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Donnerstag, den 09. Apr 2020
 
 
 
Fortsetzung

Die Situation des Chaos, der Menschenrechtsverletzungen und der Frustration in den Lagern Tinduf birgt viele Gefahren für die gesamte Region in sich

Johannesburg-Der Botschafter Marokkos in Südafrika, Youssef Amrani, dekonstruierte auf dem südafrikanischen Kanal Newzroom Afrika, die betrügerischen Thesen der Separatisten der Front Polisario und ihrer Mentoren, und stellte die tugendhafte Aktion in den Vordergrund, die Marokko zugunsten des Aufbaus eines aufblühenden und friedlichen Staates in Afrika  auf den Weg gebracht hatte.



In einem einstündigen Interview mit diesem Kanal, dem drittgrößten in Südafrika und darüber hinaus im gesamten südlichen Afrika, entlarvte Amrani alle Vorwürfe, die die separatistische Junta an die große Glocke gehängt hatte, zwecks dessen die unhaltbare Situation in der Region und in den Lagern Tinduf (südwestlich von Algerien) aufrechtzuerhalten, wo  marokkanisch-sahrawische Staatsangehörige gegen ihren Willen auf algerischem Gebiet auszuharren haben.

Der Diplomat entwickelte eine Argumentation, die Logik und greifbare Fakten miteinander in Verbindung bringt, und verwies auf die schwerwiegenden Menschenrechtsverstöβe, die die Separatisten der Front Polisario in den Lagern Tinduf verüben, insbesondere in Bezug auf den Anspruch auf freie Meinungsäußerung sowie auf Vereinigungs-und-Bewegungsfreiheit.

Der Zugang der Menschenrechtsorganisationen zu den Lagern unterliegt strengen Einschränkungen. Algerien, das die Lager auf seinem Hoheitsgebiet und die Separatisten der Front Polisario beherbergt, schlage es systematischerweise aus, eine Volkszählung der in den Lagern inhaftierten Bevölkerungsgruppen vorzunehmen.

Bisher haben internationale Organisationen eine Hinterziehung der humanitären Hilfe und der Nahrungsmittelhilfe der beschlagnahmten Bevölkerung zugunsten aufgezeigt, stellte der Botschafter die Erklärung auf, anmerkend, dass es höchste Zeit für die internationale Gemeinschaft sei, ehrliche Antworten auf die einfachen Fragen zu leisten, die der Anzahl der in den Lagern inhaftierten Personen entspringen, um dem Willen dieser Bevölkerungsgruppen Gehör zu schenken und der Umleitung der humanitären Hilfe Einhalt zu gebieten

Seit dem Jahr 2011 hat der UNO-Sicherheitsrat nicht damit aufgehört, eine Volkszählung dieser beschlagnahmten Bevölkerungsgruppen einzufordern, hämmerte Amrani ein und wunderte sich über die wahren Absichten und Zielsetzungen der Separatisten und ihrer Mentoren, die die katastrophale Situation in Tinduf verhüllen wollen.

Algeriens Verantwortung für die schwerwiegende humanitäre Lage in den Lagern Tinduf sei klar und begründet, sagte der Botschafter.

Der Diplomat hat darüber hinaus die bemerkenswerte wirtschaftliche und politische Entwicklung in den südlichen Provinzen in den Mittelpunkt gestellt, wo kolossale  Investitionen zwecks der Realisierung von Strukturierungsprojekten (Basisinfrastruktur, Straßen, Flughäfen, Häfen…) in einem Klima politischer Freiheit getätigt werden, was der hiesigen Bevölkerung wie den anderen Provinzen des Königreichs sicherstellt, deren  legitimsten Rechte uneingeschränkt zu genießen.

Der Diplomat stellte andererseits die Betonung auf, dass die Situation des Chaos und der Frustration in den Lagern Tinduf viele Gefahren für die gesamte Region in sich birgt.

Schwierige Situationen wie diese würden von extremistischen und terroristischen Gruppen wahrgenommen  werden, sagte er und warnte vor der fragilen Sicherheitslage in der Weite der Sahelzone.

Niemand sei gegen diese Bedrohungen immun, die hervorgehobenen Bemühungen Marokkos als Hauptakteur betonend, sich Bedrohungen für Frieden, Stabilität und Sicherheit in der Region zu stellen. Es ist eine Strategie, die hauptsächlich auf einer weisen und smarten  Dekonstruktion des extremistischen Diskurses mit einem authentischen Diskurs, dem des Dialogs und der Achtung des Rechts, anders zu sein und miteinander zusammenzuleben, stützt.

Die wirtschaftliche, soziale und menschliche Entwicklung sei auch ein wichtiges Gerüst des aktiven Ansatzes des Königreichs in diesem Bereich, schob er nach.

Zurückkommend auf die Beziehungen zwischen Marokko und Südafrika, hob der Diplomat die Notwendigkeit hervor, den Dialog mit Südafrika auf bilateraler Ebene und im Rahmen der Afrikanischen Union (AU) vertiefter zu machen.

Südafrika übernehme derzeit die Präsidentschaft der AU, betonte er, und Marokko befindet sich auf einer guten Position, um einen wertvollen Beitrag zur Entstehung eines friedlichen und prosperierenden Afrikas zu leisten. Dem Diplomaten zufolge wird dies im Kontext der marokkanischen Außenpolitik Priorität eingeräumt.

Er fügte hinzu, dass die marokkanisch-südafrikanische Partnerschaft enorme Chancen parat habe, und verwies auf die großen Durchbrüche marokkanischer Unternehmen in vielen Sektoren mit hohem Mehrwert in Afrika, einschließlich Telekommunikation und Finanzdienstleistungen.

Die afrikanische kontinentale Freihandelszone, die während der Präsidentschaft der AU Südafrikas Priorität einnimmt, bietet die Möglichkeit an, auf Afrikas Vermögen aufzubauen, um Handel anzukurbeln und Arbeitsplätze für künftige afrikanische Generationen zu schaffen, die den Ideologien vergangener Zeiten überdrüssig sind und keinen Grund mehr haben, in der heutigen Welt existieren zu wollen.

"Dies ist Marokkos Vision für Afrika", sagte er, bemerkend, dass Marokko Teil seiner Bemühungen ist, zur Entstehung eines neuen Afrikas mit einer starken Basis beizutragen.

Marokko habe nicht darauf gewartet, dass der arabische Frühling dank der Führung seiner Majestät des Königs Mohammed VI. auf dem Weg des Wandels voranschreite, sagte er und erinnerte an das umfangreiche Reformprojekt, das unter der Führung des Souveräns in allen politischen wirtschaftlichen und sozialen Bereichen in Gang gebracht wurde.

Und zum Schluss: "In der heutigen Welt gibt es keinen Raum für bankrotte Staaten. Die Zukunft Afrikas ist von der regionalen Integration abhängig. Die wichtigste Frage, womit die afrikanischen Staaten derzeit konfrontiert sind, liegt darin, wie das Wirtschaftswachstum angekurbelt wird und wie Arbeitsplätze geschaffen werden dürfen", schloss Herr Amrani damit ab.

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