Wenige in den Lagern zur Aufwiegelung gebracht. Die jenigen, denen die Beteiligung verboten wurde, haben Rundschreiben in den letzten drei Tagen ausgetragen, davon das Rundschreiben letzten Abends. Selbstverständlich, wir verfügen über eine Kopie des Rundschreiens, das mir direkt von den Lagern zugekommen ist, und das ich den Presseagenturen diffundieren werde.
Polisario hat zwei Hauptentscheidungen getroffen: die erste Entscheidung liegt darin, den Bewohnern zu verbieten, die Lager zu verlassen. Die zweite Entscheidung die Auferlegung eines militärischen Embargos für den Kongress von Tifarity, damit er nicht durchsickert und damit er nicht zerstört wird. Und wie Sie im Fernsehen verfolgen, hat er einen militärischen Aspekt angenommen.
Die Stämme befinden sich in differenten Regionen. Wir bereiten logistisch ihre Rückkehr vor. Einige sind mit einem Teil ihrer Familien. Einige noch sind mit ihren Frauen und Kindern in den Lagern. Sie stehen in Verwirrung. Möchten sie als Individuen oder mit einem Teil ihrer Familien zurückkehren oder möchten sie in den Lagern zurückbleiben, damit sie den Weg finden, ihre Familien aus den Lagern herauszubringen. Es besteht eine akute Spannung und eine akute Anarchie nicht nur in den Lagern sondern auch in Tifarity. Selbstverständlich, wir versuchen, die Nahrungsmitteln zur Verfügung zu stellen und die erste Hilfe zu leisten, insbesondere über die Medien, damit sie ihre Leiden beschreiben können.

Frg.: Sie laden die andere Partei dazu ein, diese historische Chance wahrzunehmen. Ist dies der Front Polisario oder den Bewohnern adressiert, zu denen Sie gesagt haben, dass sie bezüglich der Entscheidung nicht verhandelbar sind
Khalihenna Ould Errachid: Ich habe gesagt, dass die Führung nicht frei entscheidet. Die Bewohner sind nicht frei, um sich daran zu beteiligen, die Entscheidung zu treffen.  Worin liegt die Frage

Frg.: die Frage dreht sich um die Versammlung des Konsultativrates
Khalihenna Ould Errachid: der königliche Konsultativrat. Ich möchte von der Presse, dass sie sich in den Namen nicht verirrt. Der Rat nennt sich der königliche Konsultativrat für Saharaangelegenheiten und königlich ist das wichtigste daran.

Frg.: diese Versammlung ist ein Aufruf für die Front Polisario, um diese historische Chance des marokkanischen Projekts wahrzunehmen und dies vor der dritten Runde der Verhandlungen
Khalihenna Ould Errachid: Wir, mit Gotteswillen, wir werden ab Smara einen Aufruf geben. Was ich sagen möchte, dass es ein Problem gibt. Polisario ist keine Führung, sondern eine Bewegung. Diese Führung erlebt eine Spaltung, was die zu treffenden Entscheidungen und die Zukunft der Bewohner der Lager von Tindouf anbetrifft. Die Bewohner möchten,  dass die Führung eine Entscheidung trifft, in dem sie in positiver Weise in die Verhandlungen eintritt und dass sie verhandelt, damit die Autonomie in Anwendung kommt. Die Führung hat eine andere Agenda. Dies ist der Urgrund für den Kongress von Gjijimat. Alle Bewohner der Lager sagen, dass die momentane Führung der Front Polisario nicht dazu befähigt ist, mit der Autonomie einverstanden zu werden.

Frg.: damit wir einige Daten nicht versäumen, ist es in den letzten Jahren festgestellt worden, dass es eine algerische organisierte Politik gibt, die die Front Polisario unterstützt, und die mit der Bedrohung mit dem Wiederrückgriff auf die Waffen gekrönt wurde, während Marokko eine völlig anderweitige Politik führt. Glauben Sie, dass Marokko völlig und hundertprozentig auf die Verhandlung und auf die politische und friedliche Lösung wettet?
Khalihenna Ould Errachid: ich möchte zunächst nicht sagen, dass die Waffenbedrohung reine Lügnerei ist, der Niemand Glauben schenkt. Ich versichere, dass Polisario über keine Mittel verfügt, um Krieg zu führen. Es handelt sich um eine diplomatische Erpressung, die der internationalen Gemeinschaft und hauptsächlich den vereinten Nationen zugedacht ist. Polisario verfügt nicht über die erforderlichen finanziellen, menschlichen und psychischen Mittel, um einen Krieg zu führen, nur wenn sie sich das Leben nehmen möchte. Die Kriegsentscheidung wird nicht allein von der Polisario getroffen. Ich glaube das persönlich nicht und schenke ihm kein Interesse. Es ist ein Teil der psychischen Propaganda gegen Marokko und den vereinten Nationen adressiert. Reine Lügnerei, denn die militärischen Elemente der Front Polisario bestehen nicht mehr. Sie sind förmliche Elemente, nicht trainingsfähig, die nicht militärisch und nicht  psychisch vorbereitet sind.
Wie kommt es dazu, dass Polisario Krieg führen wird, während sie sich in bemitleidenswerten Umständen befindet, was die innere Solidarität, die innere Einheit, die innere Spaltung und die Ernährung anbetrifft. Polisario schreitet rasch auf dem Weg des politischen, diplomatischen und menschlichen Zusammenbruchs vorwärts.
Dies ist eine reine Propaganda und ich erbitte die Presse darum, ihm keinen Glauben zu schenken. Der Beweis dafür ist, dass Herr Mohamed Abdelaziz gestern behauptet hat, dass der Krieg keine Alternative für uns ist, und dass wir darüber als Wahrscheinlichkeit diskutieren. Polisario verfügt über keinen Mittel und über keine Möglichkeit, um einen Krieg gegen Marokko zu führen, jetzt und in der Zukunft.

Frg.: wie wird Marokko vorgehen, wenn der Kongress der Polisario sich auf seine Position verharrt. Wird Marokko Widerstand für immer leisten oder gibt es andere Kanäle, um Druck auszuüben, insbesondere, da  es sich um Tausende von festgehaltenen Bewohnern handelt, die in ihr Vaterland zurückkehren möchten
Khalihenna Ould Errachid: Die Antwort auf dieser Frage ist im Vorzug. Es besteht eine Spaltung innerhalb der Front Polisario. Diese Spaltung ist eine Volksspaltung. Keine Spaltung einer Person, die wütend gegen die Führung ist, da nun ihm der Eintritt zu der Führung nicht gewährt wurde, oder wütend aus irgendeinem Grund. Dies übt zum großen Teil Druck auf die Führung der Polisario aus und wird den Leuten gestatten, die Position der Polisario flexibler zu machen, vielleicht bei den Verhandlungen, wenn sie zu etwas gelangen möchte, wenn aber das Ziel dieser  Führung die Manövrierung ist, und die Auferlegung eines anderen Agenda, das nicht den Interessen der Sahraouis dient, wird die Spaltung größer sein und wird ein Bürgerkrieg innerhalb der Front Polisario ausbrechen.

Frg.: Sie haben vor kurzem in ihrer Einführungsrede gesagt, dass Sie das Projekt Marokkos diskutieren werden und wir hoffen, dass die nächste Runde der Verhandlungen in Manhasset die Gelegenheit sein wird, um den Gutglauben Marokkos den Gegnern der territorialen Integrität Marokkos gegenüber zur Schau zu tragen. Hegen Sie die Hoffung, dass Gott diese Leute zum richtigen Weg führen wird.
Khalihenna Ould Errachid:   Wir haben diese Hoffnung. Innerhalb der Front Polisario wird es geäußert, dass der Lauf der Entscheidungen nach Manhasset 1 und 2 zu keinem Ergebnis geführt hat. Es besteht eine Spaltung innerhalb der Front. Diesen Ansichtspunkt vertreten nicht die Träger der definitiven Entscheidung. Wenn diese an die Führung am 18. kommen, wird es ersichtlich sein, dass sie auf dem Weg der Entspannung der Beziehungen vorwärts kommen. Wenn sie aber ausgeschlossen werden, lässt dies vorausahnen, dass die Front Polisario der Vergangenheit angebunden ist.
Die Führung der Front Polisario ist zweiteilig: zwischen einem Teil, das dem Einfluss des Drucks der Jenigen, womit sie in diesem Rahmen umgehen, und zwischen denen, die sie dazu verhelfen, an der Macht zu bleiben, sowie zwischen der Aufnahme von wahrhaftigen Verhandlungen und der Beendigung dieses Problems gemäß dem Willen der Bewohner. Hier liegt das Problem. Es gibt Niemand, der die Entscheidung in dieser Hinsicht treffen möchte. Das Wichtigste daran ist, dass wenn morgen die Leute, die mit mir sprachen und sagten, dass sie mit der Autonomie sind, trotz der Tatsache, dass sie nicht Entscheidungsträger sind, wenn sie an die Führung nur teilweise kommen, werden wir sehen, dass sie in dieser Hinsicht arbeiten.
Wenn wir aber sehen, dass die Radikalisten an der Führung bleiben, ist dann der Weg einer anderen Agenda als der Agenda der Autonomie. Dies wird große Probleme stattgeben. Sie haben eine Vorbereitungskommission aufgezwungen. Diese Vorbereitungskommission vertritt die Mehrheit der Führung. Sie haben ihr Programm erstellt und haben es allen Institutionen der Front unterbreitet. Die Diskussionen beschränkten sich auf die Vorbereitungskommission und auf die Institutionen. Dies stand einer inneren Zerspaltung gleich. Was sind die objektiven Fragen: wohin gehen wir? Worin liegt das Ziel? Werden die Korrumpierten ausgeschlossen? Oder werden sie innerhalb der Front bleiben? Wie viel Zeit werden wir hier in Tindouf bleiben. Fragen ohne Antwort.
Sie haben den Leuten behauptet, dies werden wir im Kongress diskutieren. Es wird eine Veränderung stattfinden. Ich erwarte keine Veränderung morgen. Dies ist eine große Enttäuschung und eine rasche Entwicklung auf dem Weg des allmählichen Zusammenbruchs, nicht nur für die Front Polisario, die eine Minorität ist, sondern auch für diese Institution, die seit mehr als 30 Jahren besteht.

Frg: steht das im Interesse Marokkos?
Khalihenna Ould Errachid: Selbstverständlich, Marokko hat keinen ähnlichen Sieg seit 32 Jahren erzielt, wie den Sieg auf der innerlichen Ebene, auf der Ebene der Stämme der Front Polisario und auf der diplomatischen Ebene. Marokko hat diesen Sieg verdient und die internationale Gemeinschaft unterstützt diese Lösung sowie zeigt die Front Polisario und Algerien an, das es die Front in seinem Territorium beherbergt und das es nicht dazu verhilft, sich in ernsthafte Verhandlungen zu engagieren.

Frg.: Präsident des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten, ich habe drei Fragen. Die erste Frage, in jeder Tournee wiederholen Sie dieselben Worten. Verdient die Probleme, worunter die Region leidet, nicht genug Interesse?
Khalihenna Ould Errachid: Die Geschichte steht im Mittelpunkt des Problems, um zu sagen, ob die Sahara marokkanisch oder nicht marokkanisch ist. Die Geschichte wird dies bestätigen. Der Separatismus ist eine alte Idee bei den Sahraouis. Ist der Separatismus eine vererbte Sache von den Vorfahren, stützt sich der Separatismus auf objektive geschichtliche und gesellschaftliche Sachen, waren wir eine Entität mit eigenem Willen und mit abgetrennter Entscheidung gegenüber Marokko oder nicht, ich sage das Ihnen und den Anderen. Der Separatismus basiert sich nicht auf die nahe und entfernte Geschichte, basiert sich nicht auf Probleme, wie Sie behaupten, wenn auch diese Probleme gewichtig sind. Diese Probleme können den Separatismus nicht begründen. Die Manifestationen und die Proteste ja, weil sie dem Separatismus nicht gleichstehen. Ich sage Mohamed Abdelaziz, dessen Vater Mitglied im Corcas ist, und sage der Führung, deren Vorfahren in der Befreiungsarmee waren und die am Schlacht Rouigha bis Tifarity und am Schlacht Dchira  teilgenommen haben, dass sie meine Rede gut auslegen sollen.
Die sozialen Probleme werden wir studieren. Über diesen Punkt haben Sie gesprochen. Wirtschaftliche oder soziale Probleme, politische Probleme der Menschenrechte oder Probleme bezüglich der politischen Beteiligung, wir haben keine Einwendung dagegen, solche Probleme zu diskutieren. Der Separatismus ist ein großes Wort und die anderen Sachen stehen zur Handreichweite.

Frg.: Sie haben in Ihrer Rede über die Autonomie gesprochen und dass sie die geeignete Lösung für die Saharafrage ist. Sind Sie aber Herr Präsident nicht der Meinung, dass die Autonomie ohne die völlige Versöhnung aller Sahraouis nicht anwendbar ist? Welchen Schluss können wir aus der Bedrohung der Front Polisario ziehen, wieder zu den Waffen zu greifen?
Khalihenna Ould Errachid: Die Autonomie ist eine Art Versöhnung. Polisario und ein Teil der Sahraouis haben Anspruch auf den Separatismus erhoben wegen Gründen, die Ihnen und die mir bekannt sind. Ich habe in Madrid studiert und habe Pons präsidiert. Spanien hat mir vorgeschlagen, eine unabhängige Entität in der Sahara zu schaffen, was ich abgelehnt habe. Ich habe nein dem Separatismus gesagt und habe mich Marokko anschließen wollen. Der Generalsekretär der Front Polisario und Andere haben zur Zeit des Leninismus und des Marxismus behauptet, dass die Monarchie rückgängig ist. Sie wurden beeinflusst von der internationalen Stimmung in dieser Zeit. Ich habe Verständnis dafür. Diese Ideen sollten aber akademische Ideen bleiben, die nicht angewandt werden. Alle Jugendlichen durchlaufen eine solche Periode. Periode der gedanklichen Revolution, der Reife und danach des Pragmatismus. Zu diesen Brüdern sagen  wir, die Autonomie ist eine Versöhnung. Marokko hat viele Zugeständnisse gemacht, um einem Teil seiner Erde eine politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Besonderheit zu geben. Es handelt sich also um eine historische Versöhnung und eine Wiedergutmachung der Fehler, die der Staat seit 1956 den Sahraouis gegenüber absichtslos oder mit Absicht begangen hat. Die Autonomie ist eine Wiedergutmachung dieser Fehler, wirtschaftlicher Fehler in Form der Marginalisierung und der Abkapselung.
Die Autonomie ist eine politische und menschliche Entschädigung. Sie ist eine Zugeberei, dass der Staat Fehler in der Vergangenheit begangen hat.
Was den Krieg anbetrifft, der Krieg steht außer Frage. Dies ist eine reine demagogische Propaganda ohne Verdienst, denn er verfügt über keine Basis,  und ist unanwendbar.

Frg.: Polisario hält ihren Kongress in Tifarity ab und die Verhandlungen stehen vor der Tür. Marokko erachtet, dass sein Vorschlag eine definitive Lösung ist. Was hoffen Sie und was erwarten Sie im Licht solcher Umstände?
Khalihenna Ould Errachid: Wissen Sie nicht, dass Polisario bereits seinen Kongress auf ungefähr 1 Jahr ½ verschoben hat auf Grund der Auseinandersetzungen innerhalb der Front Polisario. Der Kongress findet jetzt in Tifarity statt. Wir erwarten nichts von diesem Kongress. Er strebt nicht nach Frieden über die Verhandlung und über die Autonomie als definitive Lösung. Diese Auseinandersetzungen haben sich verschärft und haben sich vertieft, als die Schioukhs der Stämme einen Gegenkongress abgehalten haben, den Kongress von Gjijimat.
Frg.: Kann es gelingen, das Saharaproblem zu lösen ohne Beteiligung Algeriens?
Khalihenna Ould Errachid: Ich glaube an derselben Sache. Algerien behauptet, dass es nicht Partei am Konflikt ist und ich hege den Wunsch und das Königreich hegt den Wunsch, dass dies der Wahrheit entspricht und dass Algerien nicht Partei am Konflikt ist. Dies ist der Grund, der das Königreich Marokko veranlasst hat, zu akzeptieren, mit der Polisario zu verhandeln, denn Algerien behauptet, dass dieser Konflikt international ist, und dass es davon betroffen ist, da nun er an seinen Grenzen ausgebrochen ist, und dass es Flüchtlingen Zuflucht gewährt. Es hat eine Position mit Basis des Respekts der Selbstbestimmung.
Was die Position Algeriens in den Verhandlungen anbetrifft, ist kein positiver Einfluss ersichtlich geworden, d.h. kein Einfluss, der Polisario dazu bewegt, sich in Verhandlungen zu engagieren. Algerien soll eine indirekte und flexiblere Methode einschlagen, um Polisario auf diesem Weg zu bewegen und ihre Widersprüche anzuerkennen. Selbstverständlich wirft Polisario das Problem Algerein auf, da nun sie sich in seinem Territorium befindet und da nun  es Lager, eine bewaffnete Bewegung und Elemente beherbergt, die es finanziell und diplomatisch unterstützt. Algerien steht auf der Hut, eine Position einzunehmen, die Folge danach haben kann. Ich bin im Glauben, dass Algerien bis jetzt seine Position noch nicht festgelegt. Es hat den erforderlichen Schritt nicht unternommen und lässt Polisario in ihren Widersprüchen schwimmen. Ich glaube immerhin, dass die Position Algeriens sich verändern wird, und dies auf Grund der Position der Bewohner der Lager.
Ich habe meine Position nicht verändert. Ich hege die Hoffnung dafür, dies hängt mit den Auswirkungen auf die Konstruktion der Union des arabischen Maghrebs und mit den Auswirkungen auf die bilateralen Beziehungen zusammen. Ich persönlich habe die Position, und träume, dass Algerien eines Tages seine Position ändern wird. Wir werden Polisario frei ihre Entscheidung treffen lassen.

Frg.: Präsident, welche Schritte wurden innerhalb des Corcas getroffen, um den Weg für diese neugeborene Autonomie zu beebnen? Der letzte Bericht des Generalsekretärs hat auf die Notwendigkeit bestanden, sich in inhaltsvollere Verhandlungen zu engagieren. Der letzte Bericht hat sogar quasi davor gewarnt, unnützliche Verhandlungen aufzunehmen. Wie wird es Marokko gelingen, inhaltsvoll zu verhandeln?
Khalihenna Ould Errachid: was die erste Frage anbetrifft, es wird keiner Partei gelingen, die Position Marokkos bezüglich der Autonomie durch die Manövrierung zu verändern, mit dem Ziel, das marokkanische Projekt im Keim zu ersticken. Dies ist unmöglich. Wir haben uns in einen Prozess der mühevollen und schwierigen Verhandlungen engagiert. Wir sind davon mit erhobenen Köpfen gekommen. Wir verfügen über ein seriöses Projekt und über eine wichtige Basis der Verhandlung. Die andere Partei steht vor Widersprüchen. Auf jedem Fall, die Runde bedeutet, dass Marokko zu der geeigneten Zeit seine Entscheidung treffen wird.

Frg.: die nächste Runde und die inhaltsvolleren Verhandlungen.
Khalihenna Ould Errachid: die Verhandlungen haben als Basis, dass das marokkanische Projekt seriös und glaubwürdig ist. Es gibt Nichts Anderes, das als Basis für die Verhandlungen dienen kann. Die Resolution 1783 hat es klar gestellt. Die Verhandlungen basieren sich auf die Entwicklungen, die seit 2006 vorgefallen sind. Das Neue im 2006 ist die Autonomie. Polisario erhebt Anspruch darauf, zu dem alten Plan zurückzukehren, zu dem Plan 91 bezüglich der Identitätsidentifizierung. Dieser Plan wurde mit der Resolution 1754 beerdigt. Die Resolution 1754 hat eine neue Ordnung geschaffen. Diese liegt darin, dass Alles, was sich um die Sahara dreht, auf Grund der direkten Verhandlung und auf Grund des Gutglaubens stattfinden wird, wenn die Parteien darüber übereinkommen. Alle vorgängigen Pläne und insbesondere der Plan Backer sind mit diesen Verhandlungen zu Ende gegangen. Wir sagen der Polisario, das Referendum ist ausgeschlossen und die Rückkehr zu der Identitätsidentifizierung ist unmöglich. Sie hat die Wahl zwischen zwei Sachen, entweder über die Autonomie verhandeln oder den vereinten Nationen und der internationalen Gemeinschaft offen und klar sagen, dass sie nach keiner Lösung strebt.
Gjijimat betrifft die Volksbasis der Stämme, die Schioukhs, die Jugendlichen, die Frauen und die Kinder auf der Ebene der Stämme. Es handelt sich um die alleinige Operation, die die Existenz der Polisario in Gefahr bringt. Polisario hat als Basis das Vorhandensein der Lager. Wenn die Basis der Lager verlustig wird, wird Polisario ihre Existenz verlieren. Polisario ist dem Zusammenbruch nah und dies in beschleunigter Weise. Sie steht im Widerspruch, einmal sagt sie, dass sie zu den Waffen wieder greifen wird, einmal sagt sie, dass sie bereit ist, Verhandlungen aufzunehmen und einmal sagt sie, dass sie nach der Lösung nicht strebt. Polisario steht in Verwirrung und erlebt diese psychische Lage.
Polisario steht vor sehr großen Einsätzen und Herausforderungen, darunter vor Manhasset 3. Wenn die Erwartung der Leute enttäuscht wird, da nun die momentane Führung der Polisario nicht verändert wird, und die Erwartung der Leute wird sicherlich enttäuscht werden, denn Mohamed Abdelaziz, Bouhali, Akik, Abdelkader, Mohamed Salek und Mohamed Khaddad innerhalb der Führung werden bleiben. Es wird keine Veränderung stattfinden. Die militärischen Führer und die Diplomaten werden bleiben. Es wird keine Veränderung am 18. geben. Die Hoffnungen werden enttäuscht werden. Wenn Polisario nicht einer vernünftigen Verhandlungsweise unterliegt, und sich seriös der Autonomie anschließt, werden die diplomatischen Bemühungen zum Scheitern kommen. Die Position der vereinigten Staaten, Frankreichs und Spaniens und die Position der internationalen Gemeinschaft, wie dies die Erklärungen bestätigt haben, lassen vorausahnen, dass Polisario die hauptsächliche Behinderung der Organisation der vereinten Nationen darin ist, zu einer Lösung zu gelangen, die alle Parteien zufrieden stellt.

Frg.: Präsident, kehren wir zu dem Kongress von Gjijimat, sie behaupten, dass eine Gruppe von Stämmen in das Vaterland in aller Würde zurückkehren möchte.
Khalihenna Ould Errachid: ja, sie unterstützen die Autonomie

Frg.: Die Rückkehr in das Vaterland in aller Würde wie dies, im Kommunique zur Erwähnung gekommen ist. Sie haben gesagt, dass logistische, finanzielle und psychische Maßnahmen erforderlich sind. Sind Anstalten dafür getroffen worden. Seitens wessen? Dies ist die Frage
Khalihenna Ould Errachid: seitens wessen? Seitens des marokkanischen Staates.

Frg.: und der königliche Rat
Khalihenna Ould Errachid: Der Staat, der Rat ist ein königlicher Rat. Der marokkanische Staat wird diese Maßnahmen treffen und er ist auf dem Weg, dies zu bewerkstelligen auf Anforderung des Rates.

Frg.: wie viel Personen sind im Kongress von Gjijimat zusammengekommen
Khalihenna Ould Errachid: Tausend

Frg.: was die Lage der Jenigen von Gjijimat anbetrifft, bestehen Kontakte mit Organisationen der Zivilgesellschaft und mit den internationalen Organisationen, um diesem politischen Ereignis seine diplomatische Tragweite zu verleihen?
Khalihenna Ould Erarchid: Selbstverständlich, der Außenminister ist dabei, die erforderlichen Maßnahmen in dieser Hinsicht zu treffen. Ähnliche Maßnahmen sind bereits getroffen worden auf Anweisung seiner Majestät des Königs, was die  Vorbereitung eines umfassenden Programms ihrer Unterbringung, was die Herausbringung ihrer Familie und ihrer Kinder aus den Lagern, was ihre Verlegung und was die Verfügungsstellung der erforderlichen Bedingungen für eine würdige Rückkehr anbetrifft, damit sie zum Vorbild und zum Beispiel der neuen marokkanischen Annäherungsweise bezüglich der Behandlung dieser Frage auf all Ebenen werden.
Es bestehen Maßnahmen auf der diplomatischen Ebene mit Ländern wie mit der islamischen mauretanischen Republik und mit Algerien. Und es bestehen Maßnahmen auf der Ebene der vereinten Nationen und auf der Ebene der Nachfolgen des Kongresses von Gjijimat.
Zu diesem Anlass begrüße ich die Kanäle, die diesen Brüdern in Gjijimat interviewiert hat und die schwierigen Umstände, worauf die Journalisten und die Techniker gestoßen sind.


Schlusserklärung des Präsidenten des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten

Anbei der Text der Erklärung des Präsidenten nach Beendigung der 2. ordinären Session in Smara:

Der Moderator der ersten Fernsehkette: nach zwei Tagen der Arbeiten hat der königliche Konsultativrat für Saharaangelegenheiten seine zweite ordinäre Session in Smara zu Ende gebracht, und um das Licht auf dieses Kommunique zu werfen, haben wir als Gast den Präsidenten des königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten Herrn Khalihenna Ould Errachid, Präsident, worin  liegt die Bedeutung der Empfehlungen und des Kommuniques dieser Arbeiten?
 Khalihenna Ould Errachid: der Aufruf von Smara ist unseren Brüdern in der Front Polisario und unseren Brüdern in den Lagern von Tindouf im Allgemeinen adressiert, wir fordern sie dazu auf, den Beweis des Realismus und der Vernunft zu erbringen und Lektionen aus ihren Leiden zu erzielen. Dieser Aufruf kommt nach dem Kongress von Gjijimat, wo eine Gruppe von Sahraouis aus den Lagern von Tindouf ihre Unterstützung für die Autonomie seiner Majestät des Königs und ihre Unterstützung für die Politik seiner Majestät betreffs der Lösung der Saharafrage angekündigt haben, dieser Kongress fällt mit dieser Session zusammen und leistet der Politik Folge, die der rat einschlägt auf Anweisung seiner Majestät, es handelt sich um die Politik der Versöhnung und des Dialogs, wir stehen im Glauben, dass die Organisation dieses Kongresses in der Umgebung von Tifarity und seine klare Unterstützung für die Autonomie und für die Politik seiner Majestät, der Ergebnis der Bemühungen ist, die darauf abzielen, dem Konflikt ein Ende zu setzen und bringt die Ermüdigkeit der Bürger und ihren Willen zum Ausdruck, in das Mutterland zurückzukehren und den Weg der Entwicklung und des Fortschritts einzuschlagen, ich stehe im Glauben, dass dieser Aufruf einen wahrhaftigen Willen widerspiegelt, sich zu versöhnen, zusammengeführt zu werden, brüderlich zu werden und die Vernunft überwiegen zu lassen. Die Vernunft liegt darin, eine vernünftige und realistische Lösung zu finden, eine Lösung, die den Sahraouis ohne Ausnahme ermöglicht, politisch tätig zu werden und ihre politischen, wirtschaftlichen und sozialen Angelegenheiten unter der marokkanischen Souveränität in der Sahararegion ohne eine Einmischung von Niemandem zu verwalten. Einigen zufolge, Polisario neigt nicht zu dieser Versöhnung, wir hegen dennoch die Hoffnung, dass der Druck, der auf sie ausgeübt wird, sie dazu bewegen werden, sich mit uns zu versöhnen und dieses Abkommen im Rahmen der vereinten Nationen und demnächst zu unterschreiben.
Der Moderator: Danke, Präsident des königlichen Konsultativrates.                        

 

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